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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
713
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Viertes Buch.

Jedoch ist hierbei) zu wissen/ daßApssel/ Birn/ Quittenund Feigen / das Begiessen besser: Hingegen Nespeln /Maulbeer/ Mandel und dergleichen dasselbige wenigerbedörssen.

§.6. Sechstens gehöret auch zur Wartung derBaume/die Bewahrung derselben vor derschadli-chett lrireerung ; Obwohlen wir nun nicht glauben/daß derDonner und das Wetterleuchten / desgleichenauch die Schlossen und Hagel / durch fleissige Vorsichtabgekehret werden können: Gestalten diese den Befehlihres Schöpfers auszurichten allzumachtig und über dieöpli-eram der Menschlichen Macht gesetzet sind: So kön-nen doch die Baume vor dem Frost und der Kalte/durchffeissige Verbindung mit Stroh: Wie nit weniger auchvor dem Reiffaussolche Weise bewahret werden / wannderHausvairer bey besorgendenReistfallen-hin undwie-der in dem Garten an vielen Orten Bündelein Strohleget/oder ander Gestrauß/ und solches mit Feüer anzün-det/davon dann die schädliche Liifft durch den Rauch undDampssgereiniget und zertheilet werden kan. Eben aufsolche Weis meinen ihrer viel den 157ebel-und LNühl-irhan/ zu vertreiben / wann sie nemlich hin - und wieder indem Garten Mist-Haussen legen/ und dieselben anzün-den» '

§.7. Endlich und zum Siebenden gehöret auch zudieser Wartung die Äcrvahrunz vor den schädlichenThoren/ welches entweder durch gut-und rechtschaffe-ne Verzaunung / oder auch auf solche Weis geschehenkan/ daß man die Baume mir scharssen Dornen umwin-det/ damit die Vöcke ^ Geiß-und ^>aajen nicht Scha-den thun können; Will man aber von denen Mausenund N7au!wnrffen/die Baume verwahren/ so kan manaus denen Mitteln die wir oben bey denen Wiesen / ge-lehrt/in das Maulwurff-oder Mausloch einen lebendi-gen Krebs thun/ den die Manlwürft so wohl als die Mäu-se stiegen/ auch von dessen Gestanck vertrieben werden.Etliche kalten eine gewisse Art Katzen und Hunde darauf/welche Mäuse und Maulwürffe artig weg anfangen wis-sen. Desgleichen können auch die Ameissen / so denenBäumen schädlich sind/vertrieben werden / wann manentweder im Frühling die Baume mit Waasen reibet /weiches die Rinde bitter machet / und verursachet/ daß dieAmeijsennlthlnaufkommen: oder wann man selbige vonuntenher mit Wagenschmier oder Bech beschmiret/ auchdarmit/als osst es vertrocknet/anhält: Oder wannmanLeder-Lohe/mit Aschen vermengt/um die Baume streuet/undsolches jederzeit aufden dritten Tag widerholet/ da-mn es stets einen starcken Geruch behalte. Wann mandkWantze des Baums setzet/und man mochte sie vor den^missen verwahrt haben/ so nehme man nur ein grossesmd weites : :denes Faß/daß in der Mitten ein Loch ha-be.^ Durch dieses stosse man die Pflantze in die Erde.Dalassem^üann das Faß dergestalt um den Stamm ste-hen/ ftoyffe das Loch zu/ auf daß es Wasser halte/ so wirdden Ameissen der Zutritt zum Stamm genugsam ver-wehretseyn. An den ^tamm streiche unten Voiel-Leim/so werden denen Ameissen die Schuke stecken bleiben/ undihnen dasBaum-Klettern wohl verbotten werden. Ichweiß nicht ob angehet/ was mich andere lehren wollen:Man soll eine Seidene Schnur mit Oel salben und umden Baum binden/ und was dergleichen Mittel mehrsind. Von denen Aefern und Schnacken aber kön-nen die Baum auf folgende Weise verwahrt werden/wann man nemlich dürren Wermuth / Knoblauch/Rinds-Hörner / altes Schube-Leder morsch - dürresScabiosen-Kraut/ und Schwefel-klein zerschneidet / unddergleichen aus einen Haussen zusammen träget / selbiges

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anzündet / und solchergestalt Abends und Morgens aufeinem Kohlfeuer einen Rauch darmit machet / und unterden Bäumen hin und her tragt/ daß der Wind solchengegen die Baume treibe / wordurch dergleichen Ungezie-fer verjaget wird. Die Schnecken/ welche sich gememig-lich an die Baum-Stamme setzen/ auch hinter die Blat-ter an den Baume kriechen/ können durch denOfen-Ruß/wann selbiger um die Baume gestreuet wird / vertriebenwerden. Endlich kan man auch die Rauppen / die be-kandter Massen denen Obsbaumen sehr schaslich sind/durchAbwerssung der Nauppen-Nester/mittelst derRau-penscheer auch durch Abzwick-und Verbrennung derSpinnenwebigen Blatter; Oder / so sie gar zu sehrschon überHand genommen / durch bierzu gemachte undauf Stangen gesteckte/ zugleich aber auch angezündeteStrohbüsche/dadurch man die Raupen-Nester verbren-net/ vertrieben werden. Und so viel von der Wartungder Baume: We'cher Gestalt aber selbige von unter-schiedlichen Kranckyeiten zu verwahren / davon wollenwir an einem bequemern Ort hierunten und zwar im z?.Cap. handlen-

ReDts - Anmerckungen.

zz.§. 1.

HIe die Baume zu serzen/ daß sie weder denen^Nachbarn/ nsch dem gemeinen Weg hin-^derlich/davon besiehe nocar. ^uriä. cap.ulr. jni .bujusl .ibr.

^ci §. 4.

^?On derDunaung. vicZ. nocsr. ^un'ä.z6 c-,p. z. §.^z.öcscicsp.sll^ldr. Hl. diecnon itclcsp.7.bujus.l^ibr.

§.

t?vIe Unterstütz--wie auch die Nesckneidung der

^ Baume(davon in §. 2. dieses Cap. gehandelt wird/)muß mit aller Vorsichtigkeit beschehen / damit diejenige/so in dem Garten Zuthun haben / weder durch Umfallungdes Baums beschädiget / oder durch Herabwerssung derZweige verletzet werden mögen: zmnahlen wann vielleichtdenen Leuren/durch ein solchen Garten zu gehen/erlaubetwird: angesehen sonsten den, Gärtner leichtlich eine.Schuld beygemessen / und derselbe zur Ersetzung desSchadens angehalten werden könte. Wann aber je-mand/ der im Garten nichts zu thun gehabt/da der Gärt-ner im Beschneiden gewesen/ hindurch gegangen/und voneinem Zweige welchen der Gärtner / ohne daß er densel-ben gesehen/herab geworffen/ verlchet worden / kan demGärtner keine Schuld beygemessen werden, v.l. z i.ik-q;1)1). tk. a6 l.. ^quil. von den wasicrgräben/ derenhier gedacht wird/ besiehe norsr. juricl. »cl cap zo^ /. 2.I.id. z. Icem csp. 4./. ulc. neL non acj cap. Y.bujuzI-ibri.

6.

(H^On denen Wetter-Schäden/ ist hin und wiederin dem andern VuÄ>/ absonderlich aber zu Endedesselben/ gehandelt worden.

^6 §. 7.

(Z>n den Schaden/so die MIaufi und N?aulwürff

-^verursachen/ vici. norar. ^suricl. sci eop. zz.l^ib. I>Iec non Lav. 41. F. 2. cl. l^itzr. u5i. vomtNaulrvürffsf.mI : Was zu thun/ noanndieEin^heimische Thier den Gartm verderben ? vicl. norsr.^uricl. sclcZp. ? ulf.kuju5I.ibi'. ^cem/was zu thun/rvann das Wild die Früche verderbt ^ Vicl. anaot.^uricl. acl csp. z o.§ 2.1^ib. z.

Xrxx Das