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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
511
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Anderes Buch.

mir Wasen beschlagen. Besser ists / man baue also / daß Salbey in den Wem legen / und Kräuter - Salat ae?

man des Kothbachens nicht bedarff. niessen.

Wein- und Bier-Essig auf das gantzeJahr machen. Mayen-Butter einsatzen.

Der vonHoltzapM gemachte ist der beste/geschmackhass-

tigste/und koM am wenigsten. iz.

ASStan»da-K°mblih-- ^ , ?"der Altzncy soll man '

malumschlageii. . Eichenbrobs abschneiden / und zur Artzeney aufde,

Das alte Getreid abgeben / und damit dem neuen halten. ^ ^ .

Sergen GOttes Platz machen; das alte nicht zu theuer ... Regenwurmer unter denen Steinen oder auch aus

aMagen / damit das neue nicht umschlage. Garten-Geschirren und Bettern Mmmeln / köpfen / das

Jung°N.ss.>n,s°>ch°un.«dasWin.«-Futt.-,.schlagen/ im Abnehmen abschneiden / und auftrocknen:

-^opvlumen emgeti agen / zmn qzervilsurrer. wärmet ihn auf emer heissen Ofenblatten oder auf einer

Die Spatzen -Nester absiechen / oder ausnehmen/ Glut/und schmieret damit die lahmenGlieder nach zwnch.

und sie sammt ihnen und denen Eyern/so viel möglich ver- Mäyen.Würmer suchen und insOel legen; ic»^,

^ » - gcstreimte und bunte Mäyen-Scknecken im May-Thau

Most- und Weinfässer vollwercken. zusammen lesen / in einem Glas mit Saltz bestreuen / und

Wer nicht viel übrigen Wein hat/ kan / damit er an die Sonne stellen / und für ein Wund>Oel ;u allerley

die Haus -Nothdursst nicht schwache/ mit dem Wein- srischenWunden gebrauchen. lrem schwache Schnecken

Verkaufs an sich halten/und zusehen/ob keine Fröste nach- zurHomsalbe sammlen.

kommen. Wer aber guten Vorrath hat / mag freyer ab- Regenwasser auffangen / sonderlich wann es don-geben. Steure/ so viel als an dir ist / aller Theurung. Die nert und hart wittert / und zur Artzeney aufbehalten,da reich werden wollen / fallen in Versuchung. Wasser von denen iungen Schwalben für die Fvaiß/Was jetzt und nachgehenden Monat von Weinen irem zu heilsamer Benetzung in mancherley Zustandensich nickt verändert/ und die Färb behalt/ das halt sich aus Erdrauch/ Meerkraut/Fenchel/ Linden,Blühe,lanae ^akr hinaus. Mayenblumen/ Röhrlkraut/ Rosmarin / Saurampser/

Änren ansetzen vom Regenwasser und dem übrigen Werr^thausbrennen, ^

dazuqekörigen / und an seinem Ort beschriebenen Zeug- . Milch und Butter / welche/etz gesimder als zur an«

D-e Kiele / welche um diese Zeit die Gänse fallen las- dernZeit/ aber nur mäßig undn.chtzu offt essen/ und jÄW

ftn /an e.ner Glut streissen. es nöthig / Artzeneyen und Aderlassen / Krauter - Bäder

Das Haus mir Gottesfurcht und Gerechtigkeit ge- gebrauchen / sich nach Beschaffenheit des Alters und der

vauund wohlverwahren. frafften bewegen / mehr vor Mittag m,d vor Essens:

^ dann nach Essens ist nur eme gar gelinde Bewegung zuge-

F. !2. lassen. Welches jedoch kein Ding ist für die Holtzhacker.

^ HSn wie sind deine Wercke so groß und viel? Du

ivttillUi! hastsie alle weislich geordnet/ unddieErde istvolldeiner

Körbelkraut / Melissen/ Pimpinell/ Rauten/ Güter-?Kl. 104.

Das Ll. Zapitei.

Des BraKmonats (/umi) VerriKtungen.

§. i. werden / die Schöber auf abgekoppeten / und zu diesem

»M1s«>ls man End obenher breit aneinander geregelten/ bey anderthalb

MUsoemseweMMl how Felder- und andern Aubäumen/ oder in

Dieses Monats ??amen sein Recht Ermanglung derselben an erhabenen Oertern ausrichten/

thun und zwiebrachen / (oder zum andern- haß Wasser untenher weglauffen möge können,

mal brachen.) ^ Am Mehen nicht ausden Monden/sondern ausguz

Im Anfang des Monats auch um Jo- tx^cken uiid warmes Wetter sehen,

wnms eineKldmieth (ist ein Mischlmg von Erbsen/Ger- langstänglichte und grosse Gras am allerersten

sten / Linsen / Wicken und andern Gesam / tarrayo) aus- wegnehnien / eke dann es zu harte Stengel gewinnet,

säen / solchen fürs Vieh in unmäßiger Zeit abzuschneiden/ Mch die wasserigen und feuchten Wiesen bald ab-

und bald eine Bürde zu bekommen. mähen / ehe sie vom Platzregen unsauber gemacht wer-

Heiden (Heidel) nach Himmelfahrt baue». dem

Mitreiten / und gleich unterackern lassen. ^ Die abgemäheten Wiesen bey dürr-- und trockenen

Nachdem Kraut und RubeN sehen/ ob sie des Sau- Wetter öffters wassern,

berns bedörffen, undkein Geschmeiß / Hertzwürmer und Kümmel in denen Wiesen sammlen / und wann er

Rappen darinn ansetzen. . . . aufTüchern gebreitet/auszufallen beginnet/ausklopssen.

Die Wiesen nach und nach und von Stuck zu Stuck Den Hopffen hacken/ ausblättern/ und an die Stanz

abmähen / damit man jedes Theil wohl heimbringen mo- gen binden.

qe / und vom gählingen Regenwetter nichts verschwem- Den Hanffeimel (auch B'ßvitz oder PcWna ge-

met werde. nannt) so bald er anfanget zu stauben / ziehen (rupffen/

Wo die Wiesen leicht mit Wasser überschwemmet ausfangen.)

Die