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Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Von Thujaoccidentalis werden die frischen, zu Beginn der Blüte gesammeltenZweige mit den Blättern nacli Vorschrift des § 2 zur Herstellung einerEssenz benutzt.
Beschreibung des angewandten Pflanzenteiles: Die einjährigen Zweigedes Lebensbaumes sind grün, noch krautig oder sehr schwach ver-holzt. Sie sind vielfach verästelt und die Aeste sind platt und liegenin einer Ebene. Sie sind dachziegelartig mit kleinen, vierzeilig an-geordneten, schuppenförmigen und angedrückten Blättern besetzt, welcheauf dem Rücken eine Oeldriise tragen. Die Zweige mit den Blätternsind dunkelgrün, riechen namentlich beim Zerreiben sehr stark bal-samisch, nicht unangenehm und schmecken gewürzhaft, bitterlich.
Charakteristik der Essenz: Die Farbe der Essenz ist grünlichbraun,der Geruch aromatisch und der Geschmack bitter, nadelholzartig.
Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich i / 2 .
Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdünnung mitGO^igem, von der vierten an mit 90^igem Alkohol bereitet. Die nie-deren Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimalverdünnungin 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt.
Literatur: ß. A. M. L. Y, pag. 122. — Allen, IX, pag. 596.
Thuja aetherea Gisevius.
Lebensbaum,
Stammpflanze: Thuja occidentalis L. Fam. nat.: Coniferae.
Vorkommen: Der Lebensbaum wächst wild in Nordamerika undwird vielfach in Anlagen kultiviert.
Angewandter Pflanzenteil und Bereitung der Arzneiform: Die frischen,jungen Zweigspitzen mit den Blättern, zu Beginn der Bliite gesammelt,werden zu einem Brei zerstampft, mit fünf Gewichtsteilen einerMischung aus 1 Teil Aether und drei Teilen Alkohol (Spiritus aethereusdes Deutschen Arzneibuches) übergössen. Nach achttägigem Stehen,