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der Oberseite mit vielen langen, drüsentragenden, braunroten Haarenbesetzt. Die Blattspreite wie auch die Drüsenhaare sind auf Berührungreizempfindlich und krümmen sich nach dem Centrum der Blattspreitezu zusammen. Die BiUten stehen in einseitswendigen, zuerst schnecken-förmig aufgerollten, später geraden Aehren. Die schneeweissen Blütensind nur im hellen Sonnenschein radförmig geöffnet. Die Drüsenhaareder Blätter sondern einen Saft aus, der ein peptonisierendes Fermententhält. Die ganze Pflanze ist rot überlaufen oder auch grün.
Charakteristik der Essenz: 5 Gramm der Essenz werden mit 5Gramm verdünnter Schwefelsäure einmal aufgekocht und die wiedererkaltete Flüssigkeit mit 10 Gramm Aether ausgeschüttelt. Wird dieätherische Ausschüttelung durch Abdampfen vom Aether befreit, sohinterbleibt ein orangefarbiger Rückstand, der in einigen Tropfen Al-kohol gelöst und mit 5 cm :l Wasser verdünnt wird. Diese wässrige,etwas opalisierende Lösung wird durch Zusatz von einigen TropfenAmmoniak rot mit einem Stich ins violette gefärbt, während einigeTropfen Barytwasser die wässrige Lösung unter Trübung bläulichgrünfärben. Quantitative Prüfungen der Drosera-Essenz fehlen zur Zeitnoch. Die Farbe der Essenz ist rotbraun, der Geruch und Geschmacknicht charakteristisch.
Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich 1 / 2 -
Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdünnung mit60^ igem, von der vierten an mit 90 % igem Alkohol bereitet.Die niederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimal-verdünnung in 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt.
Xiitteratur: Hahnemann, R. A. M. L. VI, pag. 227. — Allen, IV, pag. 170.
Dulcamara.
Bittersüss.
Stammpflanze : Solanum Dulcamara L. Fam nat.: Solanaceae.
Vorkommen: Der bittersüsse Nachtschatten wächst in Europa anFlüssen und Gräben, sowie in feuchtem Gebüsch.