Lauras nobilis L.
L. vulgaris Bauh.
Lorbeerbaum — Bay, Sweet Bay, True Laurel — Laurier commun.
Familie: Lauraceae; Gruppe: Lifsaeaccae; Gattung: Laurus L.
Beschreibung'. Ein immergrüner, 2—9 Meter hoher Strauch oder Baum mit sehr ästigerKrone, aufrechten, dicht beblätterten, kahlen, grünen Aesten und kurz gestielten, zerstreut stehenden,6—12 Ctm. langen, 2—5 Ctm. breiten, länglich-lanzettförmigen, ganz- und umgebogen wellenrandigen,nach unten und oben zugespitzten, lederigen, oberseits glänzenden, unterseits netzaderigen und matten,in den Aderwinkeln mit kleinen Grübchen ausgestatteten und daselbst fein bärtigen Blättern, welchedurch Oeldrüsen durchscheinend punktirt sind. Aus den Blattachseln entwickeln sich in der Regel zuzweien (selten einzeln oder zu dreien) die kleinen 3—6 blüthigen Blüthendolden, welche von einer4blätterigen, kahlen oder fast seidenhaarigen Hülle gestützt werden. Blüthen 2liäusig. Das 4tlieilige,unterständige, grünliche, gelbliche bis weisse Perigon mit 3—5 nervigen, ovalen, stumpfen, drüsigpunktirten, nicht ganz gleichen Abschnitten. Männliche Blüthe mit 12 in 3 Wirtein stehendenStaubgefässen, deren Filamente unterhalb der Mitte beiderseits mit je einer fast sitzenden Drüse ausge-stattet sind. Antheren oblong, fast rechteckig, 2 fächerig, auf der inneren Seite des spateiförmig verbrei-terten Staubfadenendes eingesenkt; Klappen von unten nach oben aufspringend. Pollen kugelig. Derverkümmerte Stempel aus einem walzenförmigen, hin- und hergebogenen, oben zugespitzten Körper bestehend,welcher die Länge der Staubgefässe nicht erreicht. Weibliche Blüthe mit 4, mit den Perigon-abschnitten abwechselnden, unfruchtbaren Staubgefässen (Staminodien), welche am Grunde des oberen,spateiförmig verbreiterten Theiles beiderseits mit je einer grossen, sitzenden Drüse ausgestattet sind.Stempel oberständig, mit eiförmigem, einfächerigem, eineiigem Fruchtknoten; Griffel von der Länge desFruchtknotens, mit einer nach der tieferen Narbenausrandung verlaufenden Furche. Narbe flach ausge-breitet, unregelmässig geschlitzt. Frucht auf 4 Mm. langem Stiele, eine eiförmige, dünnfleischige,schwarzblaue, 8—10 Mm. lange, einfächerige, einsamige, nackte Beere bildend> die von der scheiben-förmigen Perigonbasis getragen wird. Der eiweisslose Same von der Form der Beere. Embryo mitgrossen, dickfleischigen, planconvexen Samenlappen und kurzem, nach oben gekehrtem Würzelchen.
Von dieser Art kommen folgende Varietäten vor:
a■ latifolia Nees. Blätter grösser, oblong, 3 Ctm. breit;
ß. lanceolata Meissn. Blätter lanzettlich, 1 '/ 2 —2 Ctm. breit;
y. angustifolia Nees. Blätter schmal-lanzettförmig, 6—8 Ctm. lang, 6—14 Mm. breit, ander Basis keilförmig, ausgeschweift;
<J. undulata Meissn. Blätter lanzettlich, wellig gerandet;
e. floributtda Meissn. Blätter elliptisch. Blüthen in zusammengesetzten Döldchen, auf sehrkurzen Stielen gebiischelt, dicht braungelb weichhaarig.
Blüthezeit. März bis Mai. Fruchtreife im Herbst.
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