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Droguerie-, Spezerei- und Farb-Waaren-Lexikon, oder vollstandige und genaueste Anleitung, die officinellen Benennungen der Droguerie-Waaren, welche auf den Preis-Couranten gewöhnlich abbrevirt sind, in den ganzen Worten richtig deutsch und lateinisch verstehen zu können
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DeutscheBenennungen.

Vorkomme», Dereitung, Eigenschaften.

Anwendung.

und billig. Das ganz reine kommt unter dem Namenchroin saures Blei vor.

Chromgrün. Ein dunkelgrünes, bei jedesmaligem Erhitzen bräunlich wer- Man gebraucht es als Schmelz-deudes Pulver; mit Wasser verbunden ist es blaulich- sarbe auf Porzellan, Glasgrün, wird durch Glühen aber wieder dunkelgrün. Es ist u s. w.

Chromorvd. Mit weißen Erden vermischt bringt manes auch als Chromgrün in Lack in den Handel, diesesGrün ist aber bedeutend billiger als das reine Chromgrün.

Chromroth. Eine ziegel- oder zinnoberrothe Farbe; es wird durch Zer- <setzung von salpetersaurem Qnecksilberorydul mit chrom-saurem Kali erhalten. Herr Georg Hoffmann inSchweinfurt liefert solches sehr hübsch nnd billig. Einanderes schönes und billigeres Chromroth ist basisch-chromsaures Bleioryd, nnd wird durch Koche» des Chrom-gelbs mit Bleiorpd erhalten.

Citronen. Sind die Früchte des gemeinen Citronenbaums, der Ursprung- llich aus Medien stammt, jetzt aber in alle» Südländerngepflanzt wird. Man hat mehrere Spielarten, die vor-züglichsten sind:s) Die Citronate, welche sehr sest und süß ist.l>) Die Perrete, welche birnförmig, blaßgelb, süß ist und

roh genossen werden kann,c) Die Lumie; ist in Farbe und Gestalt den Pomeranze» >ähnlich und bitter; eine Abart davon ist der Adams-apfel oder Paradiesapfel,ä) Die Linie; ist kngelförmig, kleiner als die vorige, hell-gelb und hat oben eine kleine Warze,e) Die Ponzime; welche dick, rund, vorn verlängert nnd

zugespitzt nnd von gewürzhaftcm Geschmack ist.k) Die Bergamotteitrone; ist rund, birnförmig (derBergamottbirne ähnlich; daher der Name), bitter undgewürzhast. Ihre Schale gibt das Bergamottöl.x) Das Limönchen; ist klein, hat wenig Fleisch, aber vielsauern grüngelben Saft. Die Früchte, welche zu weite»Versendungen bestimmt find, nimmt man vor der Reift!von den Bäumen, sie dürfen nicht gedrückt werden, trocknetsie an der Luft und verpackt sie; die verdorbenen steckendie gesunden schnell an; man versendet sie in Sägspänen,'Fließpapier und auch in Kochsalz mehreutheils in Kisten.'Die znr Winterzeit nach Pole» nnd Rußland ver-schickt werdenden, kommen in mit Baumwolle ausgefüllteFässer. Um ihr Verderben zu verhüten, muß man sie!vor Wärme und vor dem Zutritt der Luft bewahren, sie^an kühle Orte bringen und mit Salz oder Asche, oder,trockenen Sand umgeben, und darauf sehen, daß keineCitrone die andere berühre. Gute Citronen müssen dünn-?

Ä wird ebenfalls als Schmelz-farbe auf Porzellan benützt.

Man ben»tzt die Citronen inder Küche, die Schalen alsGewürz, den Saft unterBraten, Suppen, zu Limonade und Punsch. Aus denBergamottschalen macht manin Genua u. Marseillewohlriechende Dose», ausden Schalen aller zu diesemGeschlechtegehörigen Früchtewohlriechendes Oel, zumTheil auch aus den Blüthenund Stengeln. Da derCitronensaft bei Versendun-gen zur See und in war-mer Jahreszeit durch Währ-ung dem Verderben unter-worfen ist, so wird selbigerjetzt meistentheils im kry-stallisirten Zustand verschickt.