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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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800 Des klugen und R echt s - verständig en HauS-Vatt cr 6

»rr. iO. s. und Pfaly Neuburgtsche Forst-Ordn. wo Mangel am Wießwachs / selbiges nichl einem <eden

p. r-»rr.l. Worbey aber dieses zu wissen/daß die Bäume vergönnet wird / sondern es muß/ weil dadurch anBau-

zu schalen nicht eher erlaubt seye/ biß selbige entweder zu men und Zäunen Schaden geschieher / zuvor Erlaubnus

Bau- und Brenn-Holtz / oder auch sonsten angewiesen bey der Obrigkeit gesucher werden. V>6. krirlck. »rt Zpei.

und gefället worden. Vick Churfürst!. Bayerische 6el. voc. L.aub strelffen. Aa an etlichen Orten wird

Forsts-Ordn. srr. 26. Le Lürstl. VOürtenbergifche solchesinKrafftFörstl. Obrigk- vcrbotten / wann man

Forst-Ordn. P .2. lir. von ZSast und Farchen ma- zumahlen das Laub mit eisern Rechen zusammenrauffen

eben ; Lc rit. lecz. vonVaumschälen und Garber^ und also dieDungung dem Wald entziehen / oder das

Rmden. ^clcl. ^pl.cic.csp. 6. n. 264.^265. End- junge Gehöltz so erst aus demSaamen oder Kern herfür-

lich kan auch von den Eychen und andern Bäumen das gekomen/ gar aus dem Erdboden dardurch reissen wolre.

L.aub genützet werden / angesehen man von denselben V,< Fürstl. A?emmar. und GotthamMe ^Valvs»

dem Viehe eine Streu zu machen pfleget. Wiewohlen Grdn. src. 4. n. 4. Churfürst!. ZSaycn/ctie Jazd-

nun solches einem jeden zu streiffen zugelassen und erlaubt undForst-Ordnarr.iZ.ibique^krsillerinLommenr.

ist/sogeschiehetes doch zuweilen/ daß an solchen Orten / sclcl.OojZpl .cir .csp. 6.11.281.

Das VIII. Capitel.

Von dem Kastanien-Baum.

Innhalt. Eichen-Baum nichts nachgegeben. Was die gemeinen

t.l. Zweyerley Kasten-Bäume sind bekannt bey uns : nemlich betrifft/so gibt es gantze Wälder davon/ welche daher

' die Roß-Kastanien, und worinnen sie von denen unsern UN- Kasten-Wälder genennet werden; wie dann vor andern

terschleden. Gemeine Kastamen Walder. §. I. Wie sie die Jtalianer/Ungarn/Frantzosen/nebst deneninElsaß

NÄd-u°°?n?u.,ch-? 0dZ', w n-dm-T und dl- l^-r den an F.anckmch zu sch-n, hMi.p

Die Beschaffenheit des Bodens Wlc sie müssen gcsctzcl nen den Vorzug haben.

wcrden. Von der Fortpflantzung durch Wurtzlung / und § 2. Doch es möchte jemand Belieben baben sein

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Namen / und Gebrauch ;ur Mästung und zur Sreise. 5. will ich weisen / wie es anzugreifen seye. Sie werdenLustiger Vorschlag die Kästen ohne Gabel zu braten. Echwä- entweder von ihrem Kern / das ist / den Kastanien / oderblscheö Ratzcl von der Kästen. von jungen Würtzlingen / das ist / jungen Zweigen / die

, umb und neben der Wurtzel ausschiessen / gepflantzet und

gestecket» Wo man sie von Kastanien aufbringen will /f S giebt unterschied ene Arte n der Kasta- so solle man zeitige / grosse und frische oder neue Kastanien^ nien Baume: doch weil wir sie nicht alle hierzu erwehlen / die nicht verdorben sind/ und wer sicherin Teuischland auf unserm Boden fin- will gehen/ der kan sie nachfolgende Weise zubereiten:den / so ist unnöthig einem Haus-Vatter Er lege diese ausgesuchte frische Kastanien an einem dun-damit viel verdrießlich zu seyn. ZwoGat- ckeln und trocknen Ort au-f einen Haussen zuiammen/ jetungen sind aber / die auch bey uns be- enger sie liegen / je besser ist es/ und nehme Sand aus demkannt sind/ nemlich/die gemeine Kastanien- und die Roß- fliessenden Wasser/und bedecke sie obenher wol darmit/Kastanien-Baume / die man deßwegen so nennet / weil biß ohngesehr 4. Wochen herum sind: darnach kehre erihre Früchte wider das Husten der Pserdte eine bewahrte den Sand wieder weg / lese die Kastanien heraus / sau,Artzney seyn sollen. Das Laub dieser letztern ist von dem bere sie wol ab/ und werffe sie ohne Unterscheid in emgro^-Laub gemeiner KastaniemBaunv nicht viel unterschieden; seö Beck/Schasslein oder Faßlein kaltes Wasser/so wirddann es hat auch wie dieser ihr Laub tiesse voneinander ge- er bald sehen / was damit zu thun seyn werde. Dannschrundene Adern/allein etwas grösser ist es/ und kommt welchevon diesen hinein geworffenen KastanienzuBodenes dem äußerlichen Ansehen nach / gantz änderst/ und wie sincken und fallen / die taugen zum Setzen/ und werdendas Laub von dem Wunder-Baum heraus. Die Blühe wol anschlagen; welche aber obenher schwimmen/ die sindfällt wegen der artlichen Untermischung der weissen und Zu leicht/ und geben hierzu keinen Nutzen- Diese Schwe-rothen Farbe überaus wol in die Augen / und weil sie ei- resten nun lege man wiederum 4- Wochen/ wie es aller-nenZapfen macht/aus dem hernach etliche Blumen wer- erst angewiesen worden/in den Sand / und sondere als«den/ so gewinnet sie gar ein prächtiges Ansehen. Endlich dann vom neuen die leichten von den schweren / und sobringet sie rauhe Hülsen /(und wegen solcher sind sie wie- handele man mit ihnen zum örittenmabl. Welche dannder von den gemeinen Kastanien unterschieden; dannjene übrig geblieben sind/ die kan man zum Setzen steissig ver«weit starcker als dieser ihre Hülsen /) und hat ein jeder wahren und aufheben / biß im Hornung oder Frühling /Igel ein grosse und dicke Kasten in sich verborgen. Die dann dieseschre gewohnliche Zeit / da sie sollen gesetzetGegend /da sie ordentlich wachsen / sind die gegen Mor- werden. Der Boden oder die Erden / da sie hineingen gelegene Lander/wie Herr Vehing will in seinem ^r> kommen/ soll weder zu sandig/noch zu leimig seyn: dannboreco vibl.p.l Z?. doch sind sie auch von dar heraus ge- dardurch wurden sie mehr am fortkommen gehindert alsbracht /und angewiesen Oertern inTeutschland angese- gefordert werden; sondern es muß weich/ feucht und loßsetzet / und weil sie leichtlich und gerne wachsen / ziemlich Land seyn; wiewol man sie auch in feuchten Sand / nßdfür sich gebracht worden. Wie dann der Herr von Hoch- schwaches Erdreich ist/setzen darff. Den Acker / dareinberg Zeugnus giebt/ daß sie gerne in Oesterreich wachsen/ man sie setzen will / muß man vorher 1. oder 2. Schuheund haben selbften / zu Rorbach im Hos einen solchen hoch aufgraben / und die Erde mit guten zeitigen Mistjungen Baum gehabt/Verschon auf s. Elen hoch wor- vermengen: dannt sie recht loß/auch nach der Einban-den/geblüet und getragen. Zu Salaberg aber im Hos- tzung/verblewm moge. Man setzet aber die KastanienGarten sene zu seiner Zeit ein« gewesen / der dem grösten nicht nm Welsche Nüsse mit der Spitzen unter sich / son-

^ dern