Achtes Bucv.
und glafurtes Gefäß , oder einen küpffernen KesselVjd 7—
innwendig mit Zinn überzogen / giesse gemeines Was-- l"Lru53 I ÄrtZr!, TlN(Mr ^>eS
ser darüber / so viel nöthig / und schirre Feuer unter den tVeinjiel'lpGaikeS.
Kessel oder das Gefäß / so daß es ungefehr eins Viertel-- .
Stund aneinander sieden könne / rühre es zuweilen mit . Nimm ein halb Pfund des wolgereinigten Wein»einem Stecken herum / und nachdem du die dvlurion des stem-Saltzes /und setze es in einem Tiegel über g ühcndeWeinsteins abgeschäumet hast / so seihe es also warm Kohlen/haltees 2. Stund lang in staicken Feuer/ unddurch einen tüchencn Sack / der unten spitziggemacht ist; rühre es mit einen eisernen Spatel unaufhöi licb um/ da-lasse das jenige/ was durch den Sackgeseihec worden / er- um man verhindere / daß es sich nicht in dem Tiegel an-kalten/und c^lizliitiren: wann nun alles kalt worden/ lege oder zerschmeiße: und wann du iehen wirst/daß es anso thue dem Oemorem . welcher obm auf schwimmen der Färb blau-grunl-cht worden / so mache es in einemwird/ hinweg/ und hebe ihn auf/ darnach gieß das Was- warmen Mörßner zu einem Pulver / und thue solches tUsofer/durch die Neigung/davon ab/ und wasche dieCry- warm in eine Phiolen/und gieß allgemach guten Brand,fallen/welche sich ausdem Boden gesetzet/und an dieSei-- wein darüber / so daß er 4. Finger über dieMaterie gehe/ten des Kessels/angelegt haben/auch sehr dünn in dieser vermache das Gefäß hernach wol/setze es in den warmenersten Lr^ttalüsacion seyn werden; solche aber noch schö-- Sand/und gieb das Feuer so lang/biß du in dem Maßner und feiner zu machen/löse felbigevon neuen in einem den Brandwein aufsieden siehest; in diesem Stand halteBeck mit Wasser auf/ indem du solche auf einem Feuer es 24. Stund/ in welcher Zeit der Brandwein eine hoch-ein wenig aufsieden lassest; wann sie nun wol aufgelöset rothe Tmctur bekommen wird: diese ausgezogene Tm-sind/so thue das Becken gemach vom Feuer/lasse es erkal- ciur giesse alsdann in eine Flaschen / und schürte wu derten/ wann dieses geschehen/scheide die Crvstallen und dem frischen Brandwein auf das zmuckbliebene Weinstein«Oemorem von dem Wasser. Die sürnehmsten Tu- Saltz/cj-Zerire es von neuen 24. Stunde / in dem war,genden des Lremaris 'I'arrsrl oder desselben Crystallen men Sand/ wie zuvor/ und widerhoh e dieses so lang bißseynd / diegroben Feuchtigkeiten zu zertheilen / welche die sich der Brandwein nicht mehr färben will : die ausgezo-Verstopffungen in dem untern Leib / als der Gekröß- Hene Tinctnren thue zusammen / 6icrire sie / und ziekeDrüßlein / Leber und des Miltzes verursachen. Man zie- über einen gläsernen Helm / zwey Drittel Theil / oder einhet auch insgemein ihren Gebrauch denen andern purgie- wenig mehr davon ab / fo wird die Weinstein-Tmcucrenden Artzney-Mitteln vor/dann siczcitigen und berei- aufdem Boden des Kolbens liegen verbleiben/welche duten die Materien / daß sie desto l ichrer ausgeführet wer- ''' einem wolvermachten Glaß aufheben sollest. Dieseden: Die voks ist ein halb Quintl biß aufzwey. Tinctur hat grosse Tugenden das Geblüt zu reinigen/
dahero es in dem Schar bock undWasscl fucht sehr gut ist/
8^1 Lc Oleurn , das stre)VeiM ^gleichen in denen innerlichen Verstopffunge/absonder,
^ ^ Nieren und Blasen : Die volis ist -0. biß zo.
s rem / Und dejjewen Tropften: man muß aber den Gebrauch derselben etliche
<^el. Zeit fortsetzen/ und damit anhalten.
Nimm Weinstein so viel beliebet / lege solchen in ei, ÄrtÄtUL VItriolÄtus, VitriHljcternen offenen Dopff/und setze ihn in emenDöpffers-Ofen/damit er durch dessen starcke Hitz cslciniret werde; lasse
es darnach erkalten / und thue es in eine Schüssel / giesse ^ ^
warmes Wasser 6^ Fing» drei! dder die Malerie rei- °°°'>° V °
als BrMmn-Wasscr s«»/ihm solches in einegrosseuni»
^sser/?tt^ttÄse'^ weiß darüber/biß daß es keine Aufwallung mehr mache:
^ ? n.v, Dieses miteinander vermischet / thue in eine erdene
alsdann alle« «chlj ie / und
laffe all- F-n»ngk-i!-n/ biß das Schnee weiss- Sals veibli?ÄmußmÄ wÄÄ-n-Was!
ablöschen/und mit dem andern in der Schalen vermiß
ses soll du in einem wolvermachtcn Gelchirr aufheben / seks nnsden ^iand-s>sei« / und lasse
dann sonsten wurde es sich/ durch die Anz.ehung der feuch- Fe^ti^ettmabdämv^
welck^?män"une^ Wckckein-Ä übrigverbleibs/wclchesman in einem glasernettmmZÄem^
««n machen/ md dereiien wA/ s° Ihn. des Saltze« einen ^ « pnr.
^ un? den^EeUe?^ oder mit dem Purgier.Mitteln/e6 eröffnet auch alle Ver,
i??.i !n -.n-n s stopffungen des Leibes / dahero man es wider die Masser-
feucht.s O> t/ sucht/ und viertägige Fieber gebrauchen kan / seine volis
<^ul)rL5n auf?cseN / caö^?einstein ^^a>tz / gl^ichnie in einer warmen ^rübe m nebmen
alle andere fixe oder Alkalische Saltze der Vegetabilien / ^ emer warmen ^)ruye zu neymen.
Urin- und Schweiß-treibend; es wird derowegen mit
sonderlichen wider die Wasserecht / und Ver- V lNI ^.ZMPNOl^US,
stopffungen der Nieren gebrauchet: die l)'i?» davon ist fenSmndwel'N.io.bißzo.4O. Gran. DesOelskanmansich/anstatt
des Saltzes bedienen ^ weiln e>- nichts anders ist / als em Nimm ein halb Pfund wol reÄik -irten Brand,
durch die Feuchtigkeit des LufftsaufMösteeSaltz: allein wein/Kamvfferi.Qumtl/Saffran ,.Scrupel. Mache
seine voKs ist etwas mehrers. den Kampffer und Saffran zu Pulver / und giesse den
*N z Weis,