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Chemisches Probircabinet oder Nachricht von der Bereitung, den Eigenschaften und dem Gebrauche der Reagentien
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117
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Um nun dem hier gewonnenen Alkoholdas Waffer vollends zu entziehen nehme maneinen Theil falz lau r.en Kalk, den mandurch glühendes Schmelzen in einemheffifchenSchmelztiegel feines Waffers beraubt hat, undder noch warm fein gepulvert worden ift,Ichütte diefen in eine völlig trockne reinekupferne Deftillirblafe, und übergiefse ihn mit3 Theilen des Alkohols von 85Pi"ocent, be-decke hierauf die ßlafe mit dem Helme , laffealles fo lange ftehen, bis Ii oh der falzfaureKalk aufgelöft hat, und rühre unterdeffen. al-les fleifsig mit einem eifernen Spatel tun. Nunlutire man einen Helm mit Mehlkleifter auf,fülle das Kühlfafs anit kaltem Waffer an, unddeftillire nun bei gelindem Kohlenfeuer dasGeiftige über. Mari leere aber die Vorlage öf-ters und prüfe ob das Deftillat nach RichtersAlkoholometer 100 Procent Alkohol, d. h. ei-nen wafferleeren Zuftand zeigt. Wenn dasDeftillat keine 100 Procent mehr zeigt, fo fetzeman die Deftillation fort, ohne die Vorlage fooft auszuleeren, worauf man noch einen Alko-hol von 90 Procent erhält. Endlich aber folgt,und oft plötzlich, das Waffer.

Den Alkohol hebt man in gut verFtopftenFlafchen auf. Der in der Blafe'zurückbleiben-de