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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Anderes Buch. 461

Hebt es ineinen Winde oderSturm anzuregnen/sopflegt sich der Wind bald zu legen.

Stiller Wind/der sich hin und her sonderlich vonSüden wendet/ist des Regens Vorbot öffters gewesen/allermeist bey /msiern Himmel.

So es in Men Regen zu wehen beginnet / so willsich der Regen bald in trockenes Wetter verändern.

Die Wind-Würbel die schnell kommen/undSand/

Staub/Heu / Stroh und andere leichte Sachen in dieHöhe führen/sind des Regens Vorläuffer: So sie häuf-fig kommen und der Himmel mit Wolcken überzogen ist/pflegt ein Donner-Wetter zu folgen.

Das l.XXVI. Capitel.

Die Witterung vom Nebel und denen Wolcken.

Er Nebel/ der wie ein kleiner Staub - Re- Etliche dünne und röthlichte Wolcken/die sich in der

gen herab fallet/ bedeutet schön Wetter. Sonnen Ausgang ausbreiten/verheiffen eine schöne und

Wann sich der Nebel aufziehet/so ist klare Nacht-

Regen zu vermuthen. Weisse Wolcken/ die sich als weisse Wolle oder wie

Neblichte dunckle Lufft die sich trennet/ ein Haussen Federn / wann die Sonne bereits hoch am

und von der Sonnen verzehrr wird / be- Himmel stehet/ ausbreiten/zeigen Klarheit an.

deutet klar Werter. Kleine Wolcken/die überall neben der Erden auf-

So bey heitern Himmel und der Sonnen Aufgang kommen/und stracks verschwinden/ deuten auf klare Lufft.

Nebel entstehen/ so erregen sie ojft Sturmwinde. Etliche rotheWolcken/die nach der Sonnen klaren

Wann in denen Tählern Nebel stehen / die Spi- Untergang auskommen/versprechen schönW etter.

tzen der Berge aber licht sind / so bedeurer es nach dem Desgleichen thun auch etliche dünne Wolcken/ die

Regen schön Wetter / nach schönen Wetter aber Regen, sich des Morgens bey aufgehender Sonnen trennen.

Ein dicker Nebel der des Abends fället / bringt die Rothe Wolcken/ die bey der Sonnen Untergang

folgende Nacht gerne Regen. zerstreuet anzusehen/ pflegen aufRegen zu deuten.

Wann hohe Berge und Walder vom Nebel Wann sich die Wolcken im Regen mehr und mehr

dampften und rauchen / so folgt gerne Regen-Wetter. von einander scheiden/ und allgemach verschwinden / son-

Nebel aber die gar niedrig neben denen Bergen/ derlicb von dem Ott/woher der Wind gehet/ so ist tro-

vder auf dem Felde niedergedrückt liegen/ bedeuten schön cken Wetter zu hoffen.

Wetter. Desgleichen deuten auch die Wolcken/die Morgen

So des Morgens eine Nebel «Wolcke vor der gegen Niedergang gerrieben werden/ auf trocken Wet-

Sonnen hergehet/so gibts Regen. l ter.

Wann häuffige finstere und dicke Nebel entstehen/ Gar geschwind getriebene Wolcken bedeutn zurso ist insgemein die Lufft vom Wind und Sturm ver- Zeit des Regenwetters / daß der Regen noch langer an-dächtig. halten werde.

Niedere Wolcken bedeuten Regen. Wolcken / so gleich weiffm Bergen und Scbnee-

Schwartze dicke Wolcken/die mit dem Winde auf- Haussen nacheinander aufziehen/ von der Sonnen aber

steigen und fortgeben/und vom Morgen biß in die Nacht zertrenner werden / verkündigen hell und klar Wetter,

stehen/ bedeuten künsstigen langen Regen. Wann über den? Meer/oder anderwegen eine di-

Wann finster - farbige oder röthlichte grüne Wol- cke Wolcke stehet/ die das Wasser anzurühren scheint und

cken als zerhechelt oder abgeschnittene Wolle hauffig von in dieLuffr Stuckweise auffahrt/ fo ist trocken Wetter zu

Süden ziehen/ so mag man einen Regen erwarten der hoffen. ^

biß gegen 'drey Tage währet. Dünne Wolcken/ die zur Zeit nassen Wetters an

Viele Wolcken/die gleich neben der Erden stehen der Sekr und Mitte bleichfarbig erscheinen/bedeuten

und unten schwartz sind/bedeuten Naße/ ob sie schon oben Veränderung des Wetters.

Rvsen-röthig waren. . Schwartze finstere oder?^ ^?erft,cbigeWolcken/die

Dergleichen ist auch von röthlichten und Bleyfar- dem feuerrothlgen Sonnen . .^gangfolgen/bedeuten

bigmWolcken zu urtheilen / die von allen Seiten hauffig Regennnd unbeständig Wetter,

kommenund niedrig bey der Erden stehen. So Purpur - färbige Wolcken / weit ausgestreckt

Wolcken/die in der Lufft sehr grün scheinen / gebett nach der Sonnen Untergang stehen/vermuthet man/daß

offt einen schnellen Wasser -Fall und Wolckenbruch. grosser Wind entstehen werde.

Etliche dicke Wolcken/ die auf denen Höhen und Braune dunckel-rothe oder blut-röthlechte Wolcken

Spitzen der Berge umfchweiffen/ bedeuten Regen. die im Sommer bey warmer und fchwüllichter Lufft er--

Wann das Gewölck nach einen langwierigen Land- scheinen / pjkqen graufame Donner - Wetter und fchäd-

Negen geschwinde abreißet/ und der Himmel auf einmal lich fallendes Feuer zu vei kün .'gen.

mit einander heiter und helle wird / so hat der Sonnen- Sehr grüne Wolcken / weil sie voll Wassers sind/

Schein selten Bestand: Hingegen wann die Wolcken geben zwar kein sonderlich gefährlich Donner-Wetter/

nach und nach dünne werden und zergehen/ ist die Hoff- aber offt Wolckenbrücbe und Wasser-Falle,

nung zum beständigen schönen Wetter gewisser/sonderlich DieGrüneFarb^ in den Wolcken mit rother und

wann die grosse dicke Wolcken in kleine zergehen/ und der schwacher Farbe vermengt/pflegt aufhefftigen grausamen

Himmel fchockicht wird. Donner zu deuten.

Mmm 3 Die

ReWs -ZlnmerckuWN.

^ Ap- 7 5. Von der Lusst und Witterung derWmden.

der / und rv.is aus denen

^MReck»ten zu odlerviren / desgleichen auch von?KMoen Winden/ baben wir ebenfalls bereits anders-wo gehandelt, ^clcl. ?err. (Gregor. Ikolokm. 5.U.lüt,. i.csp.s.percoc.