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2 (1887)
Entstehung
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99r
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oder blassrosenrotlier Mittelrinde. Entweder sind mehrere Knollstöcke zu einem, mit einerbesonders schönen Wurzel locker zusammengeschnürten Bündel zusammengepackt oder jedesWurzelsystem ist für sich zu einem flachen Bündel ausgebreitet und mit einer Wurzel lockerumwickelt. Die Zellen der Kernscheide sind im Querschnitt vorwiegend quadratisch, auchdreieckig und rhombisch, selten radial gestreckt und nach innen mehr verdickt. Das Holzzeigt enge Gefässe. Diese Sarsaparille, welche von Sm. syphilitica abstammen soll, wird inVenezuela gesammelt und kommt aus Caracas über Guayra in den Handel.

6. Honduras-Sarsaparille: Der Wurzelstock ist mit langen, federkieldicken, vielfaserigen,nicht tief gefurchten, 2—4 Mm. starken, meistens fetten, mehligen oder etwas hornartigen,derben Wurzeln versehen, welche, rein gewaschen, eine gelblich-graue bis dunkelbraune Farbezeigen. Holzring etwas schmäler als der Markdurchmesser; Rinde bedeutend breiter als derHolzring. Die Zellen der Kernscheide zeigen im Querschnitte vorwiegend quadratische Formmit wenig und gleichmässig verdickten Wandungen. Sie wird in der unter ABC beschriebenenVerpackung aus dem Staate Honduras über Truxillo und aus der britischen Kolonie Hondurasüber Belize und von der Südküste Guatemalas und Nicaraguas über Realjo in den Handelgebracht. Die Hauptmenge stammt nach Flückiger aus dem Gebiete der in den Golf vonHonduras mündenden Flüsse Sarstoon, Polochic uud Motagua.

Die Guatemala-Sarsaparille, welche seit Anfang der 50er Jahre über London in denHandel kommt, ist eine ausgezeichnete Waare mit 6 Mm. dicken, rothgelben Wurzeln, die sichdurch eine stärker längsrunzelige, mehr eingeschrumpfte und leicht abbröckelnde Rinde vonder Hondurassorte auszeichnen. Die Zellen der Kernscheide sind im Querschnitte etwastangential gestreckt und nach innen stärker verdickt.

7. Sarsaparilla von Para, Brasilien, Maranhao, Sarsa vom Rio Negro. Sie kommt inder unter E beschriebenen Verpackung in den Handel, besitzt eine durch Räuchern verursachtedunkle, graue Oberfläche und nur hie und da durch Abschälen der Epidermis die ursprünglichröthliche Farbe. Die 2—4 Mm. dicken, runden, gestreiften oder schwach gefurchten Wurzelnzeigen im Querschnitt eine starke, weisse, mehlige oder hornartige Rinde und einen Holzring,der halb so breit (oder auch schmäler) als das mehlige und weisse Mark ist. Die Zellen derKernscheide sind im Querschnitt radial gestreckt, auch fast dreieckig, nach innen stärker ver-dickt, die Höhlung weit.

Dieser eben beschriebenen Sarsaparilla ist in der Regel eine andere Sorte beigemischt, derenKernscheidezellen sehr stark nach innen verdickt sind. Flückiger erwähnt noch einer um 1879 inden Handel gekommenen Para- oder Rio Negro-Sarsaparille, welche aus 1 Meter langen, sehr dunkel-braunen, strohigen, oft bezaserten Wurzeln besteht, von denen ca. 6 am oberen Ende mit einer Lianeumwickelt und dann 14 solcher Bündelchen zu einem 7 Ctm. starken Bund vereinigt werden. DieseWurzelp besitzen ein zusammengefallenes, stärkefreies Rindengewebe und im Querschnitt etwas radialgestreckte Kernscheidezellen. Der innere Cylinder enthält Stärke.

Nach Pöppig sind die Stammpflanzen der Para-Sarsaparille Smilax cordato-ovata Pers.und Sm. syphilitica Hb., nach von Martius Sm. officinalis Hb. und Sm. papyracea Poir. LetzterePflanze wird neuerdings als die Stammpflanze angenommen. Die Droge stammt aus dem Stromgebietedes Amazonas und wird über Para oder Bahia (in früheren Zeiten nach Lissabon) ausgeführt.

Die Schleiden'sche Charakteristik, welche sich auf die Beschaffenheit der Zellen der Kern-scheide gründet und von Vielen als die zuverlässigste angesehen wird, ist folgende:

I. Zellen der Kernscheide im Querschnitt vorwaltend quadratisch, nicht stark ver-dickt, die Höhlungen daher weit.

A. Zellen der Kernscheide gleichförmig oder nach den Seitenflächen etwas stärker verdickt.

Hierher die Sarsaparilla von Honduras s. Guatemala.

B. Zellen der Kernscheide im Querschnitte quadratisch, nicht stark verdickt, nach innen (derdem Holze zugewendeten Seite) merklich mehr verdickt als nach aussen (der der Peripheriezugewendeten Seite).

Hierher Sarsaparilla von Granada, Caracas und z. Thl. Lima.

II. Zellen der Kernscheide vorwaltend etwas tangential gestreckt, stark nach innenverdickt.

Hierher Sarsaparilla von Manzanilla z. Thl. von Lima.