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1 (1887)
Entstehung
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59r
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Malva silvestris L.

Syn. Althaea süvestris Alefeld.

Rosspappel, wilde Käsepappel, wilde Malve, grosse Hasenpappel Mallow Mauve.

Familie: Malvaceae. Gattung: Malva L.

Beschreibung 1 . Ein- oder zweijährige, auch ausdauernde Pflanze Die senkrecht in denBoden gehende, ästige, viele Wurzelfasern treibende, innen weisse Wurzel treibt einen gewöhnlich auf-rechten, auch niederliegenden oder aufsteigenden, rauhhaarigen, abgerundet-kantigen, bis meterhohenStengel, der mit wendelständigen, sehr lang gestielten, kerbig gesägten, auf beiden Seiten weichhaarigenBlättern besetzt ist. Blattstiele rauhhaarig. Die unteren Blätter unvollkommen rundlich-7.lappig, dieoberen spitz-71appig, die obersten 51appig. Blüthen in den Blattachseln zu 2 5 büschelig gehäuft.Die einbltithigen, ebenfalls haarigen Blüthenstiele kürzer als die Blattstiele, sowohl zur Blüthe- alsFruchtzeit aufrecht. Kelch doppelt; Aussenkelcli 3blätterig, mit lanzettförmigen, spitzen Blättchen,kürzer als der Innenkelch. Letzterer glockenförmig, 5spaltig, mit dreieckigen, spitzen Abschnitten.Blumenkrone 5blätterig. Kronblätter verkehrt-eiförmig, tief ausgerandet, 3 4mal länger als der Kelch,flach ausgebreitet, rosa, purpurn - gestreift. Staubfäden vielzählig, im unteren Theile zu einer walzen-förmigen Röhre verwachsen, ohen frei, mit nierenförmigen, einfächerigen, quer aufspringenden, weissenStaubbeuteln. Pollen kugelig, kurzstachelig, weiss. Der vielfächerige Fruchtknoten rundlich, nieder-gedrückt, strahlig gefurcht. Griffel vielspaltig, auf der Innenseite der Aeste der Länge nach die Narbentragend. Die kreisförmige, niedergedrückte, in der Mitte vertiefte, vom bleibenden Kelche umgebeneFrucht aus vielen nierenförmigen, nicht aufspringenden, einsamigen, scharfrandigen, netzig-runzeligenFrüchtchen bestehend, die sich zur Zeit der Reife von einander trennen. Samen nierenförmig, auf-steigend, mit gekrümmtem Embryo. Keimblätter laubig.

Anatomisches: Im Palissadengewebe der oberen Blatthälfte, ebenso auch in den Blattstielen und Stengelntreten Schleimzellen auf, die sich bezüglich ihrer äusseren Beschaffenheit nicht sonderlich auszeichnen. Die Epidermisträgt auf kurzen Stielzellen kleine, mehrzellige Drüsen, sogenannte Köpfchenhaare. Die langen Haare, die bei unsererArt bis zu 6 büschelig vereinigt sind, sind stets einzellig. Das innere Blattgewebe ist reich an Oxalatdrusen(Flüekiger).

Verbreitung 1 . Auf Schutt, an Zäunen, Wegrändern durch ganz Europa mit Ausschluss deshöheren Nordens und durch Mittelasien verbreitet; neuerdings auch in Amerika angesiedelt. Bis indie mittleren Gebirge aufsteigend. ^

Blüthezeit. Juli bis September.

Name und Geschichtliches. Der auch für andere Arten der Gattung Malva gebrauchteName Pappel (althochdeutsch papula, babilla, papxlla, pappala ; mittelhochdeutsch Baippel, Pipelde,Pippole; mittelniederdeutsch Pope, Popel, Popele, Poplencrut, Pippulencrut ; hei Hildegard Babbeln,Babela; bei Fuchs Gänsspappel ; bei Brunschwig Bappeln-, bei Bock Keespappeln) wird neuerdingsfälschlicheweise für den Pappelbaum (populus) in Anspruch genommen; er gebührt unserer Gattung.Derselbe ist abzuleiten aus Pappe, pappa (paparium) Brei, pappala schleimig, wegen der breiartigen,schleimigen Masse, die aus unserer Pflanze und verwandten Arten gewonnen wird. Malva des Plinius,finlayrj des Theophrast stammt von iiaXa/ög weich, erweichend. Käsepappel wegen der käseartigenForm der Frucht; silvestris = wildwachsend.

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