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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
Entstehung
Seite
346
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gri 'fffrembder Güterund Eigenthümer vorzubeugen undabzuhelffen erdacht worden. Nachdem aber ihr eigenÄug sich nimmer satt gesehen/ und ihr Ohr sich nimmersatt gehöret/und ihnen je mehr und mehr die Sehnsuchtund schnöder Durst angewachsen / ein Land nach dem an-dern an sich zu ziehen/ und die gantze Welt (lciUcer) un-ter ihre Füsse zu zwingen/ da muste sich der steinerne Götzauch ein blutiges Opffer gefallen lassen. Dann sie brach-ten und schlachteten ihm ein Mutter-Lamm und eineSchweins-Mutter oder Sutz. Das gab zwar eine solcheDeutung: Weil die Schafe gern irre und mit freyen Fußder besten Weide nachgehen / unbesorgt ob dieselbe inn-oder ausserhalb ihres Herrn Grentzen gewachsen : undweil die Schweine wühlen und wüsten / und mit ihremRüssel einHauen und graben / wie und wo sie zukommen/<s sey der Ort geweyhet oder gemein/bemarcket oder frey/daher hatte man folchezu dissemOpfferdienstzu brauchen/als ein Deutungs-Bild/ daß die auch das Leben verwir-cket hätten/ welche die Grantzen verrückten und engerten/und der benachbarten Lander und Felder widerRechr undBilligkeit an sich zögen ; Wie sie dann solches zu ihremVortheil wol zu brauchen gewust/ da sie selbst untereinan-der sich keiner von dem Seinigen nichts nehmen ließ/auchftembden den geringsten AnundEingreiffnicht gestattet/hingegen aber haben sie sich selbst mit ihrernlermiao oderGrentzgötzen keinen Zweck gestecket/und sich durch solchesSchem-Opsser gleichsam bey ihre Stein-Götze abgekauf-fet/und dieGrentzen zu erweitern weidlichBlut vergossen/gleich als ware der^erminuz nur ihnen allein zum Scheinun Vortheil eingesetzet/und partheisch/damit ihnen nichtsvon ihren Landen abgeschrencket wurde: sie aber hattenfreye Macht / ihm in die graue und kraule Haar zu fallen/den Bart zu rupffen/die Augen auszustechen/ oder ibn alseinen wolverdienren aufein andersPlatzlein hin zu führen/gleich als woltensie ihn zu einer höhern Ehrenftelle erheben

und ein weitlaufftigers bessersAmbl einraumen/da er sichweiter umthun und mehr ausrichten könte. Dann wiedie Heyden insgesamt ihre Götzen und Klötze mehr mitGeberden / Scheinworten und äußerlichen phantasti-schen Gepreng und Ceremonien geehret / also gieng esauch diesem 'lermino : Der muste ein Schalcksdeckelund Larve offenbahrer Ungerechtigkeit undGeitzes seyn.Andern/die sie Barbarer nenneten/ stellten sie einen sol-chen Götzen dar/ den sollen sie für einen GOtt halten/ sieaber selbst verlachten behdes diese und den Götzen/ undhielten ihn für das/ was er war/ nemlich für nichts. Aberdas machts/ sie warenHeyden/dievon dem wahrenGOttund Gottesdienstnichtswüsten /diehatGQttdahmge-geben in verkehrten Sinn zu thun das nicht taugt. Warewol zu wünschen/ daß es unter den Christen selbst auch diß-fallssich änderte und besserte / und sie dem wahren heili-gen GOtt mit bessern Ernst und Treuen dienen möchten/als die Heyden ihren Götzen gethan: Da würde einerdem andern lieber geben als nehmen/weil jenes seeliger alsdieses / und nicht nur kein Land oder Feld / sondernauch nicht einen Zaunstecken entzücken oder verrücken /und ihme das seine zu behalten förderlich und dienst-lich seyn. Aber hierüber haben schon andere klüge-re heimliche und öffentliche Klagen geführet/ welche hof-fentlich nun mehrer bessernNachdmckhabewerden/als siejemahlen gehabt/ damit der Wunsch gesammterChristen-heit zum Nachdruck gelange / und fortan Lieb und TreueaufErden wachse und Gerechtigkeit vom Himmel schaue.Aber wieder aufs vorige zukommen / so haben gleichwoldie Heyden mit besagten Götzenbild andeuten wollen /und öffentlich bekannt / daß die Fraischsteine GOtt zumUrsprung haben/ ob sie gleich vom wahren GOtt ab undauf einen falschen Larven - Götzen gefallen. Des besag-ten Göyen Gestalt aber ( so es änderst der Mühe werchdavon zu sagen) war dich : Sie stelleten ihn bald aufei-