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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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655
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Viertes Buch.

655

§.4. NachdemLagermußeinverständigerundklu- und das Wasser abgeführet/ oder auch grosse liesse Löcher

ger Gärtner nach dem Grund und Boden lehen / auswel- gegraben / und mit kleinen Steinlein qefüllel werden - da,

chen er den Gatten anzulegen gesonnen : emgedenck, daß mit das Wasser sich darein versammen und alsovttw

nicht ein Mr Grund und Boden alles herfurbrmget. cken möge.

Worbey er dann dieses in acht zu nehmen / daß ein lettich-ter und kreidenhassrer Boden zu denen Garten-Gewach--sei, mchtmilNutzen anzuwenden; nicht allein aber weil

er für sich selbst allzu fest / sondern auch / weiter in heisser ^cap.4. §. 2. inkn. vert. Oder auch den Mar«

noch f-st-r Mammm begib!, daß k-m Wass» «n neben emem Gedende ang-I^.,lr-w-n II

und Regen durchdrtNgen / und zu denen Wurzeln kom- ' v ^

mm kan ; hingegen / wann der Grund und Boden des AMAAnn ein Garten neben einem Gebeud angelegetGartens sandicht und kißhafft ist / so entgehet bey starcker KIMworden / kan der Her: desselben Gebeuoes / vonSonnen-Hitze denen Gewächsen alle Feuchtigkeit und «WAsemem Hausnichrs in einen solchen G.rttn legen/Safft dermassen / daß sie nachgehends nothwendig ver- oder führen lassen / und also den Garten hierdurch be-derben müssen. Jedannoch aber / wann der lettichte Bo- schweren / wofern er sich nicht dißsalls mit seinem Nach-den mit etwas Sand / und der sandichte mit gut-und set- bar verglichen hatte / mithin dasseibige berechtiget wäre,ter Erd vermenget wird / so kan beyderseits dem Boden v.l. l.ff.öeS.?. V. actch Loepc>I!.1>.6e5 ?. V.cs p. 76.zimlich geholffen werden. Der Felß- und steinichte Grund n. z. Dieses aber ist einem solchen Eigenthums Hei?n un-ist eben so wohl nicht tauglich / imgleichen wo es morasticht verwehret / gegen seines Nachbarn Garten in seine eigeneund sumpficht ist: anerwogen in diesem das Wurzelwerck Mauer Fenster brechen zu lassen / ob er gleich auf solchebald verfaulet/injenem aber die Wurzeln nicht fassen kon- Weis in den Garten durchaus sehen könnte / arg. 1 .9. ff.nen/und bald verdorren müssen. Ist demnach der schwar- cleSF.V. 1.24.§.t. cumll.tegcz. cjectsm.ins. ^cici e'ols.ze der beste Grund und Boden / wann er nur nicht mora- inl.ir.ff.6e8.? V.k Loepn!>.6.cr.c.62,n. i. wofernsticht/oder gar zu naß ist / wiewohl auch hierinnen auf die es nur nicht von ihm aus blosser ^mutsrion / und demArt des Gewächses zu sehen / gleichwie wir Hieroben be- Nachbar zur Verdruß geschiehet; Lcxpo'.l. c. I. n. 2 oderreits erinnert haben- Dieses ist gewiß / daß das Erdreich sonsten durch sonderbare 8csrura nicht verboten ist; davonauch aus denen Kräutern / so darauf wachsen / erkennet wir bey dem andern 25u6) Lap. F. 2. gehandelt ha-werde: dann so zum Beyspiel Wiesen ^ Klee / Papeln/ ben: Inzwischen kan dem Nachbar/ welchem der GartenBurgundisch Heu / und dergleichen auseinem Grund und zustehet/ ebenfalls nicht verwehret werden/ in seinem Gar-Boden wachset / ist es gewißlich ein Anzeig^eines sruchtba- ten gegen des Nachbarn Mauer / jedoch nach Überlassungren Erdreichs : immassen ermeldete Krauter nirgends des in denen Rechten ernannten Raums, v. j.f. ssüberflüssiger und lieber wachsen / als wo susse Adern des zu bauen / und demselben das Aussehen oder daskiecht zuErdreichs befindlich sind. Im Gegentheil aber wo kalte benekmen / wofern sie sich auch dißfalls miteinander nichtstacktichte / bitter - und unannehmliche Baume wachsen/ vielleicht anders verglichen hätten, v. 1. cum o. k l.als Buchsbaum/Fahrnkraut/Disteln :c- da kan gewiß ^uilummikns 1 i.ff.6e8.?.V. sctct. Loepoll. r^.c.76.kein gutes Erdreich seyn ; wie man sich davon Bescheids/ n. 9. Im Gegentheil darss auch der Her: des Gartensaus dem vorhergehen Buch von Erkennung der Felder/ mir seinen Bäumen denen benachbarten Häusern keinenerhöhten kan. ...... Schaden zufügen/welches eben die Ursach ist/warum er

§. f. Angemerckt aver nicht em jeder Haus-Gatter mir demPfiantzen und setzen der Baume s. Scdvh weit

sich einen Grund und Boden/nach seinem Belieben/weh, von des Nachbarn Mauer weichen muß / l.t. ff.tin.res.

lenkan : Als muß derselbige fürnehmlich da« auf bedacht vict.R.etorm.derSradc^'ranckfi,rr p.9. ril.4. §. 1.2.

seyn / wo solchem vielleicht etwas abgehe / daß e> ihn nach s? z. Ja / wann die Wurzeln der Baume sich unvermu-

Mögligkeit durch Kunst und Fleiß verbessere/welches un- thet dermassen ausgebreitet harren / daß zu besorgen / sie

dem auch hierdurch geschehen 5an / wann er den Grund möchten des Na bbarn Grundgedeud >»uimren; so kan

tieffumackern / oder mir ^er Schaujfel umgraben lasst: er auch in diesem Fall / mittelst der ^uckoritat desRich-

damitdieErden von aller Graßwurtzeln undUnkrautge- ters/ dahin gezwungen werden / daßersolcheBäummit

Wert / zurFruchtbringung desto geschicklicher undbe- ihren Wurzeln ausreisse; I iicuri 8.§.^Mo. s. ffliserv.

Mmer vorbereiter werde. Diese Zurichtung aber toll vinc!.!.s>p!mes.6./.lizrkor.2.ff.zrbof.furl.ccLs

MHerbst geschehen : damit die Kält den Winter über L. cje suri'zcjilA. ^cicl. Loepoll. ct r,-. c. 8!. n. z. Se seqq.

den Grund und Boden desto besser ausmürbe und ge- LcOclolsbor. act cir.v. srbor.furrim. coes.rb.22 da-

schtMer mache/ zugleich auch die Feuchtigkeit (davon alle von wir an einem andern Ort / dergleichen auch von dem

Gewächs ihre Nahrung haben) sich desto besser und tieffer Überhang der Bäume noch etwas mehrers zu gedencken

einsenckm könne; welchen Grund man darnach ein Jahr willens sind,lang Mebauet liegen lassen kan. Solte sich befinden/

daß die Erde gar zu sandicht wäre / so könte derselben ent- §. z. k. lüap. verb. Soll solcher Garten anweder mitgegmtheiliger Vermischung/oder auch mit gu- emcr Stromquelle oder Büchlein angelegetter Dungung geholffen werden. Solte sich aber so viel werden !t.hervor thun / daßder Grund steinigt / so müsten die Stei-ne so viel mögM hinwewgeraumet / und das Erdreich die Garten / so an einem Wasser liegen / die-mitgutem alten Mist gefüllet werden. Solte ferner sich '^sen Vortheil geniessen / daß sie leichter könnenbegos«dieses zeigen / daß der Boden gar zu leimicht/ so könte der- sen und gewässert werden: So haben sie doch manchma-selbige zween Schuh tief ausgegraben / von Steinen oder len auch diese Gefahr auszustehen/ daß das Wasser/wannandern Unrath gesäubert/ hernach mit einem guten Theil es auskaufst / nicht allein die Erde mit Sand überschüttet/Sand vermischet / auch das erste Jahr Erbsen darinnen sondern auch / daß bißweilen gantze Stücker von der Er,aesaet werden / welches ihn geschtacht und mild machet, den mit sammt dem Banm weggenommen / und andersSötte dann endlich der Grund und Boden gar zu naß wohin versetzet werden: atlermassen wir bey dem zo.Cap.und wassericht seyn / so könten kleine Graben gemacht/ des dritten Bucks s. z. erinnert haben: In welchem

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