y6 Des klugen und Rechts - verständigen Haus - VatterS
^ntimvnil öc (ÜMNÄl)Äl'is, darüoer/setze diePhiole darnach m den warmen Sand/so
25utter oder MyWDe! des^vlekala^ lang/biß daß das Wißmuthgantz aufgelöset sey / welches
K6/ samtdessc'^.ttna^ ungefehr IN einer halben Stund geschehen wird; das auf-
?v?imm Bf-,nd vier!^ ^ k < gelöste gieß al^o WM min eine erdene Schüssel davon ab/in
N?mm i. Pfund Zukiimsn.^niache es zu welcher ungefehr 8. oder io. Pfund Brunnenwasser seyn
Pulver / und vermische dasselbe mit so viel (Spießglases/ solle: so wirft du sehen / daß dieses abgegossene aufgelöste
thue sie mimnander -n eine Porten / und setze dieselbe in von dem Wißmuth mir dem Wasser vem? ifchet/ eine Ge-
das^and Feuer / auch lege der gedachten ^ero^en einen sialt/ gleich einer Milch an sich nehmen / nach und nach
g.aje» neiik.ecipieQlen vor. Gib Anfangsgelindes Feuer/ hell und klarwerden/ das Wißmuth aber sich in Form
wann du aber e.ne., gumm.chtm oder zähen l.i«,uorem eines weissm Pulvers aufdem Boden der Schü^?^-
heraus gehen siehst/ so fahr mit dem gemäßigten Feuer cipiriren wird. Wann sich nun dieses Pulver auf den
so lang for r ^- dergleichen nich ts mehr heraus gehen will/ Boden niedergesetzet hat / so gicsse das Wasser davon ab;
^ nichrs nuhr her- gieß ein frisches von neuen darüber / und wiederhole diese
ausgehet /köu'- ^ en ^ec>pjenten hinweg / und vermeh- Abwaschung so lange/ biß daß sich das Pulver wohl aus-
re alsdann i.as^eucr noch emmeyrers/ biß die^ecoi ten gestßet befinde / welches du alsdann in dem Schatten
^uend zu werden anhebe/damit man den Zinnober des trocknen/und zum Gebrauch aufbeben sollest: Dieses ist
Spicßglases mdieHohe treibe/ welcher sich in denk.«. ein gutes Hülff-Mittel das Angesicht zuschmmcken/sv es
'i ^ ? alsdann erkalten / zer- mit dem Pomat-Sa blein oder Seeblumen- oder Boh»
buch die^erotten/sammle den^dci^nsinnober/und nen-Blüh- und dergleichen Wasser vermischet wird:
." n ^^ Butter des Cpieß- Man gebrauchet es auch Wider die Kratze und allederglei--
'w-lch-sich«,d-rH-u-«iÄ»
MW . SaIp°t-r-G-ist.
ein gutes sauer veizehi endes/auflösendes und Schme» tzen ^ Weilen die zwey letzt - gedachte kvle6icsmönt ohne
lmdermes .Mtel/er m auch den Nerven und derselben diesen dipiriru nichl können bereitet werden / als wollen
Einwohnern cen Seelen-Geister sehr angenehm / da-- wir selbigen zu machen lehren / ehe wir weiters schreiten:
her icloiger m c er ,NcM/Schwindel/Husten/ fchwehren ^imm alfozwey Pfund des gereinigten und geläuterten
^ ^NI^ustigkeit / und podagrischen Salpeters/ und 8. Pfund des gemeinen vnl> , ode. des
angewandt werden; fei- gebiennten Leimen-Pulvers aus Zi.rbrochenen ^.öpssm
ne l)olis ift8.b!., i s.(^ran. und Scherben gemacht / mifche es untereinander/ t!,ue
^ ^ 5^ «.erorren/ deren ein dritterTheil leer
uicum ivZinerÄle ,^?l!Nera- verbleiben soll/und setze jolche aufeineHafen-Stü'tz^n/
tt^cher Sezsar. welche mit Sand angefüllet/und an statrd!"-Sand Ca-
pell in den Ofen gesetzet ist / welcher oben mit einem be-Nimm4.Loth von demEyß Oel des Spießglases/ ^emen hohl-runden Deckel soll zugeschlossen werden/welches wir erst zu machen gelehret haben/ tdue es in eine nachdem diek.erorten eingesetzet worden / lege vor dieseziemlich weite Phiole/ schütte Tropfen-weis 8 Loth des "nen grossen«.ecipicnten: Wann nun dieFugen wohlguten 5pirirus dlirri darüber / hüte dich für den, Dampff/ veriuriret sind / so giebe Anfangs ein gelindes Feuer / undder heraus gehen wird / weiter sehr schädlich ist : Wann vermehre dasselbe nach und nach / hiß zu seinem höchstendumm den5piricum allen daraufgeschüttet hast/ mid die ^"ad. Erstiich wird das l>d!eZms oder Wasser / undAuflösung geschehen ist / so schütte es miteinander in einen Ant, der Spiritus gantz Feuer-roth erscheinen. DieOe-kleinen Kolben/und cjestUIire es im Sand-Feuer biß zur wird gemeiniglich innerhalb 2c?. Stunden ver-trockne :Ausdasjenige/ was aufdem Boden verbleiben / welche/ wann sie geendiget ist/ so lasse die Gefäßewird/schütte wiederum so viel als zuvor/ von dem5virj. erkalten / offne darnach den kcipienten / und hebe denru tticri/ dieser wird nicht mehr solche Würckung wie zu- in einem starcken Glas auf. Dieser 5pirirus istvor thun / lasse es nichts destoweniqer / biß die Materie übrigen ein sehr gutes Hülff-Mittel wider das Grim-wieder trocken sey / vermittels der OekMgrior,, ausrau- An oder Reisten in dem Leib / und wider alle inwendigechen: schütte 5?irirum l<irrj von neuen das drittemal ^erstopffungen des Leibes/wider alle ssieber/auch widerdarüber / und lasse es wie zuvor ausrauchen. Was sich ?>e Pest seibsten. Seine vo^sist von 6. biß 20. Tropffennach diesem in dem Kolben befinden wird/ das wird weiß/ 'N einem bequemen lUq uore zu gebrauchen.
ttocken und zerreiblich feyn. Diefes mache zu einem Pul- , ^ .
ver / und hebe es fleißig auf Dieses Pulver ist gut wider prunellT, PMNellewSaly.
alles Gistt zu gebrauchen/ dann es treibet denselben /ver- .
mittels eines Schweißes / von dem Grund aus. Man ^ ^ ^^ind des wohl-gereinigten Salpeters in
gebrauchet es auch in pestilenzialischen Fiebern und allen 5^^ auten Feuer-beständigen Schmeltz -- Tiegel zerfl'.es-andern Kranckheiten/in welchen ein Schweiß erfordert 'en^wann es nunzerfchmoltzen und wohl flüßig gemacht
wird / mgleichen ist es nützlich zu gebrauchen in denen worden / so wirff allgemach 2. Loth Schwefel-Blumen
Kranckheiten / welche von einer scharffen und starcken ^)«nber / und wann sie werden ausgerauchet seyn / so
Saure entstehen / als da sind Franzosensucht/ Kratze und '^ntte den Salpeter in ein sauber Becken / thue ihn platt
dergleichen. Die voils ist von fünff biß zwantzia Gran auseinander breiten / und hebe solchen also getrocknet in
. . ^ ' einem wohl verwahrten Gefäß zum Gebrauch auf. Die-
^laZUteriuM ^'lkcin machtiges und bewahrtes Hülff-Mittel /Wider
rium aus dem " die faulen und pestilenzischen Fieber: Seine vossz istvon
^ ^ ^^wn biß zu emem qu. in gesottenem Gersten-Wasser/
4 ^oth W,ßmuth/macheeszu Pulver/thue oder m emem andern dergleichen tauglichen Safft einzu-
esinemePhiole/undgieß i2.LothvongutenLpiriru5wj nehmen.
" ' ^ _ ' Lxiri.