Achtes Buch. 87
-.qu.Süßholtz LxrrsH/.qv.I^HisSuIpkur.Saffrati/ nenKem/ Kürbis-Kern z. qu. des weissen Oelmagen-
eines jeden 2. Scrupel/ przepsrirre MenschemHirnscha- Saamens/unds.Lorhvon Penid-Zucker. Dlesc8?e ie«
!en/ weissen Oelmagen-Saamen / emes jeden 1. Scru» werden in der Husten/Heiserkeit / Schwindsucht und an«
pel/mache und vermenge es zu einem subtilen Pulver/wel- dern Kranckheiten / so von einer warmen und ttuckemn
ches in dem Husten / absonderlich weiche die kleine Kinder Ursach entstehen / gebraucht,
plaget / mit gutem LffeS kan gebraucher werden. 8pecie8 Oisireos werden aus 1. Loch von Violwur;
SpeciesOiscrsAZc^nrk.trißici. bestehen aus folgen- 2. qu. von vorhergehenden !>pc ied. frigicl.
den: nemlich 4.Loth des weiffen Gummi Tragants / drit- und eben so viel weissen Zucker Candi / zmammen gesetzet/
halb Loch des Arabischen Gummi/2. qu. des gepulverten welche gleich den vorigen in gesaltzenen Flüssen nützlich
Sußenholtzes und eben so viel von den 4. grossen kalten sind.
Saamen/als Citrullen Kern / Cucumern-Kern / Melo,
Das VI. Zapitel.
Lehret unttrsZiedliAe Oel zu maDen.
VI-un. äc L-xparidu- . Tappern-
clettiüirt/welchewir nach und nach beleben v^ei.
werden / und zwar erstlich die gekochten/ Nimm Rinden von Cappern-WurH 2. Loth / Rm-
unm welchen gleich Anfangs sich befindet, den von Tamarisken - Wurtz Tamarisken Blumen/
, . ^8""scsKus-Saamen/Steinsahren/wilden Gulgan/
Oleum ,)VermUty^Vel. eines jeden 2. qu-Rauten I.qu. nachdem dii.'>es;eist 'sen/
und mit Essig angefeuchtet / koche es m c i.Psuiu Oel/
Nimm des gemeinen Oels/ welches aus Oliven ge- biß die überflüßige Feuchtigkeit davon / alsdann eige uni)
preßt wird / z. Psund / Gipffel von frischen Wermuth/ presse es aus. Dieses Oei ist lehr nutzlich in den Versiopf-
so zerflossen worden /1. Pfund / vermenge und lasse es z. fungen des Miltzes / und desselben harten Geschwülsten.Tag beysammen an einem warmen Ort stehen / hernach
koche es so lang/biß es ausglüenden Kohlen nimmer spraz» OiLUM ue Laliorev, Vlbergeyl^ret oder rauschet/hernach seige und hebe es zum Gebrauch
aus. D-eses Oel äusserlich gebraucht/und den Leib damit . ^ ^ ^ .
eingeschmieret /starcket den Magen / zertheilet die einge- Nimm Bibergeyl/ La-amir. (Zzlbzn,.
ichlosseneWinde/und tödtet die Wurme. rupkorku.c.^l Znese. Saffran/ Opoponzc. Cu-
Stabwurtz Oel / (^leum ^drorani. Oleum /^ne. beben / Römischen Spick/ Lott!. eines jeden 2. Quintl
rki, Dillen-Oel / O^cum ckam-cmsii. Chamillen-Oel/ wilden Galgan / Kamel-Stroh / langen Pfeffer / schwar-
Oleum I.i!it)rum slbar. weiß Lilien-Oel / Olcum Xlen. zen Pfeffer / Sebenbaum / Bertram / eines jeden drict-
rk», Kr^ßemüntz-Oei/ Oleum ^/mpkeze. Seeblu- halb qu. Oel z. Pfund. Dieses alles lolle vermengt und in
wen-Oel/^leum^ur«. Rauten Oei/und^)Ieum vio. einem geschlossenen Gesäß eine Zeit lang im Sandte.
. Violen-Oel/ werden alle gleich dem vorherge- rut / und dann hernach gesiegen werden. Dieses Oel ist
bendenWermuth -Oel bereitet/und so lang gekochet, biß nutzlich in der Fraiß / Gichtern / Lahmung/ zitternden
sie in gleichen / so man sie auf glüende Kohlen schüttet/ Gliedern / und anderen Kranckheiten / so von verstopffcen
oder wirfft / kein Gespratzel oder Geräusch erwecken. Nerven entstehen / wann man mit selbigen das Ruckgrad
eilischmieret.
OI-UM än-A« . Gauchh-S OI-UM Om.colocxnMäo-. Oel
vonColoqumten.
Wird gleich den vorigen bereitet/man kan es auch/ ^ ^ »
inqleichen alle hervorgehende / auf folgende Art machen: Nimm Wer muel/ ,Xauten-Oel/ einesiedm
Man nimmt z. Pfund Oel und 2. Pfund Gauchheil. 2, Loth / Ochsen-Gall / SchasGall/emes/eden i.Loch/
Kraut / oder ein anders von erst besagten Kräutern / ver- Marck von Coloqmmen/ jchwartze N.eMurtz emes jeden
mengt es miteinander/und läßt es an einem warmen Ort/ ^>. koche es miteinander / biß die Feuchtigkeit davon/
wohl vermacht/einen oder zween Tag stehen / hernach sei- und hernach leige es. Die es Oel an denuiuern^eib ge-
get und drucketman es starckaus; zu dem ausgepreßten schmieret/todter die Wurme/ und eröffnet den verstopst-
Oel schüttet man wieder frisch zerstossenes und zerschnit- len Leib.
tenes Kraut/und zwar wir vorhero 1. Pfund / nachdem Olcum Lvc^oniorum , C^UltteN^
es wieder einige Tage gestanden / wird das Seigen und ^ >
Auspressen zum andemmal vorgenommen/und solches/ ^
nachdem abermal frisches Kraut darzu kommen / auch Nimm der Quitten / so noch nicht zeitig z Pfund/
zum drittenmal. Endlich läßt man das ausgepreßte Oel stosse selbige / und vermenge sie mit z. Psund Oel / lasse
ein wenig stehen / dainit / wann Unreinigkeiten vorhan- alsdann in einem warmen Ort stehen / hernach koche cs/
den / selbige zu Boden fallen / und durch Ümneigung des biß die wasserige Feuchtigkeit hinweg / und presse es als-
Gefaßes können abgesondert werden. Das Gauchheil- dann und feige es; wann man das Oel krafftiger verlan,
Oel wird in unterschiedlichen Schmertzen / so bey Km- get/ kan man wieder frische Quitten darzu thun/und daS
dern entweder von Winden/ oder gallichten und zähen kochen / auspressen und feigen wiederholen. Deses Oel
Safften in untem Leib erreget werden / sehr gerühmet / es äusserlich gebrauchet / stillet das Erbrechen / Du? chlauff
mag gleich mit demClystiren vermenget/ oder äusserlich und Ruhr / indem es den gleichsam lucken Magen und die
spplicirt werden. lucken Gedärme zu'.ammenpehet.
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