50 6 Des klugen und Rechts: verständigen HauS-VatterS
§. IZ.
§- 72.
<?n der Kucke «dll man In der Artzney soll man
oer ^ucye sou man Froschleich sammlen und distilliren im Anfang des
Veyelsafft undJucker einmachen. ^ Monats.
Die jungen aufschlagenden Holdersproßlein abbru- In der Tag - und Nachtgleiche (^quinoHio ) bä-hen und wieder abtrocknen/ mi-t Qel und Essig anma- den/ massige Bewegung und Artzney gebrauchen. WarSchen/ statt eines Salats esten. Purgiren lind und reim- vonnothenhat.
gen das Geblüt. . ^ . Das Haubt reinigen. Die Begierde und anziehen-
Bircken-Wasser im zunehmenden Monden aus- de Krafft des Magens siärcken. Die aufdünstende Feuch-
japssen und eintragen. tigkeiten der Erden/soviel sich thun last/vermeiden. Jn-
Pöprlkraut und Wmtzel zum Salat gebrauchen, zwischen aber sich und seinmMagen nicht verzartlen.
Dann indiesem und nechsten Monat sind sie am besten. Schnee sammlen und aufheben. Danner sollsüret-
was gut seyn/wie an seinem Ort sich weisen wird.
Das XciX. Capitel.
Des Aprils/ Ostermonats (^xMs) BerriZtungen.
§. i. den vorhero in Zucker-Wasser eingeweichet. Kürbis und
sl>sl MllN Erd-Aepffel stecken nach dem Neumonden.- an senn / da,! die Sommersaat vol- Den Spargel und andere Gartenkräuter / so schon
le^s aar ins Ä d komme d i Som- etwas erwach,en/vom Unkraut saubern/und seibM/wann
sie hervor sch.essen/im kaltenWetter überdecken,cken/ Linsen/ Bohnen/ Hirß u. d. g. aus- chelsamnen auss^^^ eingeweichten Fm-
"^Aufdi-.-l,-Brachb-dach-undg«°nseyn. Bey
^ba>t-^-r Nasse ml dem Pflug auf d>e >pw>.« und D-nWerrm steiffg nachstellen/ und sie hinweg-D?N»Ä Stangen verwahren, dem Vieh fangen, so man änderst was »onGewächsen -mp-rbrin-
Dm Erdfloh / alsd-n V-rderd-r der
Den Men Waitzen mit der Sichel übergehen und <
abschärffen/ehe er die Knoten und einen Halm gewinnet. "
Den Hopffen hacken und anlegen. IM Ovsi - GartM soll llMN
Z!°Z!!?mem°Ä°!'ss.n-^ mchrschV''"'''"^»--^-»/ auch deuMn mchl
sie Kält überhln/ und der Mond wachset/ den Kleesamen Den Peltzern die Wasserschüsse benehmen / denaussprengen. Schönes Werter cmget sich ohne das Moß bey nassem Wetter abschaben / und die Ameissen
^"WanndleWiesendurchde-H-mm-.-Nässe, ode. V-aM-S
^-r°°nchn-n°-rsch°n°.bl«bw/l°e.ch-s°nstleich.ad-
^ Die Wiesen nur bey dürren und durstigen Wetter Mandel - Psersich 5 Marillen-Hasel,
wassem. ^ ^ und Welsche Nußkern aus den Geschirren mitsamt der
GeHage und Graben bey den Wiesen ausbessern/ sacht ausnehmen/ und in sandichte aute Platze/ e-
oder neue machen. ben so wie sie im Geschir: gestanden / der Tieffe nach' ver-
^ setzen/ aber jedem anfangs etwas Erde anhauffeln. ES
werden auch wol die Geschine / darinn sie gestanden sit-JmKucyeu-Garren sl)u man tiglich ttrklopffet/ daß n,an sie desto leichter herausbrin-
Mrley Kuchenkräuter säen/ und zwar was unter gen möge. Das gehet aber an ziemlich rcmperirtenOr-sich wächst / als Dorschen / Frührettig / frühe Garten- ten an. Wo der Sommer etwas spater eintritt / undRubel / Awibel/ Seleri/ Scorzonera u.d.g. im abneh- die Lufft etwas strenger / da sie auch schwerer aufzubrm-men; was aber in die Höhe wachst/als Salat/ Erbsen/ gen/wollen sie ehe sie völlig ins Feld versetzet werden/vor-Bohnen /Artischocken und dergleichen/im Zunehmen des hero jede besonders in besondere Geschirre umaMt/undMonden. . im Winter mit andern Gewachsen in die Gewö/ber ge-
TürckischenWa'tz anbauen. bracht; und sodann / nachdem sie ein und andern Wm-
Melonen und Gurckenkern stossen / so schon zwey- ter etwas erstarcket/ ferner in ihr Feld eingesetzet werden,oder dreyjahrig/ welchefur besser gehalten werden / als Zween oder drey Tage nach dem neuen Zwetschgen/die vor einen Jahr gewachsen. Dte Melonenkern wer« w,e auch ander Obst peltzen.
Raupen-