Das Dritte Blich / Von Kräutern. 1529
> Von der Natur/ Krafft und Etgenschafft 5 Olvscoriäez saget/ welche Weiber ihre Seilen zu Derzeit,
der Galläpffel. viel haben /die sollen in die Brüh sitzen/ da Galläpffel
I^Xkoscoriäes sagt / daß die Galläpffel ein Kl afft in ge,otten seyn/so verstillet es das Zl'.essen/und ist gut
haben/ damit sie zusammenziehen/ seynauch wider den Äusgang der Mutter,
truckner Natur^ ^ Man soll sie sammlcn / so sie am l Oder siede Galläpffel in Regenwasser / mische
Baum dür: worden siiid. Wegnchsaffr darunder / und mache mit Baunnvol-
Zäpfflcm/ nehme es zu ihr/ hilffl wol. ^
^nmriityer ^veoraucy. Gallapffcl gepulvert und auffdie fau!e ünreine/bö- saule
/^L2lllapffel in Wasser gesotten / und mit diesem je Wunden gelegr / trucknet sie aus/ und verzehret das Wunde».
BauMüß. Wasser die Speise bereitet/ stopffet alle Bauch- faule Fleisch/verstillet auch das Bluten/und hefftet die
' flüß / sonderlich die rothe Ruhr: etlichegeben diese Wunden zusammen/ wann sie noch frisch seyn.
Aepfelgepulverc mit rothem Wein ein: andere gebens Galläpffel / Speyerling / Nespeien und Rosen in
mit Regenwasser em. Wein und Cssig gesotten/ die Bruh im Mund ge- Wackiende
Eussertl'cher Gebrauch der Galläpffel. halten/ machrr diewacklmde Zahn wiederum fest. ^
werden die Gcill^vffel aar wenia / innerlick ae- Wmm einer "ZLeibsperson die Brüst wollen zu GrosieBrüst
li und ^ S'°k n>„ Sin, s«!l sie nchmm gkstossa; GÄ<ö W-«<-'
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äpfrlttiWassttgcsotcm/»»dwic cinc2rapIz5mzauff- bci n.tzc ein<>ch!i'timm vmmn/ un lege ihn
Ausgehen, gelegt/gar nutzlich gebraucht werden die Hitz des Hin- ^ ^
Sarm dernund des ausgehenden Maßdarms zu Heileu. ^Wldei dasObrenbluten/ siede Ga^lev IN ^»lg Ullu Ohren,
Oio5con6e5 meldet/ daß die Galläpffel klein zer- Wa>,!-r/ ML. rieu^ ^aivon IN das Obr.
BeiiFleisch stossen und übergestreuet / verhindern das geil auff- . Widerdas Najrnbiutti!: l Mische Galläpffelmit Naftw
verhindern, wachse Fleisch / und verstellen die Fluß des Zahn- Wegrichsaffr / oder Mit Trschelkrumsafft / netze ein bluren.
Mundfäule, fleisches/ s heilen auch die Mundfäule. 1 Tuchleiii darein/Uild stoß IN oie Nasen. Oder mache
Mundfäule. . WiderdieMundfäule oder Mundgeschwär/nimm ein Pflaster von Gaüapfflc.i und E -veiß/kgs auffdie
Galles/ Granatblüt/ Cypttßnüß jedes ein Untz/ Ro- Stirne uin die Echläsj. ^)der^ Nimn» Wtgrich-
sen/ Rosenbutzen jedes ein halb Loth/ Eichelnhäußlein safft/Schlehensafft und Rosenwasscr jedes 2. Nützen /
^ ein Loth/ze> stoß gröb/siede sie in Wasser/und wasche ^ Ess-g einLoth/ ein Eyerklar / gesieglet Erden und ge-
denMunddärmit. .. pülvert Galles/ so vsel genug ist zu einem Pflaster/
köcherter sDasmitlelin denGalläpffelnauffeinen löcherten über d.eStirn zu schlagen.
Iahn. Zahn gelegt / ist fast gut darzu. In summa wo man trucknen und zusammenziehen
Das Pulver im Mund gehalten/zeucht das Zahn- soll/ so kan man sich der Galläpffel» gebrauchen.
AdAallene fleisch zusammen/ und hebt das abgefallene Zäpfflein Es werdeil auch die Gallapffel gebrennt aussfolcsie
sapMu,., tVicherumauff.^I Weiß: Nimm der Galläpffel sovielduwilt/ lege sie
Paulus Einers schreibet I>l>. 7. 6e re meäica, dat; auffglühendeKohlcii biß so lana sie glühende werden /
die unzeitlge Galläpffel trucken seyn im dritten Grad/ darnach lösche sie mit Wein und E,siq wiederum aus:
ziehen sehr zUsammen/und treiben zurück allerley Fluß: Diese Galläpffel haben eine sonderliche Krasse und Ei-
Die gelbe aber trucknen und ziehen weniger zusammen. geschafft beyd zu trücknen und das Blur zu stillen:
Durchlauff. Wider den Durchlauff: sGalläpffelundEyerklar Derowegen sie auch von ^io , ?aulo ,zu einem Pflaster vermischt / und auff den Bauch ge- und Oribatio, unter die ^eckcamem-l ge-^ legt/verstellet den Bauchfluß. Oder ^ Nimm Nespeln- . rechnet werden.safft/Schlehensafft / Margrandenblüt'jedes ein Untz/ ^ ^ Welcher schwartz Haar will haben / der nehme ZciMrtzQuittensafft/rothen Wein/jedes sechs Untz/Myrten Galläpffel/die dick und schwär seyen/siede die m Oel/und Quittenöl/jedes z.Untzeti/Mastixund Griechisch das Oel durch ein Tuch / laß darnach ttuckenPcch/ gelb Rosensaamen/ ^chlchen/Rockenmähl/ie- ^x^en an der Sonnen / d.ß pulveriste-' er mir Regen-des ein Loth / Drachenblüt/gesiegelt Erden/ Bolar- wasser/ Wäsche sein Haar oder Barr darmir. Elld-men/ Galles jedes ein halb Loth / Wachs so viel noth jich „-„ 9^ schwartze Dinren/ mach also: Nimm der Schwar»ist/und einwenig Essig/das streich über ein Tuch/und kleinen kollechtigeisGalläpffel fünffach / zerstoß sie D-.m,.iU^ schlage es warm über den Bauch., grob/Vitriol drey Loth / Gummi Arabici zwey Loth/
Würgendes Wider dasWürgen Und Brechen des Magens/ Saltzeinhalb Quintlein/thue es alles in einen vergla-
L siede Gallapffel in Essig und Regenwasser/netze darin «.^ten Hafen/geuß darüber guten weissen Wein/der
ein Tuch,und schlags auffden Magen. Oder^ Nimm seye/zwey Pfund/ vermach oben den Haftn/ stelle
Galläpffel/MastipmdBolarmen/siede die in Essig/ jhn vierzehen Tag an die Sönnen/ oder im W-n-
und rothem Wein/netze ein drey oder Vierfachs leinett ter auffden Ofen / und rühre es alle Tag/so
Tuch darinnen/ und lege es über den Magen/ doch et- Kast du aute Dinten. 1was warm / und solches zum offternmaU
Ende des Dritten Theils dieses Kräuterbuchs.
Zehen