Erste Abhandlung
Von den Theilen des menschlichen Leibes.
Eilen die Gesundheit ein solcher Schatz/ohne dessen Besitzung alles andere nicht zu gmichm/alSsoll der günstige Hauö Vatter mitkurzen gelehret werden / wie er nicht allein die gegenwärtigeGesundheit erhalten/sondernauch dieverlohrne wieder erlangen möge; so chcSadcrumsvMldesto leichter zu fassen/ wird eö nöthig seyn die Theile des menschlichen Leides samt deren Nutzen mwsem ersten Buch Mit wenigen zu erzchlen.
l.
Von des Leibcö Abtheilung und dessen allgemeinen Bedeckungen.
Innhalt. dem Rippen-Fell umschlossen/und von dem Unter-Leib
§.l. Die drey Bäuche des menschlichen Leibes. s. Die äusserli' durch das Iwe ^-^ll unterschieden ist/ wild von ausien
cheAdchcilunq des untcrt'auchs. § z.D»Brust. §.4 Des in die Vorder-TheU/Selten und Rucken getheiler.
Havpts. §.5. Das Ober,H<5ukieni. §.6. DieHaur. § 7. §.4. Das Haupt des Menschen wird in den haarigen
Derselben Substanz. L 3. Die Feiste. §. 9. Das Fleisch-Heii. ^ glatten Theil abgetheilet: Der haarige begreifst in sich
b« l. Vorhaupt (Lincipuc) welches fichvon der Stirn biß
Er Leib des Menschen an die Kranz-Naat erstreckt/und Hinterhaupt (Occi pur)
wird in dieBauche(vsn- dem ersten Halß-Würbel sich endet: Zwischen dem Vor-
rres) und Gliedmaßen Haupt und Hinterhaupt ist der Würbel(verrex) und auf
( ) abgetheilet. denSetten zwifche denOhren und Augen befinden sich die
Durch dieBauche werde Schlaffe (lempors.) Der glatteTheil des Haupts/oder
allhier verstanden grosse das Angesicht wird begriffen durch d-eStirn/Augen/Na-
Hölen des Leibes/ in wel- fen/Mund undOhren. Die Gliedmaßen feynd theils obe-
chem untezfchiedlicheEin- re/ nemlich die Armen / theils untere / nemlich die Füsse,
geweide verborgen liegen: §. s. Der allgemeinen Leibs - Bedeckungen werden
Solcher Bäuche sind z. vier gezehlet/nemlich das OberhautleiivHaut/ Feiste und
der Unte:bauch/dieB:ust Fleischfell. Das Oberhautlein (Euricuis) welches das al-
und das Haupt. JmUn- lerdünneste des ganzen Leibes von aussen zu sehen ist/ nimt
lerbauch lieget die Leber/Magen samt den Gedärmen und seinen Ursprung von der äusserstenHülsen des Eyer-förmi-
andere Theile/ so zur Ernährung des Leibes erfordert wer- gen Weiber-Saamens/und ist solches mit der untergeleg-
den/ ingleichen die Gebährmutter und übrigeTheile / wel- ten Haut sehr fest vereiniget/doch kan man sslches von der-
che zu des menschlichen Geschlechts Fortpflanzung nöthig selben gar leichterkennen/so man sich mit siedendem Was-
seyn; In der Brust das Hertz und dieLung/ welches die ser brennet/da es in Blattern auffahret;Dieses Häutlein/
Theile/ so zur Erhaltung des Lebens das meiste beytragen» welches an denen Fußsohlen dick / in den Handballen aber
Im Haupt das Hirn/worinnen die Sinne und die Be- sehr dünn ist/beschirmet nicht alkin die Haut/sondern mäs-
wegungen ihren Ursprung nehmen. sigetauch die Sinnlichkeit des Anrührens / und verküret/
§.2. Der Unterbauch wird von aussen in besondere daß die Haut nicht immerzu fließe/widrigen Falls würde
Platze unterschieden/ und folgender Gestalt abgetheilet, der Mensch allezeit triefen / und dörffre weder er etwas
Der Vordertheil/welcher an die unterste Kröfpeln noch jemand ihn anrühren,de: Rippen grenzet,Heisset dieWeiche (k-lypockonärium) §. 6. Dem Oberhäutlein ist nächstens unterworssenund ist zweyfach / die Rechte und Lincke; der Theil oder die Haut/ (cucis) welche ist ein mcmdranischer ÜberzugReyhen/welcher sich über den Magen/und die benachbar- des nienschlichenLeibs / darzu verordnet / daß sie die unterte Därme erstrecket/wird genennet der Ober-Schmeer- ihr liegende Theile vor allerhand Unfall beschirmen möge/Bauch (kpig-krium) diesem ist am nächsten untenvorf- und einen Werckzeug der Empfindlichkeit abgele-sen der Nabel / auf welchen folget der Unter- Scbmeer- §. 7. Derselben Sukstal,- ist zweyerley / die ausser-Bauch ( tt /poAskrium ;) in dem Buae befindet sich die liche ist weiß und löchericht / und bestehet aus kleinen undReyhen (lnguins,) von hinten wird der Unterbauch/ober- unter sich verwirkten Zweiglein von Nerven/deren ausser-halb die Lenden/ hernach das Creutz/ und unterbalbdas liche Endung kleine spitzige Wartzlein/ von welchen derGefäß genennet. Jnnenwarts wird der Unterbauch mit Haut scharffe Empfindlichkeit kommt/machen; Die in-dem Pergament-Hautlein oder Darm-Fellen umgeben, nerliche aber ist aus dicken fleischernen Zaferlein zusammen5. z. Die Brust/ welche innwendigallenthalben mit gesetzet. Über das hat die Haut unterschiedliche Pulß-
und
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