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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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1215
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Siebendes Buch. 121?

noch nicht recht gewohnt ist/ etwann acht; Jchsage aber/ mag man das Krcfutiem biß auf ein halb Qumrlein

damit die Natur dieses Kraut nicht als ein ^urnmenc einreden. ^ .

annehme/ sondern noch immer für eine Artzney erkenne/so , 2. Die ^ponen5es gebrauchen sich vielmehr deö

könte man dieWoche durch wol mitz. mal zu frieden seyn. gepulverrenKrautlemsm warmen Wasser/oder in ihren

Dock wer lieber denen Kranckheicen vorkomen/als/ pc>k Getranck eingenommen/ und mag solches geschehen von

vulnersram czu/am.remeciium suchen will/der mag es emem Vierrel-Quint pr^lervancio, ooer einem halben

woN täal'ck mitqewisser Masse trmcken. Ich sehe aber Qumt/oder emem gantzen Quint cursncio.dabe»> viel/welche das ^bec-W^sser mehr zur Lust/und z. Kan mansfuglicher brauchen / in 6cKiIIzro.

^ewonbeit/alszu einem Hülffs-Mittel der Gesundheit Nemlich nehme man desKräutlein zu Zij giesse darüber

trmcken/daher gehen sie unbarmhertzig mit der Zucker. F»rnen-Wein / oder nach Belieben ein -jettiliirtes Was-

<?)cbackrcl um. Die etwas höflicher verfahren / neh- ser/als Melden Wasser/oder aber ein ander Wasser/

men <u einen Trunck / etwann einer halben Haselnus so zu dem /Wcct bequemt/ darzu man es gebrauchen will /

aroß Landel Zucker. Wann sie aber dem Rath des alszumScein/ dieä.qug8 trsgorum, ^ecrolelinl, zum

fürtrefflichenHerrnLomekoe folgen möchten/so liess.n Haupt / 0ie ^guas (.erssorum , oder ^sjorsn« ein

sieden Mucker gar davon: weil dessen corrolivische Eigen- Maas/und thue nach Belieben 1. Loth Zimmet darzu/

schafft dem «charssen Geblüt kemen Einhalt/sondern viel- laste es emen oder zween Tag stehen/und äckiliir es her-

mehr Beförderung rbut. Und der Scharbock / wieder nach/ per Lain«um k^-ri^hiß auf eine halbe Maas / da-

welchen das l'kee' - Trmcken sürnehmlich krässtig seyn von mncke man Morgens einen oder Zween Löffel voll,sollce / wird nur dadurch vermehrt. 4- Mag man es auch fugllch gebrauchen in intulio-

§ 6 Die Zeit zum Trmcken/ist bey denen/die es ne. Nemlich/man nehme deS Krautleins Ziö. giesse ob-

w Gesundheit nehmen / frühe Morgens in den nüchtern bemeldre I-iq vores. oder aber Maivasir/das vierte Theil

Magen - für die aber / welche die Nacht mit wachen zu einer Maas darüber / und ttincke davon Morgens-, z.

bringen wollen oder müssen/ die Abend Stunde. Die 4.^össel voll/0a man auch wegen angenehmenGe,chmacks

lnkulwn» welches auch zu mercken-wird ehe nicht heiß ge- darzu em wenig Zucker vermischen wollte / stund es zu

gemacht /als biß man trmcken will-dann so bald es em- Beueben.

mahl erkaltet/und man wollte es wieder aufwärmen: So 5- Da man es zu denen Gi-eder-Kranckhetten/ist die beste Krafft davon verraucht. oder zum Stein / wie auch zur Beförderung der l).g«-§ 7 <^> indessen diese MeoloZiz so viel Liebha- gettion. oder <-.kl!vli5 wollte / so konnte man Weinsteinder m kurtzer Zeit gefunden / und daß es zu unserer Zeit/ in einem sch.icklichen oder nurBrunnen-Wasser/ so vielda alle Gottlosigkeiten im vollen Schwang gehen/ wenig man kan / zergehen lassen / und solches vom^arcaro im-^ckeisten giebt / daß ist dem vielfältigen Nutzen / welcher pr^nirtes Wasser / zur Inwtwn gebrauchen / und hatvon diesem Kraut-Tranck herkommen soll / zuzuschreiben, man zu mercken/ oaß zur Beförderung der Lkilolis, solchWeil es Herr Lonrekoe gar zu Bunt / mit dem über- lntulum. oder auch Ueklüscum am füglichsten/bald inSschwenglichen Krassren dieses Krauts macht / so wollen Essen / oder »n Anfang des Essens gebraucht werde,wir die Mittel-Bahn gehen / und hiehersetzen / was in 6. Da man mehr Belieben zu einer Lonservs hat-Herrn l) lokannis 8ckraxicri h.nterlassenm ^nulcri- te / so >ioj,e man das Krautlein gröblich / zerlasse gutenvr'.5 für ein LonMum an einen fürnehmen Herrn deßwe- Zucker / in einem zugeeignetem Wasser / siede es ein/ b.ßaen gesunden worden. Die Eigen'chafft des Ibec; ist es wie ein Syrup wird / und mische das grobePulver da.die Dünsie zu zertreten: daher das Kraut in allen Zufal- mit / w»e eine Latwerg. Zu solchen kan man nehmen un-ten / welche aus denen Dünsten entstehen mögen / nützlich gefehr so schwehr des Krautlems / so schwehr auch oderzu gebrauchen/es sey prrlervsnäo, der Kranckheit vor> anderthalb mahl so vielZuckers/ und nimmt man davontubeuaen oder curancio, dieselbe/wann sie da ist/wegzu- ein, wie emeklemeWel,cheNuß groß,treiben insonderheit in Flüssen und daher entstehen- 7. Kan mans auch m Morsellen bringen / mitden Haubt- und Brust - Kranckheiten / Augenflüssen/ Zucker in bequemen Wasser zerlassen/ welches den Apo-Schwermut des Haubrs/dem Schwindel/der Engbrü- checkern bekannt. ^ ^ü-gkeit/dem Hertz Klopffen/zc.wie auch im untern Leib/ 8. Konnte zwar davon auch / em Kxrr-Äum mitium schwachen Maaen. ^n denen Gliedern dienet es dem 5piricu Vini. oderanch mit oberzehlten mitdemw.eder derselben Schwachheiten / als . nicht l^rraro impr-Znirten Wasser / gemacht werden: Weilweniaer wird es viel wieder den Stein gerühmet /:c. In- aber in der wlp.ssLuoa solches LxrrsA. das geistige odersonderheit bedient man sichs zur Verhütung der Trun- flüchtige Theil / darinn die beste Krafft bestehet / weg ge-ckenheit/ wann mans vor dem Zechen einnimmt; oder zur rauchet / achte solches nicht rcnhlames sey dann / cVertreibung der Dünste/ welche von Rausch entstehen/ »n solche InlsMrwn per clett^ronum der geistigewann mans nach dem Trmcken/ trincket. Wer auch den Uqvor ausgefangen / und fo gends das garScklaf zu wehren sucht / der lasse sich dieses Kraut em- gelinde mlpukret werde. Mdann man beedes gebrawvfohlen styn. <in Summa man halt darfür / daß es die chen kan / nemlich das Lxcraäum kan man zu PAlenKräfften des Menschen starcke/und die Zufalle fo dem- brauchen/und biß auf 7.8. oder io. Gran schwer Mor-seiben aus böser Luffr/und fonsten entstehen können/ver- gens einnehmen. . ^^

büten:W,ees dann von etlichen dieses Orts lubickiren- .Des I.'guor,5 Vokls,st wie oben vom vek.llato

den Abgesandten Morgens gebraucht wird. erwähnet. Aus diesem kun6-mem erhellet auch / daß

1 Der in india gemeine Gebrauch ist/ daßsiesol- man in veco^wne dieses Krautleins gemachsam verfah-

ches Krautlein in gelinder Warme gedörret/in Wasser ren müsse : damit die beste Krafft nicht weg rauche,sieden / zum Geschmack nur wenig Zucker darzu thun/ Die M zu gebrauchen/da ob^

und also warm einschlörfen / und kan man auf einmahl men/ist des Morgens nuchtern/da die Kraffte desto besser

nehmen des Krautleins/ ein halb Quintlein; des Was- in den Leib durchdringen können/und zwar daß täglich so^

sers / fovielmanauf einmahl trincken will; Zuckers nach ches ohne Schaden geschehen kan/jedoch aber/weil dur^

Belieben; daferne man es gebrauchen will / den Rausch offtmahligen conrinmrenden Gebrauch / die Natur sichoder sonst eine angestossme Kranckheit zu zertheilen/ daran gewohnete / und also gleichsam ein tturrimer,c' ' ^)ooooooz wur<