Canarium commune L.
Syn. Canarium Mehenbethenc Gaertn. Canarium zephyrinum Miquel
und
Icica Icicariba D. C.
Syn. Icica Sellowi Turczan. Protium Icicariba March.Elemibaum — Elemi — Manila Elemi.
Familie: Burseraceae; Gattung: Canarium L., Icica Aubl. ( Protium Burm.)
Beschreibung. Ueber den Baum, oder besser gesagt, über die Bäume, welche das Elemiliefern, herrscht noch grosse Unkenntniss. Bentley and Trimen halten den in der Tagalasprachemit Abilo bezeichneten, Elemi liefernden Baum, Arbol a brea der Spanier (Baum mit Theer), fürCanarium commune L. und stützen sich dabei auf Kamel (Camellius), welcher um das Jahr 1701berichtet, dass dieses Canarium Arbol de la brea genannt werde. Ueber den Elemibaum, denPerrottet 1821 von den Philippinen lebend nach Paris brachte und von dort aus nach den französi-schen Colonien am Senegal und Cayenne verpflanzte, konnte 1851 Niemand mehr Auskunft geben.Perrottet schildert diesen Baum als gross und mit unpaarig gefiederten Blättern ausgestattet undnach Flückigers Vermuthung vielleicht übereinstimmend mit einem von Blanco als Icica Abilo nichtgenau beschriebenen, harzreichen Baume. Baup hält dafür, dass dies Canarium album Räuschelgewesen sei.
Canarium Commune L. ist nach Bentley and Trimen ein Baum von ungefähr 12—15 MeterHöhe, mit einem starken Stamme und blasser oder weisslicher Rinde. Blätter sehr gross, abwechselnd,weit spreizend, lang gestielt, 30 und mehr Centimeter lang, unpaarig 4- bis 5jochig gefiedert, mitsteifer, cylindrischer, gestreifter, glatter Blattspindel, an deren Grunde sich die flügelähnlichen, ab-stehenden, ungefähr 2 — 3 Ctm. langen, rundlich- oder länglich-ovalen, ganzen oder gezähnten odergesägten, dicken, glatten, mit zahlreichen parallelen Adern ausgestatteten, abfallenden Nebenblätterbefinden. Fiederblättchen gegenständig, an ungefähr 2 Ctm. langen, glatten Stielen, 10—20 Ctm.lang, die unteren gewöhnlich kleiner, eiförmig oder länglich-eiförmig, an der Basis gerundet, am oberenEnde in eine lange Spitze ausgezogen, ganzrandig, glatt, dick, mit auf der Unterseite erhabener Mittel-rippe und ungefähr 12 fast rechtwinkelig ablaufenden Seitennerven, welche nach dem Rande bogigverlaufen und sich dort verbinden; die Blattfarbe ist ein abgestumpftes Grün, unterseits blasser. Blüthenziemlich klein, zwei- oder eingeschlechtig, kurz gestielt, in grosse, steife, pyramidale, wenigblüthigeend- oder achselständige Rispen geordnet, Stiele und Stielchen fein seidig behaart. Brakteen gross,gerundet, seidig, die jungen Blüthen einschliessend, sehr bald abfallend. Kelch ungefähr 8 Mm. lang,glockenförmig, mit 3 sehr flachen, breiten, stumpfen aber stachelspitzigen Abschnitten, in der Knospeklappig, sehr dick, auf der Aussenfläche mit einem gelblichen, seidigen Flaum bedeckt. Kronblätter 8(seltner 4), mit den Kelchlappen abwechselnd, unterständig, aufrecht, doppelt so lang als der Kelch,oblong-spateiförmig, an der Spitze gerundet, stumpf gespitzt, dick und fleischig, an den Kanten ver-dünnt, die concave Seite nach innen gekehrt, beiderseits, namentlich auf der Aussenseite, seidig be-haart, weiss. Staubgefässe 6 (auch 8), doppelt so viel als Kronblätter, ringförmig dem Diskus ein-gefügt, die vor den Kronblättern stehenden kurzer; Filamente sehr kurz, an der Basis leicht verbunden;Antheren viel länger als die Filamente, an der Basis herzförmig, oben spitz, nach innen aufspringend.Fruchtknoten eiförmig, 3fächerig, mit 2 Eichen in jedem Fache, seitlich befestigt am oberen Theileder Axe. Griffel kurz und dick, die Staubgefässe überragend; Narbe kopfförmig, 3lappig. Die Stein-frucht besitzt ungefähr die Grösse einer Pflaume, ist gegen 2 1 /» bis 3 Ctm. lang, eiförmig, vonden Kelchresten unterstützt, zugespitzt, stumpf 3kantig, glatt, dunkel blaugrün, mit einem dünn-fleischigen Epicarp und durch Fehlschlagen gewöhnlich lfächerig, mit 1 sämigem Steine. Same sogross wie eine Mandel. Samenschale zarthäutig; Samenlappen sehr gross, fleischig und ölig, sehr tiefbis fast zum Grunde eingeschnitten, stumpf 3lappig, ineinandergefaltet. Würzelchen aufrecht, cylindrisch.Eiweiss fehlt.
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