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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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Dieser Uebelstand fällt bei der schon seit geraumer Zeit inAmerika gebräuchlichen Percolationsmethode fort, und wenn dieselbe beiuns in Deutschland für die Bereitung der Tinkturen in den Apothekenbislang nicht die ihr gebührende Beachtung gefunden hat, so liegt diesausser an dem Hang am Althergebrachten, der gerade in der Pharmaciesehr ausgeprägt ist, hauptsächlich wohl daran, dass sich bis in dieletzte Zeit immer wieder Stimmen erhoben haben, die den Wert derPercolation nicht anerkennen wollen.

Blättern wir die letzten Jahrgänge unserer deutschen Fachzeit-schriften von der Zeit an, als Friedrich Hoffmann 1 ) die Percolations-methode nebst den dazu gehörigen Apparaten auch den deutschenApothekern empfahl, einmal durch, so finden wir die Frage, ob Per-colation oder Maceration vorzuziehen sei, öfters ventiliert, aber durch-aus nicht immer im Sinne der ersteren Methode entschieden.

Ich führe beispielsweise von Angaben, die sich ungünstig überdie Percolation aussprechen, folgende an: E. Dieterich 2 ) hält die Per-colation für verwendbar bei leicht durchlässigen Drogen, wie Arnika,Kalmus u. s. w., nicht aber bei härteren Rohstoffen, Rinden, Hölzernu. dergl. Später hat Dieterich 3 ) jedoch seine früheren Angaben dahinrichtig gestellt, als er die Percolation ganz generell empfiehlt. Paul 4 )empfiehlt an Stelle der Percolation ein dreimaliges Ausziehen undAuspressen der Drogen. Abgesehen von der Umständlichkeit undLangwierigkeit des Verfahrens, wodurch es sich in der Praxis verbietet,hat es aber mit dem ersteren das Prinzip der Verdrängung concentrierterLösung durch neues Lösungsmittel gemein. Martenson 5 ), Bienert")und Andres 7 ) verwerfen die Percolation für die Bereitung von Opium-tinktur und motivieren dies damit, dass hierbei das Opium nichtordentlich durchtränkt und ausgezogen würde. Man darf aber wohldie Vermutung nicht für unberechtigt halten, dass diese Autoren bei

1) Pharm. Centralhalle 1884, p. 293—306 und 312—315.

2 ) Ilelfenberger Geschüftsber. 1885, April, p. 49.

3 ) Helfenberger Annalen 1892, p. 89.

4 ) Pharm. Ztg. 1886, p. 67.

5 ) Jahresber. d. Pharm. 1893, p. 637.

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