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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
967
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Fünfftes Buch.

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§. s. Wäre es aber Sache / daß man die Winter- Zunge nichr erreichen kunten/ allezeit dicker ist/als iene/die

Mästung sich miste Mallen lassen / so versehe man sich sie gewohnlich abgeleckethabc,. Damit aber dem Übel

nur bey Zeilen initMen trocknen Mutter / ^eld-Ruben / mochte gesteuret werden/ sb muß man sie entweder kurtz

Koh!-Biattem/ Schrott Bleyen-und Mehl-Träncten/ ai.bmden/oder/nach etlicher Meinung zwey Brett-r an

zc- manlassesichauch kemeMuhe nicht dauren/ noch viel beyde Seiten des Halses machen/dch sie sich nicht errei-

weniger verdriesen / wann etwan was weniges vor d»e chen noch lecken können/oder aber mit ihren eiaenen NO

Kürm ung aus demBeurel muß lpenäiret werden; dann/ an den Oertern beschmieren / wo sie vermuthlich binlan-

widrigen Falls / ist es besser / wo man es gar bleiben Igst/ gen werden/ so wird ihnen die Lust und der unnütz.'-che Ki-

odeM aus den Sommer wartet/da alles wolfeiler/und zel bald vergehen.

mir weniger Mühe tan hinaus geführet werden. Unter- 2. Die Haut von dem gemasteten Vieh sind viel

dessen, wann es nicht änderst seyn kan/ so nehme man nur besser/ als von dem magern.

nachfolgende l'unüu steisslg in Obacht : 1.) Daß man z. Die Ochsen / so verschnitten sind / werden viellieber balo/ als spar darzu rhue. Dann die einfallende eher fett/als die unverschnittene.und zunehmende Kälte kan leichtlich einen strich durch 4. Das junge Vieh nimmt nicht so wol und balddie schöne Rechnung thun/ und den gantzen Plunder nach zu/ als das allere - doch muß dieses auch weder von har-und nach verderben/ weil die Ochsen alsdann hart/schwer ter Arbeit noch vom HunM- zu sehr ausgemer^lr / oderundungerne fett werden und zunehmen wollen. Daher Bein-und Zaun dürre seyn/dann sonsten wäre hiereineist es zehenmal besser/man fange gleich im September an/ ^xceprion bey dieser Regul zu machen,als etliche Wochen darnach/ so kan man/ ehe noch die hei-- 5. Bey der Mästung ist es nicht närrisch gethan /ligen Tage einbrechen / oder doch zum wenigsten in selbi- wo man ausden Mond und seine Veränderungen siehet,gen/mit ihnen wieder aus dem Stall ausdieKüchen/ oder Dann die Mästung / die auf das Vieh gewendet wird /Fkisch-Marckt zueilen / und sich »einer gehabten Mühe schlagt allezeit mehr und besser zu / wann es im Zuneh-ziemlich wiederum ergötzen. Wiewol / wo der Stall men / als wann es im Abnehmen vorgenommen wird,wo!verwahret ist/und sein warm gehalten wird/hat man 6. DieOchsen / so osst mir lauiicht-und walmei!sich nicht groß zu scheuen /dieweil die strengeFrost als dann Wasser gewaschen und abgewischet werden /nehmen balddas Vieh nichr so hefftig überfallen/und am Zunehmen zu / und werden fett und ansehnlich davon,hindern kan/und ist alsdann derOctober so gut als der 7. Endlich schütte man kaltes Wasser an dieSeptember / zumal da man ohne dem um selbe Zeit dem ^leyen / und rühre den Plunder herum / biß sich einVieh nicht mehr kaltes / sondern laulichtes Gerranck Schaum oben sehen last; da giesse man dann ein weniggibt/und also auch in diesemSrück derKalr einen Einhalt Wurmes Wasser daran / und gebe es dem Mastvieh zuthut 2.) Man gebe gute Achtung / daß sie keinen ti nicken/ so wird man bald sehen/ daß dieses Getranck w

bekommen / sondern stäcigs einen äppec,c nes von den besten Mitteln der guten Mästung seye.nachchremFuttcrhaben. Dieses nun zu erhalten/ist

am besten/wie ich vorher schon erinnert habe / man gebe Rechts - MNM'ckU!MN.

ihnen zu Zeiten etwas Saltz /darvon kriegen sie eme gros-

sn e Begierde so wol zum Essen als zum Trmcken/ andere ^ XU.

reiben ihnen/aus eben diesen Ursachen, die Zungen Mit . . ,.

«Kalk / alle 6. oder z .Tag. Neben dem kan man auch und welcher Gestalten matt mit dem g«»

das Futter offt verändern / die Krippen sauber halten/ WAyornecen Vich dtc Wälder betreiben dSrffe?und ihnen niemals zuviel / sondern allezeit wenig/ jedoch iolches ist von uns in der Abhandlung von dendesto öttter/zu fressen geben und fürlegen / so werden sie Waldungen hin und wuder angeführet worden. Jn-leicht bey dem Lust erhalten werden. dem es sich aber zuweilen begiebet / daß sich die Beainte

§. 6 Aussen dem allen aber/ so bißhero beygebracht aus Eigennützigkeit und gejUchten Vortheil unterstehen /worden /'' nd noch etliche Anmerrkungen übria / die ich / lhr ^ ie» und Ochsen den armen Leuten einzuschlagen /weil iietov .'ol bey der Winter- als Sommer -Mastung damit chnen selbiges entweder gar umsonst/oder doch we-m wissen ur^zu beobachten nöthig sind / nicht habe mir nigstens mit ihrem grsssen.schaden gehalten werde»?-anMngei, vergessen wollen. Es sind aber diese fol- ge / als ist solches in der Ä ^eriw-" L.anvs -Ordn.^'de ^^ u"d dlewellen sich/:c. Bey Entsetzung

Gs ist nichts ttuy / wann sich das Mast" der Aemter verbotten worden.zc.

Viek ablecken kan. Dann die Ochsen haben eine ^ ln

/ oder ^a7c?S

wollte/ daß sie also nothwendiger Weise müssen dürre darzu tan abfolgen lassen,

werden. DieMetzger wissen dieses gar wol / und geben Z>Jeses letztere praSiciren / nach dem GezeugnuL

sie deswegen um em solches Stück/ das sich ihrer Met- «. p.rom.2.^clciir. scll..^ c.42. die ?NezF

nung und Muchmassung nach / die sie aus den Haaren ger zu Rcutlingen / welche bißweilen in dem Heryog«

nelmien/ gelecket wt/ niemals so viel als um ein anders : rhum Wnreenber^ Vieh auskauften/ und hernach sol,

wicwol nicht ohneUchch; dann es giebts/nacl) der Ab- ch es/da es ausgemästet/wiederum anderwerts Fremd,

schlachtung/der Auzenschein/daß die Haut/die sie mit der den und Auslandischen hingebe«.

-H-ZW-

Das