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LakmuS.lat.in«»»«».
Leim.
wolle, die mit Fernambuk und Cochenille gefärbt ist, bestehen; doch sind die meisten Sorten aus einer Mischungvon Thonerde, Kreide und Stärkmehl, welche mit Fer-nambuk und Cochenille gefärbt wird, gemacht. Man hatauch violetten und bezieht diese Farben von Schwer n-furt, Wien, Nürnberg und allen andern Farben-fabriken.
Wird gewöhnlich aus Farbflechten, die man mit Harn gäh-ren läßt, dann Kalk oder Lauge zusetzt, bis sie blau wer-den, sie dann trocknen, hernach wieder mahlen, dann be-feuchten und den erhaltenen Teig wieder gähren und zu-letzt in kleine Vierecke formen und trocknen läßt, bereitet.Ehedem wurde diese Farbe häufig zur Färberei, zumBlauen der Wäsche und der weißen Anstreichfarben ge-braucht, ist aber jetzt durch Berliner- und Neublau, In-digo und Smalte verdrängt. Schöner und guter Lak-mu« muß veilchenblau, zerreiblich und leicht sein, schnellim Wasser zerfallen, beim Kochen keinen Rückstand lassenund keine Feuchtigkeit anziehen. Holland lieferte sonstdiesen Artikel am besten, nun aber kann man ihn ausallen Farbenfabriken und gut von W. Sattler undGademann et Leinp. in Schweinfurt beziehen.
Wird au» thierischen Körpern als Sehnen, Abfällen vonHäuten und Leder, sowie von Knorpeln, Kalbs- undHammelsfüßen, oder auch weichen Knochen durch Aus-kochen mit Wasser bereitet. Der Absud wird durchge-seihet und eingedickt und wenn er beim Erkalten gallert-artig gerinnet, in kastenähnliche Formen gegossen; ehe ernun darinnen erstarrt, schneidet man ihn in längliche Blät-ter oder Scheiben und stellt diese auf einem Netz vonstarken Bindfäden gemacht, zum Trocknen aus. GuterLeim muß rein, bräunlich hellgelb, durchscheinend, voll-kommen trocken, hart, sehr spröde und ohne unangeneh-men Geruch sein; der geringere ist dunkel-, beinaheschwärzlich braun, wenig oder sast gar nicht durchschein-end, Wasser anziehend, feucht, biegsam und von unange-nehmen Geruch. Guter Leim muß, wenn er 3 bis 4Tage im Wasser liegt, stark aufschwellen, aber nachherbeim Trocknen die vorige Gestalt wieder annehmen; alterist besser als neuer Leim. Der Leim erfordert ein trockenes Lager, damit er nicht fencht »nd biegsam werde.Die eben beschriebene Sorte Leim bezieht man vonNördlingen, Nürnberg, Heilbron» a. N,Crailsheim, Reutlingen, Cölu a. Rh., Re-gensburg, Salzburg, Augsburg u, s, w. Außerden hier genannten verdienen noch einige Gattungen Leimerwähnt zu werden: Handschnhleim aus Abfällen
Zum Färben des Papiersund unter Anstreichfarbengebraucht man ihn noch ammeisten. Zu Wein, Essigund Liqueuren taugt er sei-nes eigenen Nebengeschmackswegen nicht viel.
Man gebraucht ihn vorzüglichin den Werkstellen der Tisch-ler und in den Papier-Ma-nufakturen.