Achtes Buch. 47
Wasser / Chamillen-Wasser / Citronen-Schalen-Was- Nimm krauße Müntz/ Stabwurtz/ Channllen, D'll / ei-ser/ eines leden^.Lotb/Agtstein i.qv.lmätur. nes jeden ein Hand voll/CalnmS-.Loth/Galgan 1.Loch/^noci/n. 40. Tropffen/Zimmet Syrup 1 Loth/ vermen- Aniß / Kümmel eines /eden 2. qu. Nagelein l. Scrupel/ge es/ und gib dem Patienten alle Stund z. oder 4. Löffel Muscaten-Blühe ein halb qu. Lorbeer ein Loth / zerscbnei«davon / oixr man kan sich auf gleiche Weis folgender de alles/und faß es in ein Sacklein.Man bey der Kranck»öjixrur bedienen.NimmZimmet Wasser/kraußeMüntz- heit keine sonderliche Hitz ist / kan man starcken Wemwasser einesjeden Z Loth/Biebergeyl-Lilens i.qv.5puir. trincken/ widrigen Falls kan man sich folgsnoenTranck8al. ein halb qu. Zimmet-Syrup i.Loth. Ab- bereiten lassen: Nimm LNins oder!>»rlitpuri!t - Wurtzsonderlich kan man auch gebrauchen das DscvKum von 2.Loth / koche es in Wasser / als es gekocht und nochRömischen Lhanullen / von welchem öffrers des Tags der warm / thue zu einer Maas desselben frische Citronen-Patient kan trincken. An statt dieser gemeldten Arzneyen Schalen / Zimmet eines jeden 2.qu. So Gisst oderkan man das Kümmel-oder Agtstein Oel nehmen. Aeuf- Wurme das Hertzweh entstehend machen/ kan mange-serlich kan man den untern Leib mit Wermuth- oder Mu- brauchen / was in vorhergehenden Capitel von die,en ge-jcaten-Oel bestreichen ; oder man kan folgendes Sack- meldet worden,lein in Wein kochen / und warm über den Magen legen:
Das XX. Kapitel.
DurWauss.
Innhalt: . §- Z - Der Durchlauffist nicht allezeit für eine Kranck,
heit zu halten / hat auch deßwegen keine Hülsss - Mittel
H. i. In was er bestehet. 5. 2. Was jolchen verursache,. § z. vonnöthen/ dann unterweilen trachtet die Nacu sich selb-
MW' -urmchn» und d.- übechüßig-
aber dieses >cye/ kan man erkennen/ wann bey dem Durch-
§. 1. lauff kein Fieber und keine Schwachheit sich emfindet / ee
sich auch innerhalb sieben Tagen endiget und keine Grim-
Urchlauff/ 0,'srrkTZ , ist/ wann der Leib men erreget- Wann aber grcsse Schwachheiten/Fieber/
zum öffrern und häuffig / doch meistens Grimmen und dergleichen 5xm?rem2rs ;u demDu'ch-
wasserich/ und ohne Verletzung der Ge- lauffkommen muß man den ejbigeng.'eichbaldenzust'llcn
darme ausgeleeret wird/wobey sich gemei- suchen. Absonderlich aber ist er gefährlich / wann viele zu
niglich einiges Grimmen mit einfindet. gleicher Zeit an dens elben da' nieder liegen / und die Ma-
/-2. Die Ursach dieses Ausses ist / wann terie so ausgeworffen wird / scbwartz ist. Wann der
die Gedärme odervielmehr derselbenDrußlem und spann- Ducchla«ffS>bwangere angreiffet/ so werden sie gemei-
aderichte Fasern von scharffen Säfften zur steten Zusam- niglich mißgebäi en.
menziehung angereihet werden / dadurch nicht allein das- §. 4. Weilen der Durchlauff von scharffen sauren/enige ausgeleeret wird / was bereits in den Gedärmen Feuchtigkeiten entstehet / muß in der Cur absonderlichentkalken ist.^sonderneswird auch durch die kleine Druß- dahin gesehen werden / wie selbige mögen corrgirt undlein der Gedärmen/wie auch durch den Gang der Krös- beyseils gethan werden / sie kommen gleich von der GaltDruße / die darinn von dem Geblüt zu unterschiedlichen oder von andern Säfften; doch wann der Magen demNlchen abgesonderte Feuchtigkeit ausgedrucket / welche Übel Ursach gibt/welches erkannt wird, wann ein Eckel/d'M walstrich machet/ und indem die scharffen Feuch- verlohrner Xppecir und Aufstossen sich bey dem Durch,tiakeiten die Gedärme zur Zusam-nenziehung anreihen/ lausseinfindet / kan man zuerst ein Erbrechen erwecken/verursachen sie nicht allcin einigen ^chmertzen / sondern oder so es der Patient nicht vertragen kan / mit folgendensie ziehen auch die angehefftete Tbeile an sich / wodurch den Leib pu^i'ren: Nimm Rhabarbar ein qu. prsepsri»das Grimmen entstehet. Die lcharffe und saure Feuchtig- tes Hirschhorn ein Scrupel / Muscaten-Nuß einen hal-te,ten oder Saffre kommen in die Gedärme entweder aus ben Scrupel/Muscaten-Oel ^-Tropffen / mach alles zudem Magen / wann solcher die Speisen nicht verdäuet/ Pulver / und vermenge es. Nach diesen / oder so der Ma?oder sie werden mir der Gall / ingleichen mit dem Saffc/ gen nicht Ursach gibt/ gleich Anfangs kan man zu solchenso >n denDrüßlein der Gedärme und der Krös-Drüße Mittelnschreiten/welche/wiegemeldet/diesaureFeuch-abgesoiidert wird/dah in gef'chret/die Galle aber und an- tigkeiten angreiffen / dergleichen folgende feynd : Nimmdere Saff«, so in die Gedärme fliessen überkommen die Münze-Wasser 8- Loth / Zimmet-Wasser mit Quitten-schal ffen Feuchtigkeiten von dem Geblüt/ inwelchemsie Safft gemacht 4. Loth/ Le^osr'I'illÄul' i.qv. 1in6iur.auf unterschiedliche Weise gesammlet werden: Dann un- ?c».Tropffen / gegrabenes Einhorn / pr-epan»terweilen ist der Luffl Ursach/ welcher/indem er sehr warm tes Hirschhorn eines jeden ein halb qu. Zimmet Syrup 1.und hitzig ist/ das Geblüt starck beweget / dardurch die Loth/vermengeund gebrauche es auf dreymal. Als dielubrilen Feuchtigkeiten durch die Schweißlöcher ausge- kxcfcmenra schwartz sind / kan man folgendes gleichfallstrieben werden / worauf die scharffen empor können kom- aufdreymal gebrauchen: Nimm Klapper-Rosen - Was--men ; Weilen die Galt und andere Saffte täglich von ser/ Müntze-Wasser eines jeden 6-Loth / prsepsnrte Cry-dem Geblüt in die Gedärme abgesondert werden / so ge- stallen 1. qu. gegrabenes Einhorn / prxpsrirtes Hirsch-hen zugleich die scharffen Feuchtigkeiten dahinab; zu der Horn eines jeden ein halb qu.^inÄur^noä^n. zo. Tropf-Sammlung der scharffen Feuchtigkeiten in dem Geblüt fen. Als viel am Durchlauff zu gleicher Zeit darnieder be-tragen auch die Speisen und derTranck das Ihrige mit gen/kan man folgendes Pulver aufs, oder 6 malgebrau--bey/absonderlich sosiescharff sind / und leicht sauer wer- wen/nemlichfrüh/Mittagund Nachts: Nimm gegra-ben / als da sind Pfersich / Melonen / Cucumern / Pflau- benes Einhorn / pr-eparirtes Hirschhorn eines jeden 1.men / und anders / ingleichen Most und Bier / welches qu. 8sl.vol2ril.Lorn.cerv. n.Gran/himmlischen T'ke.trüb und voll Hefen ist. rise einen halben Scrupel. Oder nimm Le-osr TmÄur
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