Anderes Buch. 46Z
der Lufft Klarheit^» Mern Wetter / und stilles Wetter der ein Regen vorher gegangen / so deutet et auf schön
zu brausenden Sturm wenden« Wetter.
Je grüner die Färb des Regenbogens ist/ je mehr
Regens//e röcheraberdieFarbeist/ ?e mehr Wmdser . , ^
bedeutet. Lap. 77. Von derWttterung vomReMund
Das Stuck des Regenbogens/ die Wassergall ge- Regenbogen,
nannt/deutetgleichfalls auf bevorstehenden Regen. dieses ist auch von denen gar zu jähen siar-
Wann kleine Füncklein im Regen flattern/so bedeu- ^^Wcken und uiigevo^hnlichen Ziegen zu sagen / v»
tetes RegMwetter. -"^ögzicj. 17z, V. 4. ^ßich Loss.lik. cle remill.
Wann ein Regenbogen erscheint ehe es regnet / so mcrceck conäuÄ. n. 74. Vom RegenboIen. v. Oiec-
regnttsund gemeiniglich drey Tage nacheinander/ ist a- Kcrr. in Lomin. I'kel, pr. Lelolcl. vocs Regenbogen.
Das i-XXvm. Zapltcl.
Die Witterung von? Donner und WetterleuMen.
Er Donner der so gleich Regen mit sich sonderlich wanns aus den Wolcken gegen die Erde
führet/ ist am wenigsten gefahrlich/ weil die schlagt.
Lufft durch den Regen abgekühlet wirv. Das rothe Wetterleuchten ist noch gefahrlicher und
T Je mehr es aus schwachen Wolcken zünden mitten im Regen an was brennen kan/ ist auch mit
donnert / je mehr Regen istzu erwarten. keinem Masser zu dampften.
So es mehr donnert als wetterleuchtet / so ist von Das schwartzlichte Wetterleuchten / welches voll
der Seiten/wo er am meisten gehöret wird / grosser Rauchs zu feyn scheint/zerspaltet und verderbt Thürne/
Sturm zu vermuthen. grosse Bäume und was es sonst antrifft.
Der Donner kommt im Winter zwar selten / aaec So man in klarem Wetter viel Wetterleuchten ge-wann er kommt / so kommt er am gefahrlichsten. gen Süden siehet/ so vermuthet man des andern Tages
Das Donnerwetter thut sonderlich an denen Orten/ Regen,
über denen es stehet/Schaden/ ftitenwertsaber/ da des Vormittagiger Donner bewegt die Lufft mitWind
Donners Wolcken übertreiben/ ist wemg Schade zu be- und hefftigen Regen.
sorgen. Also erfahret man / daß ein Schaur - und Ha- Wann sich der Himmel des Abends ohne Gewölck
gel-Wetter/ das Getraid offt nur etliche 1 «Q. Schritte und Donner mit vielen Blitzen oder Wetterleuchten ab-
m die Breite / in die Lange aber etliche Meilen lang kühlet/ ist schön Wetter zu vermuthen.
D°mm - Wetter am hellen Mitlage pflegt dm ReMAANNMckllNgM.
'"''^SmÄd-u Donner übertreffen / oder auch an ä-> c-p, 78. Vom Donner und Wctt-rlcucht-n.
klaren Himmel erregt werden / geben Zeichen zum Re- Esgleichen auch von andern VOercer-Schaden/
geu. MMdavon zusehenvieckerr sä 8peiciel. voo. ausge^!
Gelb, und röchlicht Wetterleuchten ist gefährlich/ nHmmen ^>aZe!/ Feue?-und XVasserschad.
Das 1.XXIX. Capitel.
Die Witterung vom Thau/ Reiss/ Hagel/ SWee und
Frost.
^ Aeussiger und vieler Thau ist einer klaren Wann die Kalte am strengsten angehalten hak / unS
Luffr'Vorläuffer. , drausnachlasset/ dieLufft amh dabey dickund trübe wird/
So aber kein Thau auf die Orte fallet/ so wird Schnee-Wetter vermuthet,wohin er sonst zu fallen pfleget / da folget Auf trockene Kalte/ die nichts frieren macht/ folget
bald Regen und Wind / es wäre dann/ ebenfalls gemeiniglich Schnee-Wetter.
- daß er vom Winde verzehret würde. ^ ^
D-rReiff/d-rSchne--undnichtSSArt>gaufda§ ReMKANMerckUNaM.
^ niederfallet/ bedeu- ^ ^ Die Witterung vom Thau / Rciff/
So« »der in die Lufft auffahret / und sich nicht wie- / Schnee / Frost ic.
der auf die Erde giebt / so fället er nach Gelegenheit der K??MJchtwemgervonden,Schnee/ wannderselbige
Jahrs-ZeitinReaen und Schnee wieder herab. <HM gar zu hauffig/ odergar zur ungewöhnlichen Zeit
Der kleine/ weisse und runde Hagel / der zu Anfang gefallen / und die Fruchte verderbet hat; vi6.
des Frosts fället / deutet der Kalte Wachsthum an. ?sntlcbm. qv.s. n.6. gestalten auch dißfalls der Verpach,
Der bleiche/dicke und lang-viereckigte Hagel aber ter dem Pachter emen Nachlaß/an der Pacht verwilligen
deutet anfMäßigungder kalten Lufft. , Muß.vl^cruv.vec.Lzbbsrkm.c.y.äec.F. W-eda-M
Wann es klein und subul schneyet/ so ist grosse Kal- auch die Vielheit des Schnees unter die Ehehassten ge-
te/die eine Zeitlang anhalten wird/zu vermuthen. rechnet wird. vi6.8tryck. cZMerc. äelmpeckm. leZzl.o.
Der grosse/ breite und vieleckichte Schnee aber/ der z.n.Fy.sclcl.ScÄtut.^amburZ.p. i.ric. iz.zrt.e. Wei-
als Wolle und Federn herab fället / und sich zusammen len aber unterweilen die Pachter alle unversehens Zufall
ballen lasset / verkündiget gemäßigte Kälte und Thau- über sich zu nehmen pflegen / als wird gesraget / ob
Wetter. ches