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Des klügelt und Rechts-verständigen Haus-Vatters
Anhang/
Des Fünjsten Buchs/ von der Roß-und Vich-Artzney.
Wann ein Pferd HaarMechtig/Hertz^
schlechtig / Bauch ^ schlechtig oder Engbrüstig ist.
Diese vierKranckeiten lausten aufeins hinaus/unvsind nur dem Namen nach unterlchie-
den.
JmmWachholder-Holtz und sied es im Was-ser/mische darunter Nieß-Wurtz/ laß esher<-nacheine Nacht sieben/ und gib dem Pferdzwey-oder dreymal/ davon zu trincken.
Oder: Nimm ein Hand voll Reinfahren - Krautund Saltz. Stosse das Kraut weich/ und thue es inwarm oder kalt Waffer/ drück es aus/und giebs dem Roßzu lrincken ; Das Kraut aber sioß ihm in die Nasen-Locher.
Wann ein Pferd Haar- schlechtig.
NitMnnan, Lorbeer bey i.Pfund/dazu thue t.Handvoll Saltz/ lasse das Pferd eine Nacht ungeessen liehen/am Morgen schlage ihm die Hals-Ader/ fange das Blutauf/schütte eine Hand voll von Pulver darein / mengees unter das Futter / über den dritten Tag mache es wie-der also/ und lasse die Spar-Ader darzu schlagen.
Für die Rauppen/ Straubfüssigkeit und
Speck-Hälse.
Nimm i. Pfund Reinberger-Schmeer/ 4.LothQuecksilber/1.PfundKupffer-Wasser/ für z.Kreuker/Schwefel/ ein Pfund Baum-Oel; siosse es alles unter,einander (nachdem vu zuvor das Quecksilber mit altenSchmeer getödtet) und schmiere den Schaden damit.
Odert
Nimm alt Schmeer und geftossenenSchwefel/samt,. Pfund Lein-Oel/ schmiere es damit.
Für Geschwulst an Beinen und anders
wo.
Nimm gebrannten Leimen von einem Back Ofen/zerflösse den klein; Zerreibe den mit Essig / vermisch ihnhernach auch mit Essig und Saltz/ thu es auf ein welsseSwollenes Tuch/ mache ein Pflaster und binde es über vasBein/ laß es Tag und Nacht sieben; Wann dieses dreyTage geschehen / so wird sich die Geschwulsi gesetzethaben.
Für geschwollene Schenckel.
Nimm Wachs/ Honig / Essig / Werg / jedes gleichviel/gemischt und übe? den Schaden gesirichen.
So ein Pferd geschwollene Schenckel
hat.
NimmMaas Honig / ein Löste! voll schänMehl/rühre es untereinander/thue es in eine Pfanne / Nimmhernach so viel Butter und guten Essig / unv laß es wohlmiteinander sieden/unv so es zu teisicht werden will/sogieß mehr Essig daran / so wird ein Brey daraus/schmie-re das Pferd/so warmes leiden kan damit/ so wird dieGeschwulsi vergehen.
Wann ein Pferd einen Bruch oder Ge-schwulst mm dem Sattel M.
Nimm Hartz / alt Sohlen-Lever/ Schweins - Beinund Grünspan / brenne es zu Pulver / lasse es einen A«bend und Morgen müssig stehen/ streue es darein/her-nach wafthe es mit Lauge und Harn.
Wider alte Brüche.
Nimm Hüner-Koth und brenne ihn zu Pulver/reibees klein/ und sireue es drein.
Wider Brüche auf dem Rücken.
Nimm Kalch und Honig rühr es untereinander undlege es auf den Schaben.
Für allerley Brüche.
Nimm Tormentil (oder Heil-Wurtz/Muhr-Durtz)und pul verilire sie; sireue sie drein/ es hilfst/ und macht
gut Fleisch.
Das die Brüche bald heilen.
Nimm Wegebreit / Rauten und Poley/t reibt esund drucks drein.
Wann sich ein Pferd überfressen hat.
Nimm das Eingeweide von Zischen/ und gib es demPferd im Futter zu fressen.
Wider den Feiffel.
Nimm ein spitzig Hvltz oder Zweck / und stich dasPferd in die Nasen-Lücher / du musi es aber erkennen/wann dem Pferd die Zunge trocken ist.
Für den Feiffel.
Dieses ist eine gefährliche Kranckheit/ dann sie siossteinem Roß jäh auf/ und so mal? nicht bald hilfft / so fälltes garum / darwiderbrauche Wermuth/binde esao desPservcs Gebiß/ zaum es aus/ Und laß es zwo Stundenstehen/ so wird es luflig zu essen/ und ist bewährt.
Öder t
Reiß mit einer W« Klauen den dritte« Staffel auf/so kommt der Feiffel dem Pferd nimmer an / du magfiauch Lux-Klauen/ zu allen Schäden nehmen/es geschwilltkeiner.
Wann ein Pferd auf denTodan dem
Feiffel ligt.
Schneide den dritten Rißvon demGaumin von ein-ander/ so siehet es auf.
Wann ein Wiese! das Pferd gestochen/undesvergifftet.
Nimm Therme und Saltz/ drucks ins Brod/ undgibödem Pferd zu essen.
Wann ein Pferd von einer Wiesel oder
sonst von etwas gebissen wird.
Nimm Theriack/ sireich ihn aus ein Brod/ und salßeihn wohl/ gibs zu essen.
Item/ koche rvh Garn im Wasser/ und bind es demPserd aufdie Geschwulsi.
Für