Drittes Buch.
folgt/ das hat das sogenannte schwache Gut besonders;dann dises wird nach ersterwahnterArbeit/von einerNol-!e mit ihren gewöhnlich/ und weidmannisch zureden aufKöpfe geschlagen / in einer schwachen Brühe gedeihet:Darauf erforderlich umrollt/und zum andern mahl in derBrühe gebeitzt-Wiewol nun vielBetrug/vermittelstdi'etBeitz mit unterschleichen soll/ und da derTaback/ wanner alt wird/der schwachen Färb/ wann er gleich nicht ge-deiht würde/ohnedem nicht entgehen kan: Uberdas viclgrüne umeitige Blatter/ ^um Betrug des Kaufers/ un-ter diesem schwachen Kleid der Beiße/ mit dahin schlei-chen : Die Faulnus und der Schimmel nur desto ebe undscharfer am Taback fressen. Das Gewichtauch unnöthigdurch das Baitzen vermehret wird. Und endlich obgleichder rothe oder braune Taback an vielen Orten demschwachen oder vielmehr durch die Beitze geschwächten /weit vorgezogen wird ; Nichtsdestoweniger schlagt ihmdiese Baitze gar wohl zu; Nur muß man genaue Acht ha-Km/ daß man ihn sehr wohl austrocknen / und an trucke-M Orten aufbehalten lasse. Sowird wohl die GefahrdnVerschimmlung/ was die Anfeuchtung aus der Beitzanlangt/ zurück bleiben müssen.
§.?. Hat er nun sein Recht/ auch was das Tru-cknen anlangt/ bekommen? so wird der Toback in denKöpfe-Kasten eingesetzt/gebogen und gestaucht; nachge-hends in Kübel und Kisten gelegt/und sein sauber gepresst/und ausdiese Weisewird erschon lang gut bleiben. Imübrigen ist er noch vielen Betrügereyen/ biß er an weitentlegenen Orten ankommt/unterworfen. Ich habe ein-mahlneben noch 2. guten Freunden bey der Nacht untereinem lustigen Friedens-Gezelt 4. Bauren Toback-Be-reiter miteinander wettestreiten hören/welcher die Kauf-leute am besten ausnehmen / betriegen/ und mit Einspren-gung des Tobacks am listigsten betrügen könne. Die sau-bern Herrn wüsten von uns nichts / dann es war eine lei-
nene Wand darzwischen. Weil sie nun die Kauffteutemit Nahmen/und darunter auch einen meiner bekanntennennten/ den sie auf den morgenden Tag mit Toback an-führen wollten; DerMicheia/ der sichsoviel nur seinemEinsprengen des Tobacks einbilde/ sollmch-tsdargegenseyn : So kam'ch nutder Scbreib-Tafel hervor/ undzeichnete auf / was ich von diesen Gesellen / die sicb ihrerBosheit rühmten/hörete. Ich mag hier gewisserUrsachwegen alle Umstände nir erzehlen/ aber ve« sichern/daß ichindessen alles/ unter hechlichen Lachen unsrer Drey/wohl/auch mit denen wom. prapn/z getroffen. Morgens voranbrechenden Tag / überschrieb und schickte ich in dieStadt / dann man kunte damahls auch bey der Nachthinein/meinem Freund/was heunt Nacht für eine Glockeüber ihn gegossen worden/und wie dieKerls hiessen: Wersein Beystand seyn/ und wie ihn der sich am besten für seinInrerelleporrirt anstellen werde / am ärgsten anführenwolle. Der Freund nahm alles wohl in acht / traf dieSacheHaar-klein wie ich geschrieben/an/ ertappte dieKerl auf öffentlicher That / und sie wurden so bestürtzt/daß sie glaubten / der Kauffmann müste entweder einenWahrsager-Geist/ oder ein Gespenst gehabt haben / daSihn vor diesem Schaden bey der Nacht gewarnet. Bis-her gieng es/ meiner Imenrion nach/ alles gut. Wannnur Verletzte sHu, ausgeblieben wäre. Dann die an-dern drey Bauren/ fielen endlich auf den Argwohn / derjenige/ welcher sich für den Beystand des KaussmannSangegeben und ihn am meinsten zu betrügen versprochen/müsse umgesattelt/die Partey der Toback Bereiter ver-lassen/ und den Handel dem Kauffmann entdecket haben.Er mochte es nun betheuren/wie er wollte/ es half nichts.Sie fielen endlich/ da er auch trutzig zufuhr/ über ihn her/und prügelten ihn recht grob/ das ist aufbaurisch/ ab. INAnsehung dessen war mir Leid/ daß meine Treue gegenden Kauffmann/als meinen Freund/wieder diesen guten
Beystand/