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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Des klugen und Rechts - verständigen Haus-Vatters

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kommt die Sache nicht nur auf dieM Nutzen UN : sowdem die Menschen finden auch selbsten hier etwas / daßihnen zur Speise dienet. So ist bekannt/ daß das ge-gemeine Italiänische Land-Volck in Savoyen / um Ge-nua/und das Frantzösische in Limosin / und andern an-grantzenden Provintzien / hiervon ihre Nahrung ha,den / die die Kasten entweder gesotten oder gebrat-len essen / oder machen Bcodt daraus / kochens inMilch oderMeel/ und richten es sonst auf andere innlan-dische Weise zu. Es braucht aber das Wesen keinesgrossen Beweises / weil sie auch bey uns ein bekanntesEssen sind/doch mehr aus angewöhnter Nascherey/ alsheissen Hunger. Sonsten behaupten einige / daß unterallen Früchten nicht bald eine seyn werde / die sich längeraufheben laßt/bessere Nahrung gebe / und weniger Un-kosten im zurichten mache / als diese Kästen: dann / wo siezusammen geschüttet werden/ bleiben sie etliche Jahr gut;ja wo manMehl daraus machen läst/und an einem tro-ckenen Ort fleissig verwahret/so wird es unter 10. biß 12.Jahren nicht leichtlich einen Anstoß leiden; will man aberdiese Früchte gantz gemessen / so hat man wederHoltz nochWasser darzu vonnöthen / wie bey andern gekochtenSpeisen/und wer ein Pfund von denselbigen zu sich nimt/der wird gewißlich mehr davon gesattiget werden / alswann er z. oder4. Pfund Brodt verzehret und genossenhätte.

§.5. HierzuLande werden sie grossen Theils beymFeuer gebraten / und will ich deßwegen den Liebhaberneinen artlichen Vortheil zeigen / wie sie auf das kürtzesteohn einig Instrument/ mit selbigen können fertig werden.Es erzehler ihn ^lopuz auf diesen Schlag: Ein starckerund grosser Affe/welcher gesehen wie einige Leute mit derZangenKasten angefaßt/ und bey dem Feuer gebratenhatten / erwischte auch etliche / und eilete darmit aufdasbrennende Feuer loß; weil er aber nichts bey der Handhatte / womit er sie hatte halten können / erwsschte er dieaufdemHeerd liegende Katze/ klemmet sie genau an sichan / schliest die Kasten zwischen ihre zweyPfoden/ undhalt sie an statt einer Zange so lang in Feuer / biß sie wolabgebraten waren, die Katze mogte sich über diese Unbii-

llchkeil uno angelhanenGewait mitSchreyenund Raun-tzen beschweren/wie sie wolte. Doch was scbertze ich hier/es werden >a die Verstandigen meiner lache»; allein da-mit sie nicht leer ausgehen / und etwas nachzudenckenhaben/so propom're ich ihnen lc»!enr>irer dieses Schwä-bische Rätzel:

Ruck'. GaUa'. was ich funden han/ttw hat ein Igels pelyle an/tLm braunes lidern Aollcr drunter /

5Voli gefürert/Luck! lug^ XVunder!ZtVie glat liegt ihm an Hemd und Hohs /^Au! au ! mich dunckt/ es schmack gar ras.Doch lug! in dem ichschal denRernSo schmeckt es süß; das ich gern.

Damit sie aber nicht zuviel die Köpffe darüber zerbrechendürffen/ so folget hier die Auflösung/ wie sie mir von einemSchwaben vorgebetet worden:

Mlein Iockl! man halst dies Ding ein Kasten/Die Schwaben voijsens dock am besten:

Drum nennen rvir dies Iglein fein/

VOanns geschält ist aus dempelyk sein/tLin LTlüßie in eimÄ.ederlein.

RGts-Amnerckungm.

^c!§.z. (7ap. S .vers. Sonsten wo fie bestündigbleiben sollen/ :c.

weit eygentlich die Bäume / damit sie^ven anstofscndenAeckern und Gärten keinen0 Schaden zuziehen / voneinander geftyt rver^den sollen/istbey dem vierbten Capitel des vierdtenBuchs §.2. in 5. Le §.z. von uns erörtert worden / wie wirdcmn in eben diesem Buch Cap.8- von dem Furchen undGraben machen gehandelt haben. VVie aber dieBaume zuseyen / daß sie nicht den annehmlichenplospeÄ benehmen?'haben wir bey dem > o.Capitel desanderen Buchs : Jrem bey dem 6. Capitel §. k. desvierten Buchs dargechan.

Das IX. Kapitel.

Bon dem Tannen-Baum.

Innhalt.

5.1. Tannen find zweyerle» / sind schwer voneinander zv erken»nen. Beyder Unterschied wird doch gewiesen. AllgemeineEinkkicilung und Unterschied beyder Tarnen. § 2. IhrWachsthum / und etliche Cigenschufftei!. z. ^i^drauchzu Gehauen der Häuser und Schiffe. Worju die Bauers«Leute sie nutzen. Giebt gut Brenn Holtz/und taugt zu Mu>jicalischen Instrumenten. 4. Von dem Tannen Hartz oderWaid-Rauch. Betrug der in den Krämen mit fürgehet.Nutzen inderwcäici».

§- 1.

Je Tanne wird in die weisse und in die rotheeingetheilet; Die aber einander so gleichsind / wie ^srlkiolus erinnert/ daß auchdie verständigste Wald- und Zimmer-Leuteöstlers darmir betrogen werden / und dasHoltz nicht wohl auseinander erkennen; doch ist der Unter-schied sosehr nicht verborgen / sondern er bestehet in derBreite / Rauhigkeit und weissen Färb des Laubs / das sietragen: dann der weissen Laub ist nicht so breit / grün undweich als der rothen: hingegenstichtesfürter/ündistauf

dem Rucken weisser/als das andere Laub der rothenTan-nen. Insgemein werden beyde Gattungen / m dieMännlein und Weiblein abgetheilet / deren iene langefchuppichte Zapfen haben / in welchen kleine Nußlein / dieetwan so groß als Kirschen-Kerne/verborgen stecken/ wel-che aber/wie ?orr» aus dem I'beopkrsüo beweiset / beydem Weiblein nicht zu finden sind.

§. 2. Es gibt aber dieser Vaum an Höhe/Grösseund Ansehen/dem Ceder-Baum nicht viel nach !so daßauch davon das Sprich-Wort entstanden : die Tannehat sich nicht zu beklagen/ wann die Cedern fallen/sondernsich vielmehr zu erfreuen / daß sie an deren Stelle kommt/und ihnen lucceöiret. In Schrifften und Historienist keiner mehr berühmt und bekannter als dieser. Erwächst gerad und sehr hoch über sich/ daher er auch im La-teinischen den Namen ^bieeis vom »Kire soll bekommenhaben: weil er von der Erden immerfür sich hinweg gehetund fast zu einer übermassigen Höhe steiget/ und wer weißob ihm nicht auch unsere Teutsche deßwegen den NamenTannen gegeben/ dieweil er sich so gewaltig bahnet/ undgerad zu in die Höhe strecket. Wann er noch Mg ist / so

ist er