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Des klugen und Re chts -verst ändigen HauS Vatters
Sprung; ausgenommen : ein halbes Quintlein Eiter-Nessel-Saam-'!, / welches man um den Eingang derSonne in die Waag sammlet/ soll man ihm auf einemBrod geben. H-?t er ui'er bescheller ? so bekommt erdas Futter eine Stunde darnach. Eben dieses ist auchbey denen Sruttsn/wiew/^hören werden/zu bemercken.
Zum ande-n giedun^ ihm das von uns auch oben schon gleichen Diensten nicht stehet / zu halten / daß"man dem
ter gehalten/und sonsten fein gepfleget worden/so hat erziemliche Zeit sich zu erhohlen / gehabt. So ist auch biß aufden^erioäum da er wieder zubeschellen ansangen muß/eben so lang/ daß er also auch das abgezapfte Blut wiederersetzen kan. Auch diese Maase hat man bey einem Be-scheiier änderst/als bey einem gemeinen Roß/das in der-
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berührte Tranck-Mrer; die dritte Steue foroerr vas
Mitrag Futt^ um die eiiss-e Stund nach Mitternacht; andern Pferd; doch wofern der BesckeLer aarm^iä
Um vier Uhr nach dem Mittag gebührt ihm die Abend, wure/ da mag es so viel nicht zu bedeut-", Ä.Ä
mah-zeit zur vierten Fütterung. Um sieben Uhr Abends ihm nun die Ader dcs Jah?s emmal
gibt man ihm das sünffre und letzte mal. Will mans weiches die Hals-Ader sonst keine se»n «oll /'?>. d.n is n, ^
Ä- W«r. bab-n ; S° d«k«Km« kn» d->mt--.g»üg. ft«k WZWWAU.'UMangel seyn. Wann er mir denen Stutten nichts zu Obiervac-on werch : wann ein Bestelle: des Wercks
verrichteiihat/so ia^t man ihn/ wann das Werter schön/ der Venen; gewöhnet ist / und man a'tt'ibin diele?dr
^ am sonst keine/nickt alle .^akr/io bekommter^
verr>cyirni)t>l/ ,v»upv...... -
bey einer Stundelang / an der Hand / auf das Feld spazieren führen : sonsten dörfft er sich überstehen. Das kal-te Trincken ist ihm auch zur Fruchtbarkeit nichts nütze/deswegen cemperirtman um dieseZeit das gar zu kalteGetränck / mit einem wenig warmen Wasser / und schö-nem Meel / davon wir oben jchon nöthige Anweisung ge-than haben.
§. 8- Ist nun dieZeit des Beschellens fürbey/ sostelle man den Hengsten weit von denen wildendamit ernichtdurch Verlangen nach der Srutten gereitzet werde:weil diese Sehnsucht gar viel vom Leib zehret / und nochdarzu die Lust zu fressen vertreibt. Wann man ihm/ nachdem Veschellem die Geilheit vertreiben will / welche ihmnach der Zeit / biß man seiner wieder braucht / nichts nützist/so schmiert man ihm das Geschröt mit Baum-OelMorgends und Abends etliche Tage nacheinander.
Sprengt man ihn aber um den Mittag das Geschröt mitkalten Wasser /so vergeht ihm derMuthwill nach demBeschellen auch / und er wird fein fromm und thätig.
§. 9. Bey dem Aderlassen / wovon wir / in dieses vielleicht ein Pferd gehandelt worden^
Capitels §. 4 zu End geredet haben/ beobachte man noch/ nes innerlichen Fehlers nicht fressen kan/solches dem Ger-das? man es n.chl so/wie m.t denen andernPserden gesch.e- käusser hinwiderum heimgeschlagen we den mögehet / eben furnehme. Diesen laßt man gemeiniglich im äccurs. in i. snimslis. L. 6e Lml pukl ein anders warFrühling/ wann die Beschcll Zeit ist; aber bey dem Be- es/ wann dasselbe sonsten an dem Mund/ ?una oder Äk-sch-ller ist es verbotte; eben wie es wenigVortheil bringe nen/emen solchen Mangel hatte/ (so man Froscb. Slae-wurde / wann man ,hm gleich nach der Beschell-Zeir das ter / Schnell / Sahnen und Schiffer oderBlut lassen wurde: Dann aus beyderley Weise würden Zahn nennet) dadurch es am fressen verhindert wurde/»hm die Kraffte genommen werden: Herbst / wann dann weilen diese Fekler leichtlich u cunren 5„d /als kandie Bäum ihr Laub fahren lassen/ da lasse man demBe- die völlliche Zernichtung des Kauffs nM ^scheller / mache einen Ansatz oder Einstrich; da ist fast eine 1.§.z. K. 6eZeitvon s. oder 6. Monaten furuber/da er sich mit Be- re6üibir.Lquestr.cgo 4 n 10
schellen hefftig angreiffen müssen: Und weil er wol im Fut- ' ^
am Halß/ sonst keine/ nicht alle Jahr / so bekommt er einGesicht / wie der Veneris Sohn/ und wird blind.
§. icx Die letzte Lehre welchewir bey der Pflege ei-nes Beschellers zu beobachten haben; ist diese: daß es/wann man den Bescheller erfrischen will / nöthig / ihn offtin das Wasser / aber nicht tieffer als biß an die Knie/gehen lassen soll. Aber tieffer/wird es ihn erkalten / undviel von der Lust zu springen benehmen / wie wol / wasbraucht es hier der neuen Lehre: muß man doch diesesbey allen Pferden/ wann man klüglich handeln will / inAcht nehmen.
ReM-Allmerckungm.
/.§. z.
Eiln «Hiervon denen Pferden oder Hengsten/so^nicht gerne fressen / gehandelt wird / als wollen wirbey dieser Gelegenheit so viel anmercken/daß/wann
Das