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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
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715
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Viertes B uch. 715

Essig gemacht/und solcher in der Kuchen nützlich gebrau- gebahren gemacht haben. Man weiß daß das Vieh/cher werden: Zugeschweigen / daß dieses Gewächs auch wann es Obs führet über die »nassen schwitze/nicht/ weil esinderArtzney dienlich ist- Dessen Eygenschafft ist / daß ein Verlangen selbiges zu essen hadfondern/weil die Aepf-er zwar allenthalben wachset / aber doch lieber schwartz- sel eine Austufftung geben/ welche dem Vieh so beschwer-und feuchtes Erdreich gerne hat / oder mit einem Mittel- lich ist. Aber wieder zur Sache: Wann der ApffelbaummDgen etwas steinigten / doch nicht zu rauh - und trocke- seine Frucht vor der Zeitigung abwirfst/ so muß man zunem Grund fürlieb nimt Die gar zu gute Erde schadet ihm den grossen Wurtzeln räumen / dieselben aufspalten/ unddlßweiien: weil er gemeiniglich wurmstichig wird; Wes-- ein oder z. kleine Steinlein darein stecken/ so wird er diewegen ihm auch der warm und hitzige Mist nicht gar zu Frucht länger und biß auf die Zeitigung behalten können.anMdtg ist/ fo/ daß er davon abnimmt / und mager Endlich ist zu mercken/daß dieser Frucht/ die Holtz-Wür,wird; Wann er in Sand-und leimichten Grund stehet/ mer und Ohren-Höller über die Massen schädlich seyen;so mußman ihm mit jährlichem Aufhauen / im Herbst / Item/ daß diese Frucht nicht so viel Mühe und Sorgum den Stamm/ und mit Veschüttung eines guten Mi- oder Wartung vonnöthen habe. Insonderheit aber iststeszu Hilf kommen. Doch soll man in Auslesung dessen von demparadiß-und Zwerg<-Apffelbaum zu wissen/Stelle einen solchen Ort nehmen / daß das Wasser von daß sie reines Zweigens bedörffen/ und es ihnen am bestenMistgruben nicht darzu kommen könne. Dessen Wur- beliebe/ wo kein Waasen ist; Und wann die rothen Pa-tzeln fassen nicht gar zu tief/ sondern breiten sich vielmehr radiß-Apffelbaum wohl an der Sonne stehen/ so wird diein die Runden aus / daher» dann auch der Apffelbaum/ Fruchrviel annehmlicher und lieblicher aussehen ; Demdieser seiner kleinen Wurtzeln wegen/nicht so lange als der Zwerg - Iepffelbäumlem aber müssen die Schoß/aufBirnbaum zu dauren vermag; Wann die jungen Aepft dem Grund/ fieissig abgehauen werden. Endlich lernetfel-Baumlein nicht schiessen könnten oder wollten / so wa- man/ daß die Aepffel zwar auch von Kern - Saamen ge-regut/ wannman um sie aufhackte/und guten fetten pffantzet/aberdochambestenvonZweigengeimpfttwer-Grund zulegte; Ob es nun wohl so wohl an der Form / den Und hierzu muß mannicht eben wiederAepffelStam-als an der Färb/Zeitigung und Geschmack / unterschied- me nehmen/ sondern es gehet auch auf Birn-Stammen/liche Gattungen Aepsel gibt / so / daß es ohnmöglich ist / und am köstlichsten auf Quitten - Stammen an; Wannalle miteinander zu erzehlen/ doch angeführet werden in man sonderlich denen Kindern die nicht hoch langen kön-dem Obs-Garten Johann Dümlers im 20. Cap. und in nen eine Freude machen will. Wann überflüssige Aeste/der Hessanischen Garten-Beschreibung Johann Royers welche sich hin und wieder in einander flechten / wachsen /zu finden. Loräus erzehlet in seinem llerkario z 0. Ge- so muß man sie zum öfftern beHauen: Dann sonsten wach-schlechte. IsbernsmoOrznus Hat 2Z. unterschiedliche sen sie sehr ins Holtz / und woserne sie gar zu waldig wer«Figuren; 5ob. Lzuk. in ttilior. Univ. I. l. aber führet den/so gehet ihnen viel an der Frucht ab / und das Moosüber6o.an. Ob sie nun wie gedacht wohlvon einander nimmt zu gewaltig überHand,ihrer Grösse/ Figur/Farbe/ Geruch/ Geschmack / nach §.2. Nach dem Apffel-folget der Birnbaum / wel-der Lange der Stiele/ nach der Beschaffenheit der Rinde/ cher ebenfalls eine sehr nutzliche Frucht bringet/ die nichtnach dem Ort/ wo sie wachsen/ nach der Zeit/darinnen sie allein frisch und gedörret zur Speise/ sondern auch / wannreifen/ und nach ihrer Materie / an sich selbst unterschie- man einen Safft daraus machet zumGetranckgebrauchtden sind; So können sie doch insgesamt im früh und werden kan. Man giebt die Suppe von gekochten undspach-Item in und sauere-Aepffel eingetheilet gedörtten Birnen in grosser Fieber-Hitze und langemwerden / darunter jene nicht so dauerhafft als diese erfuw Durst: Zu Nürnbergheist man sie Hutzelbrühe.Daselbst/den werden. Inzwischen aber werden diese Aepffel für wie auch mJtalia hat man diese Suppe den gantzendie beste/geschmackhafftest-wie auch gesundest-und dau- Sommer auf öffentlichen Marck feil. Was wir imvor-erhaffteste gehalten/ welche mit kurtzen Stiehlen versehen hergehenden psrsgr. von den Aepffeln erzehlet/ daß sie insind. (Lourtpensus) darunter der Borsdörfer-Apfel einem Zimmer/ daemekreistende Frau liegt/ mit ihremden ersten Rang hat: Welches ihm der Geruch undGe-. Geruch einer Gebahrenn hinderlich seyen / und selbigeschmack bezeuget: Daher werden sie auch denen Kran- schwer machen / das erzehlen die ^uÄorez auch von Bir-cken zu essen erlaubet. Einigeessen sie eine Stunde vor nen. klick./ok.palcksl.^e cur.morb.!. i.c. sz.Sen.der Abendmalzeit und trincken darauf: Einen offenen ncrrv81.4. me6. praÄ. 2. le<H. 6. c. z. Lrsco l. s.cons.5eib zu erhalten. Die gesotten - und gebratene Aepffel 40. So wird auch ein Birn - Wein oder Most aus ih-sind gesünder / als die/ welche allerdings rohe genossen nen gemacht/ pirsceum, ?o/re, den die Bauren für denwerden. Von Borsdörfer-Äepfeln erzehlet Hr. ?r»nc. andern Wein oder Most trincken. In der Schweitz istksMnimdenaljcjic scl Lpk. nsr. Lur. snno 1689« eine man Meister von der Kunst/und wir werden sie zu ma-cmiole Historie: ^nna k^sria Prümerin/ ein starckes chen gleich bey den Weinen Anweisung thun. GleichwieWeib/ welches damals zum 4. mahl in Kinds - Nöthen aber die Birn ebenmassig am Geruch / Geschmack /Färbund deswegen sehr hart lag : weil sie wegen der Ohn- und Grösse sehr unterschieden sind / auch ein iedes Land/mächtenund des schweren Athems/als welches ihr sonstm ja fast iedeStadt/ihre besondereBirnen hat: Also will es/ungewowteZufalle waren / gar wenig zu ihrer Gebah- ihre Namen zu lpecikcÄen/ gleichergestalt ohngattlichrunqs -Wcht beytragen kunte. Daher fielen sowohl fallen: Zumahlen / da bisweilen einerley Gattung vielderbäeckcu5,als die beyhilfliche Weiber/ auf allerhand und unterschiedliche Namen hat/ und hie und dort an-Gedancken / woher doch dieses gar schwere Gebähren ders genennet wird. Die besten sind/ was die alten sind/kommen mögte/ da man die bewährtesten Mittel umsonst die Glas-Birne und die Psalzgräver-Birne: Unter dengebraucht. Endlich nimmt der Mann ein Schrancklein neuen die Bergamotte-Birne / weil sie zu erst vonvoller Borsdörser-Aepffel / welches von der Frauen vor, m» inFranckreich gekommen/und die L >n Kredenz. Dieher/ damit es desto besser verwahrt wäre/hinter das Bett grössesten sind die Pfund - Birne. Herrn StromerSgestellt worden / und trug es weg. Alfobald erfeuffzete Hochadl- Herzlichkeit bezeugt / daß ihm < 667. eine auf i.die Frau sehr starck und kam zu ihr selbst/ gebahr auch Pfund und 6.Loth schwer gewachsen/ dieermichabmah,gleich in der dritten Stund ein scbönes Töchterlein. Und len lassen. Andere ziehen allen Birnen die Mu^ateller-man sahe hieraus/ die Aepffel müssen diese Hindernuß zu Birn für: Daher sie auch wegen ihres würtzhafften Ge-

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