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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
1090
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Des klügelt und Rechts-verständigen Haus-Vatters

Anhang/

Des Fünjsten Buchs/ von der Roß-und Vich-Artzney.

Wann ein Pferd HaarMechtig/Hertz^

schlechtig / Bauch ^ schlechtig oder Engbrüstig ist.

Diese vierKranckeiten lausten aufeins hinaus/unvsind nur dem Namen nach unterlchie-

den.

JmmWachholder-Holtz und sied es im Was-ser/mische darunter Nieß-Wurtz/ laß esher<-nacheine Nacht sieben/ und gib dem Pferdzwey-oder dreymal/ davon zu trincken.

Oder: Nimm ein Hand voll Reinfahren - Krautund Saltz. Stosse das Kraut weich/ und thue es inwarm oder kalt Waffer/ drück es aus/und giebs dem Roßzu lrincken ; Das Kraut aber sioß ihm in die Nasen-Locher.

Wann ein Pferd Haar- schlechtig.

NitMnnan, Lorbeer bey i.Pfund/dazu thue t.Handvoll Saltz/ lasse das Pferd eine Nacht ungeessen liehen/am Morgen schlage ihm die Hals-Ader/ fange das Blutauf/schütte eine Hand voll von Pulver darein / mengees unter das Futter / über den dritten Tag mache es wie-der also/ und lasse die Spar-Ader darzu schlagen.

Für die Rauppen/ Straubfüssigkeit und

Speck-Hälse.

Nimm i. Pfund Reinberger-Schmeer/ 4.LothQuecksilber/1.PfundKupffer-Wasser/ für z.Kreuker/Schwefel/ ein Pfund Baum-Oel; siosse es alles unter,einander (nachdem vu zuvor das Quecksilber mit altenSchmeer getödtet) und schmiere den Schaden damit.

Odert

Nimm alt Schmeer und geftossenenSchwefel/samt,. Pfund Lein-Oel/ schmiere es damit.

Für Geschwulst an Beinen und anders

wo.

Nimm gebrannten Leimen von einem Back Ofen/zerflösse den klein; Zerreibe den mit Essig / vermisch ihnhernach auch mit Essig und Saltz/ thu es auf ein welsseSwollenes Tuch/ mache ein Pflaster und binde es über vasBein/ laß es Tag und Nacht sieben; Wann dieses dreyTage geschehen / so wird sich die Geschwulsi gesetzethaben.

Für geschwollene Schenckel.

Nimm Wachs/ Honig / Essig / Werg / jedes gleichviel/gemischt und übe? den Schaden gesirichen.

So ein Pferd geschwollene Schenckel

hat.

NimmMaas Honig / ein Löste! voll schänMehl/rühre es untereinander/thue es in eine Pfanne / Nimmhernach so viel Butter und guten Essig / unv laß es wohlmiteinander sieden/unv so es zu teisicht werden will/sogieß mehr Essig daran / so wird ein Brey daraus/schmie-re das Pferd/so warmes leiden kan damit/ so wird dieGeschwulsi vergehen.

Wann ein Pferd einen Bruch oder Ge-schwulst mm dem Sattel M.

Nimm Hartz / alt Sohlen-Lever/ Schweins - Beinund Grünspan / brenne es zu Pulver / lasse es einen A«bend und Morgen müssig stehen/ streue es darein/her-nach wafthe es mit Lauge und Harn.

Wider alte Brüche.

Nimm Hüner-Koth und brenne ihn zu Pulver/reibees klein/ und sireue es drein.

Wider Brüche auf dem Rücken.

Nimm Kalch und Honig rühr es untereinander undlege es auf den Schaben.

Für allerley Brüche.

Nimm Tormentil (oder Heil-Wurtz/Muhr-Durtz)und pul verilire sie; sireue sie drein/ es hilfst/ und macht

gut Fleisch.

Das die Brüche bald heilen.

Nimm Wegebreit / Rauten und Poley/t reibt esund drucks drein.

Wann sich ein Pferd überfressen hat.

Nimm das Eingeweide von Zischen/ und gib es demPferd im Futter zu fressen.

Wider den Feiffel.

Nimm ein spitzig Hvltz oder Zweck / und stich dasPferd in die Nasen-Lücher / du musi es aber erkennen/wann dem Pferd die Zunge trocken ist.

Für den Feiffel.

Dieses ist eine gefährliche Kranckheit/ dann sie siossteinem Roß jäh auf/ und so mal? nicht bald hilfft / so fälltes garum / darwiderbrauche Wermuth/binde esao desPservcs Gebiß/ zaum es aus/ Und laß es zwo Stundenstehen/ so wird es luflig zu essen/ und ist bewährt.

Öder t

Reiß mit einer W« Klauen den dritte« Staffel auf/so kommt der Feiffel dem Pferd nimmer an / du magfiauch Lux-Klauen/ zu allen Schäden nehmen/es geschwilltkeiner.

Wann ein Pferd auf denTodan dem

Feiffel ligt.

Schneide den dritten Rißvon demGaumin von ein-ander/ so siehet es auf.

Wann ein Wiese! das Pferd gestochen/undesvergifftet.

Nimm Therme und Saltz/ drucks ins Brod/ undgibödem Pferd zu essen.

Wann ein Pferd von einer Wiesel oder

sonst von etwas gebissen wird.

Nimm Theriack/ sireich ihn aus ein Brod/ und salßeihn wohl/ gibs zu essen.

Item/ koche rvh Garn im Wasser/ und bind es demPserd aufdie Geschwulsi.

Für