Drittes Bück. 609
ouen soviel/ daß selbü-sängefährlichen Orten/ als zum Forst-Ordn.P.l.ar^^- Lci«-q.Pfaltz Neuburg.Forst-
Bws»Ä !, S«»S^ -- 0d<- Ordn^ p, 5^ FÜM Württnb-rg ^°,st ordn,
auf gefährliche Weise / als mit Kohlen / glüend oder P.2. c>r. von Hirten und andern Feuer. Fuchi. Braun,
brennender kunte/zutrinckenverbotten ist/ damit nemlich fchw.Luneburg.^orst Ordn.cap. z.n z6. Furstl-Wem-
bierdurcb keine Auersbrunst entstehe: Vicl. 8peckk»n manschen Forst.- Ordn. »rr.z.§. 9. Fm-stl. GotM)M
<1ecurzAecu?p2circsiZnem PSZ. zf. ö! Z6 Vornem- Wald - Ordn. arc. I0. L.to.Hurstl. Gorlnlch. ^euer,
lick aberist bas Taback-trincken in denen Waldern ver- Ordn. csp. z. »rr. i. §. 7. Furstl. Marburg. Ho^tz O' dn.botten/ angesehen bey dürren Zeiten das Feuer leicht den z z. Hohenloischen Forst Ordn^.c. z«. und andem
Mo5 und die Blätter erreichen/ und sodann eine grosse mehr; >^66. Noe Meurer im ^sagd und^-orst Recht/
G/ttt Mehen könte / wie zusehen aus der Churbayer. p> l. paß. 5. ö: Lpeiciel, m 8xscui.) ur. voc. ^.aback iin.
Das XXXI. Capitel.
Bon der Weyde undFärber-Röthe.
^knnhalt. also / daß es noch etwas von Safft und Feucktwk-.'t
wasnach derSaung;iiti>un,bisesjumB«rkauffcntuch. gemahlene Kraut feucht zusammen wie Schneeball
tlg ist. h. 4. Von der Farbei'.Räthe/ dessen Nutzbarkeit/ brücket/ gegendie Sonnen geleget/ daß sie trucknen. U!>und Eigenschafft. wie dieseidige ju saen. aus den Marck geführet und verkauffet. Und so
und was nachgcbends vo j h . ^ . Worbey dieses noch zu mercken/
§. i. daß wann man den Acker / worauf dieses Kraut gestan-M vorhergehenden zweyen Capiteln haben den / zu andern Früchten wieder gebrauchen will / diewir ein Kraut abgehandelt / welches man Wurtzel nach Michaeli vorhero m,t einer scharffen Hauendurch eine Beitz- färbet: Hier kommet ei- oder starcken Pflug-Eysen aus dem Acker gebracht wer-nes/ womit man färbet. Wir haben es so den müssen: Dann wo dieses nicht geschiehet / wird es aufwenig gar auslassen wollen: als sorgfältig künfftigen Sommer so dick/als es vorher gestanden/wie-andere/auch so gar Her: lieresd-ck da- der herfur wachsen. ^von rraüiret haben. Es wird die Weide/ und (Zlakum §. 4- Weil die Farber-Röthe mit der Weyde einigeaenennet/und harseinen absonderlichen Nutzen: immas- Verwandtschafft hat/als wollen wir auch/ in diesem Ca->en es erstlich zur Farbe der Wollen und des Gewands pitel/ von derselben zugleich etwas weniges melden; wie,Unet / und ein Grund aller anderen Farben ist - Dar- wohl sie von der Weyde ,n diesem Stücke unterredennach gebrauchen es auch dieMahler zur blauen / und zu ist/daß der Grund davon gebessert/und von dessen Kraut^^penrungandererFarben/wiewolessohäussignicht gleichsam gedunget wird / da hingegen die Weyde dena-fundenwnd: weil «s die Aecker ziemlich aussauget und Acker auösauget und mager machet: Sie bringet Mch-mager machet Inzwischen trifft man es nicht allein in falls Nicht germgen Nutzen: angesehen man d.e TucherThüringen und sonderlich umErffmtund Gocha/ son- Pomerantzen-Farb und Roth damit färben kan/ unddern auch im Land an der Eifel/ in Geldern / und andern wann sie der Weyde beygesellet ssi/ kan man auch dadurchOrten an. Dessen Eigenschafft ist / daß es einen schwar- die schonsten und bestandigsten schwartzen Tucher machen,m, fetten und fruchtbaren Acker erfordert / welcher wohl So können auch die Eyer / so man darinnen siedet/ dar-gearbeitet / und besser mit der Schauffel / als mit dem mit gefarbet werden. Dessen Eigenschafft mit allerhandMua vorbereitet werden mus; absonderlich abersolldie- Art Erden vergnüget ist/wann dieMge wohl mit Dun-ses Z'raut in neuen/ aus Wiesen in Aecker verwandelten/ gen und Aeckern versehen worden. Das Ansäen betref-Gründenwohlgerathen/woaberderGrundunddieLuft send/ geschiehet selbiges im Fruhlmg im Mertzen/odecnickt angenehm sind/ wird fast alle Bemühung vergebens Anfang des Aprils / im alten Mond / und zwar auf dieftf-nn " " Weise / wie der Hanff/ ziemlich dick / wann nur hernach'5» Der Saame dieses Krauts ist fast dem Gersten- das Feld wohl eingeegget / vor dem Vieh mit Zaunenge,Körnlem aleich / doch nicht so dick und vollkommen / hat nau verwahret / und von allem Unkraut zu verschiedenen6ne sckwartz blaue Färb / und wann man ihn aufmachet/ malen / so offr es nemlich die Nochdurfft erfordert / gerei-L t man ein kleines gelbes Körnlein darinnen: Dersel- mget worden / woraufman d.e Wurtzelzwey Jahr lang/bm wird im April in die fnfche Erde geworffen / und wohl biß sie die völlige Grösse erreichet / m der Erden stehen lästM der Eaaen bedecket; Und wann die warmen Nächt setz nachgebends aber von Jahren zu Jahren ,m Scpeem-Mwn Ostern und Pfingsten anfangen / so bekommet der ausgräbet / darnach an der S^mien trucknet / imer ?. vder 4-Blätlein / welche schier dem Klee gleich- Backofen dörret / und auf denen Stampf-Mühlen zuförrmgsmd / und wachset hernach / biß er wohl 8. oder 1 Pulver mahlet / endlich aber zu dem vorhergeschriebenenoder mchrBlätter überkommet; Weil aber das Unkraut Gebrauch anwendet. D»e Wurtzel hat eme grosse Krafft/demselben w zusetzet / als muß man solches bey Zeiten so gar/daß diyemge / so bey denen Mahlern sind / warmausiaten ' der Staub davon ihnen in die Nasey kommet / an ihrer/. 3'. Wann nun dieses Kraut also gewartet wor- Gesundheit / auch so gar an Leben Schaden nehmen/ wel,den / pfleget man dasselbige von der Wurtzel mit einem ches daher noch augenscheinlicher ist / daß denememgen/scharffen breiten EGn abzustoßen/ und zwar das erstemal welche mit dieser Röche umgehen / der Unn gleich rochge,bald nach dem Festlnmnris: Darnach führet man es färbet /und dem V,eh / welches eme Zettwng damit ge-ankleine Wasserbächlein, waschet es dafelbsten rein ab/ speißt worden/Fleisch und Gebemerochlich werden,und bringet es hierauf auf einen grünen Anger; daselbst „ , ^ . ^es bey Sonnenschein wieder austrocknen ist; jedoch Hyyy NechtS-