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7 (1931) Gesamtregister
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Erklärung botanischer Kunstausdrücke. 39

Blumenstetigkeit (Blumeiltreue) gewisse Insekten haben eine grosse Vorliebe für ganz bestimmte Blumenoder besuchen diese ausschliesslich.

Blumenuhr da das Oeffnen der Blüten beigleicher Art zur gleichen, bei verschiedenenArten aber zu verschiedenen Tageszeiten er-folgt, konnte Linnö auf Grund der Oeff-nungszeiten verschiedener Blüten eineBlu-menuhr" zusammenstellen.

Bluten (Tränen) darunter versteht man dasHervorpressen von Wasser aus Wundstellen(siehe Guttation).

Bocksduft rührt von Säuren, wie der Capron-säure [CH 3 (CH 2 ) 4 COOH ] her (Himanto-glossum).

Bodenazidität hängt vom Gehalt an Wasser-stoff-Ionen ab (siehe V/3 1618) und gehtihm parallel.

Bodenfaktoren siehe edaphische Faktoren.

Bodenklimax das klimatisch bedingte Schluss-glied der Bodenentwicklung (V/3 1618).

Bodenläufer (Früchte) VI/2 800.

Bodenmüdigkeit ist da, wenn ein Boden sichfür die Kultur einer bestimmten Pflanze alsungeeignet erweist (V/i 24).

Bodenroller die zu Kugeln spiralig zusammen-gerollten Früchte verschiedener Hülsen-früchtler (Medicago) lösen sich von ihrenFruchtstielen leicht los und werden von jedemWindstoss über den Boden fortgerollt. Sieheauch Bodenläufer.

bodenstete Pflanzen halten sich streng an einebestimmte mineralogische Unterlage.

bodenvage Pflanzen sind bezüglich der Bo- Fig. 1065.Verzweigte Aehren" vom Roggen (Seeale cereale L.).denart indifferent (III 402; IV/i 384).

Bodenverbesserer IV/3 1143.

Bodenwiesen (terripräta) werden im Gegensatz zuden Wasserwiesen vom Grundwasser nicht beein-flusst.

Bodenzeiger Pflanzen bezw. Pflanzenvereine, dienur auf bestimmten Böden vorkommen.

bogennerviges Blatt I/XCVII; VII Fig. 1066.

Bohnen, pythagoraeische III 438.

Bohrfrüchte (Bohrkletten) heissen solche Frucht-formen, die nadelartig zugespitzt und an derPflanze so angeordnet sind, dass sie sich in dieHaut vorüberstreifender Tiere bezw. in die Erdeeinbohren können (Carex-, Scirpus- und Rhyncho-spora-Arten, Triglochin, Stipa, Andropogon. Sieheauch Erodium IV/3 1724).

Bohrspitze geophiler Pflanzen (Fig. 1067 a) meh-rere junge Blätter legen sich zu einem zugespitztkegelförmigen Gebilde zusammen, mit dem sie denWaldboden durchstossen (besonders Monokoty-ledonen).

Bombardierpflanze III 137.

Boragoid V/3 2125.

boreale Periode warmer und trockener, auf diesubarktische (praeboreale) Periode folgender post-glazialer Zeitabschnitt. Föhrenperiode.

Borke Borken sind durch sekundäre (Folgeperi-derm) Gewebe zum Absterben gebrachte Rinden-teile, gleichgültig ob sie gesunden oder krankenPflanzenteilen entstammen (IV/2 580). Siehe Ringel- und

Borkenbildung I/XXXI.

Phot. Alfred Löwenfeld, Luüwigshafen ^.|Rh.

Fig. 1066. Polygonatum multiflorura (L.) All. (II, 270).a Fruchtender, plagiotroper Spross mit bogennervigen Laub-blättern. b Beeren, c Beere geöffnet, d Samen.