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2 (1887)
Entstehung
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171r
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Copaifera officinalis L.

Syn. C. Jacquini Desf.

Kopaiva Copahu Copaiba.

Familie: Caesalpiniaceae; Gattung: Copaifera L.

Beschreibung. Die Gattung Copaifera besteht ans meist stattlichen, balsamführenden, mitreich belaubten Kronen ausgestatteten Bäumen, welche mit zerstreut stehenden, paarig gefiederten, 210-(selten 1-) jochigen Blättern, meist ungleichhälftigen, von zahlreichen Oeldrüsen durchscheinend punk-tirten Blättchen und hinfälligen, kleinen Nebenblättchen versehen sind. Die kleinen, meist weissenZwitterblüthen sind zu end- oder achselständigen, einfachen oder rispig zusammengesetzten Aehren,selten Trauben angeordnet. Die schuppenförmigen Deckblätter klein und hinfällig. Blüthenboden(Receptaculum) ebenfalls klein, convex oder wenig verbreitert. Bliithendecke einfach, nur aus einemKelche (Perigon) bestehend, unterständig, lederartig. Kelch 4 blätterig, in der Knospe dachig oder fastklappig, unregelmässig, ausgebreitet, abfallend, das oberste Kelchblatt breiter, das unterste schmälerals die 2 seitenständigen. Kronblätter fehlend, Staubgefässe 8 oder 10, fast unterständig (hypogyn)oder schwach umständig (perigyn), frei, gleich lang, mit etwas gekrümmten, kahlen Filamenten undgleich gestalteten, ovalen, an der Mitte des Rückens angehefteten, 2 fächerigen und mit Längsrissensich öffnenden Staubbeuteln. Pollen linsenförmig-dreiseitig, 3porig. Stempel frei, oberständig; Frucht-knoten kurz gestielt, 2- (selten 3-) eiig, etwas zusammengedrückt, mit schlankem, fadenförmigem,gekrümmtem Griffel und endständiger, gestutzter oder wenig kopfiger Narbe. Eichen unter der Spitzedes Faches der inneren Wand angeheftet. Die mandelförmige Hülse kurz gestielt, schief elliptisch odergekrümmt eiförmig, zusammengedrückt oder aufgetrieben, holzig lederartig, von der bleibenden Basisdes Griffes kurz gechnäbelt, 2 klappig, einsamig. Der eiweisslose, hängende Same von einem fleischigen,schief glockenförmigen Mantel halb umhüllt, elliptisch, etwas zusammengedrückt, mit deutlicher Nabel-linie. Embryo mit kurzem, geradem, von den fleischigen, planconvexen Samenenlappen eingeschlossenemWürzelchen, welches dem Nabel schief zugewendet ist.

Die bekanntesten balsamliefernden Arten sind folgende:

Copaifera officinalis L. (C. Jacquini Desf.) ist der nachfolgenden Art (guianensis) sehr ver-wandt und hauptsächlich durch die mit Ausnahme des letzten Paares fast immer wechselständigen, kurzund stumpf zugespitzten Fiedern verschieden. Nees v. Esenbeck giebt folgende Beschreibung:Einhoher und schöner Baum, der im Süden von Amerika, besonders in der Nähe von Tola (?) gefunden wird.Die Blätter sind abwechselnd, ohngefähr 4 Zoll lang, abgebrochen-gefiedert; an einem runden, gemein-schaftlichen Blattstiele stehen 68 eiförmige, in eine kurze und stumpfe Spitze auslaufende, ganz-randige, glatte und glänzende Fiederblättchen, die ohngefähr 2 Zoll lang und auf der unteren Seitemit einem hervortretenden, rostfarbigen Mittelnerven versehen sind. Die unteren von diesen stehenhäufig abwechselnd, die beiden obersten sind sich entgegengesetzt, zuweilen fehlt eins von diesen unddie Blätter erscheinen dann als folia pinnata cum impari. Die Blüthen stehen in sparrigen, zusammen-gesetzten Trauben von der Länge der Blätter, aus deren Winkeln sie entspringen. Der gemeinschaft-liche Blüthenstiel theilt sich gewöhnlich in 8 1 1 / 2 Zoll lange Aestchen, die dicht mit den sitzendenweissen Blüthen bedeckt sind. Die Krone besteht aus 4 eiförmigen, spitzen, ausgebreiteten Blumen-blättern, die Staubfäden sind etwas länger als die Krone und neigen sich bogenförmig nach dem Griffelhin. Der runde Fruchtknoten ist kurz gestielt und trägt einen fadenförmigen Griffel mit stumpfer