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Chemisches Probircabinet oder Nachricht von der Bereitung, den Eigenschaften und dem Gebrauche der Reagentien
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Seite
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aber nur bis auf zwei Drittel davon angefülltwerden darf, und fetze denfelben in einenrecht gut ziehenden Windofen. Man gebeanfangs ganz gelindes Feuer, und wenn allesgehörig durchwärmt ift, fo vermehre manüaffelbe allmählig bis die iVIafle in einen dün-nen, feurigen Flufs kömmt, und halte damitfo lange an, bis alles ruhig fliefst, ohne mehraufzufchäumen. Hierauf wird fie in einen er-wärmten eifernen Mörfer gefchüttet, und nachdem F.rkalten fein gepülvert»

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Jetzt bringt man in einem porcellainenenoder fteinzeuchnen Gefchirre die gepulverteMaffe mit ihrem etwa 6 bis 8 fachen Gewichtdeftillirten Waffer zum Sieden, und fetzt nununter fleifsigem Umrühren mit einer gläfernenRöhre fo lange verdünnte Salzfäure hinzu alsfich noch hydrothionfaures Gas mit Aufbrau-fen entwickelt und erhält das Ganze in ge-lindem Sieden bis alle Ilydrothionfäure verjagtworden ift, dann feihet man die Flüfßgkeitnoch heils durch Fliefspapier das auf einerLeinewand, auf einem Tenakel geheftet, aus-gebreitet ift, und fcheidet fo die unaufgelüft-en Theile ab, die man noch einmahl mit et-was kochendem deftill. Waffer ausweicht.

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