meiner Verdünnung mit 2 und geht die Division auf, so erhält man die Nummerder Hahnemannsehen Verdünnung, die jener gleich ist. Geht sie aber nichtauf, so hat Hahnemann diese Potenz nicht.« So weit Vehsemeyer.
A. Potenzierung flüssiger Substanzen 1 ).
Die Potenzierung flüssiger Substanzen wird in einem vor direktemSonnenlieht geschützten Zimmer vorgenommen. Die dazu verwandtenGläschen müssen rund sein, mit flachem, breitem, weder aufwärts nochabwärts gebogenem Rande, und müssen einhalbmal mehr fassen, alsdarin potenziert werden soll. Der Name des Mittels und die Nummerder Potenz, welche das Gläsehen aufzunehmen bestimmt ist, wirdsowohl auf dem Korke, als auf dem Gläschen angebracht, und zwar beiCentesimal-Potenzen vor der Nummer der Buchstabe »C«, bei Decimal-Potenzen der Buchstabe »D«. Das Potenzieren selbst geschieht in fol-gender Weise:
o.. für die Centesimal-Scala bis zur dreissigsten Po-tenz: Die auf die oben angegebene Weise mit dem Namen des Mittelsund den Nummern C. 1.—30. signierten Gläschen werden der Reihe nachauf den Tisch hingestellt und die in dem betreffenden § angegebeneTropfenzahl mit dem Mensurierglase in jedes einzelne Gläschen abge-messen, wobei das Mensurierglas rein austropfen muss. Hierauf wirddas Gläschen verkorkt. Nun wird die Tinktur oder Essenz herbeigeholt,die im betr. § genau angegebene Tropfenzahl in das zur Aufnahmeder ersten Potenz bestimmte Gläschen getröpfelt, dasselbe fest ver-schlossen und der Inhalt durch zehn' 2 ) kräftige, abwärts geführteSchiittelschläge des Arms geschüttelt. Nun wird das Gläschen ge-öffnet, ein Tropfen in das mit C2 bezeichnete getröpfelt, beide ver-korkt, das erstere an seinen vorigen Ort gestellt, der Inhalt des zweiten,wie Cl, durch zehn kräftige, abwärts geführte Schüttelschläge poten-ziert. Von dieser zweiten Potenz ein Tropfen zu dem mitC3 bezeich-neten Gläschen gebracht und zehnmal geschüttelt, giebt die dritte Potenz,und so wird das Potenzieren durch sämtliche Gläschen fortgesetzt,
1 ) Es sei gleich hier bemerkt, dass Potenzen niemals filtriert werden dürfen.
2 ) Hahnemann wandte aniänglich nur zwei Schiittelschläge an. Im 3. Bandeder Chr. Kr., Vorwort, p. X, giebt er 10 Schüttelschläge als Norm an und nimmtdas, was er früher darüber geschrieben, zurück.