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Deutsches homöopathisches Arzneibuch : Aufzählung und Beschreibung der homöopathischen Arzneimittel nebst Vorschrift für ihre Bereitung, Prüfung und Wertbestimmung
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85
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durch die Raphiden mechanisch erhöht wird, der jedoch beim Kochenund heim Trocknen seine Wirksamkeit einbüsst.

Charakteristik der Essenz: Die Farbe der Essenz ist bräunlich gelb,der Geruch und Geschmack nicht charakteristisch.

Der Arzneigehalt der Essenz ist gleich 1 / G .

Die Potenzen werden bis zur dritten Decimalverdilnnung mitßO^igem, von der vierten an mit 90^"igem Alkohol bereitet. Dieniederen Potenzen sind bis einschliesslich der zweiten Decimalver-dtinnung in 1 cm dicker Schicht gelblich gefärbt.

Litteratur: Archiv XI, 2, pag. 162. Ibid. XXIII, 2, pag. 177. Oestr.Ztschr. d. Yer. hom. Aerzte I, pag. 93. A. H. Z. XXXXVIII, pag. 120. Unionpharm. 1878, 19, 291. Allen, II, pag. 337.

Calcarea acetica.

Calciumacetat.

Ursubstanz: Reines Calciumacetat Ca(C 2 H a 0 2 )2 + 2 IT-,0.

Beschreibung und Prüfung der Ursubstanz: Das Calciumacetat bildetglänzende, nadeiförmige, an der Luft verwitternde Krystalle, welchesich leicht und vollständig in Wasser lösen. Wird die Lösung unterZusatz von verdünnter Schwefelsäure und Alkohol gekocht, so ent-wickelt sich der charakteristische Geruch des Essigäthers, wobei sichkein brenzlicher Geruch bemerkbar machen darf. Wird die Lösung von1 Teil Calciumacetat in 10 Teilen Wasser mit einer Lösung von 1 TeilOxalsäure in 20 Teilen Wasser versetzt, so darf das Filtrat beim Ab-dampfen und Glühen keinen Rückstand hinterlassen. Die wässrigeLösung von Calciumacetat darf durch Zusatz von Schwefelammoniumnicht verändert werden.

Bereitung der Arzneiform: Das Calciumacetat wird nach Vorschriftdes § 7 zur Herstellung von Verreibungen benutzt.

Litteratur: Halmemann, Chr. Kr., 3. Aufl. II, pag. 308. Allen, II, pag. 344.