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Francisci Philippi Florini ... Oeconomus prudens et legalis oder allgemeiner, klug- und rechts-verständiger Haus-Vatter : bestehend in 9 Büchern
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Anderes Buch.

22t

Da6 XXl. Kapitel.

Von Feuermaurm und RauMngen.

Innhalt. mw! ) oder andere unfreundliche und abenthe«WM

tz.i.O»5»ie Feuermauer Untersatze) der oberste Theil aber einen der schicken sich hier am allerwenigsten. Geben inzwischen

Lrantz/und Aufsatz haben soll. Deren Wanden Dicke / Ge> ein Sinnebild eines UNgÜtigM wilden Gemüths / desieN

babschliessnng/Uneröffnungvon den Seiten. Des Rauch' Nvutuna am necksten auf den BauKerZN und

sangs gerade Auffsührung. Die Aufflagen der 4.Wänden. ^ s.

Die Feueressen. Der mittel-und kleinern Art Zubereitung selbst sich M lencken pfleget. ^>ann die ^)bel schwelle et-

und Bejierung. Oas Maß der Eröffnung. DerOber- nerley Hohe oder über sich gemessene Brette Mit der Brei-I

schwelle Hohe. Warum die Feueressen mit eisernen Platten te der Pfosten hat / mögcN Borten Und Krantz auch wol

dessen versteckter Deutung. Wann die Zierden unterblei' Nemlich mneihalb i.er Esse in der wett hiNemsteheNdeN

den können? Die Nothwendigkeit einer eisern Wandplatte Wand eme grosse eiserne Platte / als em Wandschirm

mit Aufschriftt oder gehörigen Bildern. Daß hier auch hdle wider das Feuer vest angemachetwerden. An derselben

obenhersiÜndeeinesinttretcheAufl'chriffrgar fein. Ein

«ssen'; und wie ei» e zwischen jweyen Fenstern; und wo keine 2örand0pffer0derBrand, (als etwanndi^e durch daS

Statt finde. Deren Form in grossen Sählen. z. Die vom Himmel fallende Feuer samt 7000. Schafen Vers

Weite und Grösse des Schornsteinbusens. Die Höh« des brcmdte Hirten des Hiobs / mit VeyfÜgUNg des flüchti-

fang/und seine Höhe. Des Kuchenheerds Höhe/und rings darauf abbtlden. Es konte em Bauhen auch Wvl Ur^

umher fteyer Stand. fachen!/ metallene mwendkg hohle Seulen hier zu ge^

§. 1. brauchen. Glattwerck ist hier wegen des bequemen Abi

B« daswa- ist "°st°: Schnitzw-rck .Mg. füglich» and..«.

zu wissen / daß die Feuermauer unten ei- § Ker Play/wo sie ihren Stand sotten nehmen/

mge Uncer^lze wemgjr einen haben so.l. ^ nach Ärcder Zimmerzu erkisen. In den sihacbeF

Das oberste Theil der Mauer MW mit Gemächern/so an der Ecke der Gebaue liegen/

clnem Rrany/dem Gemäuer eine'Bede- die Feueresse in den Winckel/gerad gegen dem Ecke

ckung zu geben/versehen seyn. Aufdenselbigenkomtdle der Strassen über : derselben Feueresse Winckel

c. 10. §. 15. beschriebene Laterne. O»e N/anoe dcr dem Achtecke genommen werden. Dee

Feuermauren müssen zum wenigsten etne gememe^eg-l- ^ucbfang aber erhebet sich zubeeden Seiten / vorab

drc.te odereinen halben Fuß oickseyn / auch »hre Fugen Creutzgewölb vorhanden. In ablaugen ZlM,

gehab) l teste n / da im td erdurch me gelassene Nutze aus-- aber ste het die Feueresse am besten in mitten der law

drmgeude Rauch die A>and mchtberusse. Und eben 1. .e- Seiten. In grossen und aarlangen Gemächern

se Mchwartzung zu verhuten/mussen alle tte.ne R»ye aiick wol zwo Feueressen an den schmalen Sei-

und L^öck)er von der Caminmauer weg bleiben. Der ^ gegeneinander übergesetzer werden / und zwar beede

Rauchfang muß gerad auf /mchlm der Krumme her einerley Grösse und Form. Es mag auch wol eine

ausgeführet seyn. Alk vier N)andeder feuermaurm F^^resse zrviscden zweyen Fenstern Statt finden//^

sollen aufliegen. Drey davon kommen auf den rech, en doch mit dem Beding/daß sie anderswo keinen anstandi-

Mauren zu ruhen / dievierdte Mrd mwerts von Seulen gernÖrt/anvor aber hieselbst eine genügsame dickeMauer

in der Feueressen unterstutzet. D-e mnere iLroff.il'ng erMgcn Raum habe. Wo die Mauer an sich

oder Feueresse d-enet zu eineniHerde oder zum^euer an- dnnne/und da^u mit dem Rücken sich gegen der oft

machen. 'Von den grossen prächtigen Feueressen ist >. Strasse wendet / da muß keine Feueresse angeleget

Orts nichts zu melden. .^ie mittelmäßige undkleinere ^^den : Massen allhier der Rauch so starck durchfressen

Feueressen können mit Mosten und mit einem Gesimse/ / daß man aufder andern Seite / vorabwann die

so den dritten -^heilder Hohe der Eröffnung hat / angege- y^^er sich annasset/ den rußigen Ubelstand gnug ersehen

benwerden. A)ül man die Unkosten dran wendeli/ kan Die Feueressen in den grossen Sahlen soll man

man sie mit em wenig herausstehenden und gantz ausser der ^ änderst als lang rechkeckigt bereiten. Der Doppelt

vordem Deite gleichsam in derMauer steckenden Seulen Obacht oder doch die Form von anderthalb Schacht-n

machen. Sie lassen sich mit Eckenzierden und Zeiten- ^ allen andern Figuren vor. Verschiedene Fi-

rollen/oder auch nur wie < huren oder Fenster auszieren. der Feueressen / sind in des 8«rlii siebenden Buche

Die Eröffnung mag 4. Schuh hoch und sechs lang >eyn. ^nd in einem inFranckreich hiervon besonders guSgelasse?

Der Oberschwelle Höhe halt den neundten Theil der Er- irsÄätlein befindlich,vffnung. Alle Feueressen solten an statt emer Schwelle

mit einer Platte unterleget werden/um die Asche von sol- Vom Rauchfang aber und dessen Zugehorun-

chen erhabenen Boden wol abkehren zu können. Im Fall ^ und derglechen noch ^ des

aber der Boden aus Marmel angeleget wird/ kanman/ Sckorstttns^ujenvderMantelm seinem Umkleißal-

denselben vor demFeuer Schadenloß zu halten/einen eiser- tezett grosser ftyn als der ^>erd / und sich Wenigst einen/

nen Rost/mit einer eisernenPlatte unterzogen/zum Feuer- uieist ?. Schuh/nachdem es der Rarim leidet/heraus wen-

anmachen halten. Ausgehauene Bilder / als Sclaven den und uberbretten. H^gegen ist es ein grober fehler/

oder Lastträgerinne unter das Gesimse untergesetzet/ die- wann er nur oder kaumso breit als der Herd. DerRaum

nen zum scheinbaren Pracht / tragen aber nichts/ müssen ^ter dem Mlamel biß an den Boden hmab kan auf6.

dahero andere verdeckte Stuben oder Seulen hinter sich Schuh und Mithin alsogenommen werden/ daß em law

zu RückHaltern und Gehülffen haben. Ausgehauene ger Mann aufrecht und ungehindert danmter stehen

geharnischte Manner/wildeMänner/GraLtzbildcr/(1'er? mag. Nachmessen Hohe sind auch dre^uchcnfenster