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1 (1876)
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Ecbalium. Elaterium.

j. Fructus Ecbalii, Fructus Klaterii. Fructus Noinordieae, Fructus Cucumerisasinini. Npriagguike. Eselsgurke, die frischen, Anfangs August, also kurz vor der

Reife von der Pflanze gesammelten Früchte.Sie sind länglich runde, circa 4 Ctm. lange,2,5 Ctm. dicke, gelblichgrüne, weichstach-lige, fleischige, dreifächrige, vielsamige, mitit-Jjj einem grünlichen bitteren Schleime gefüllte

Früchte, gewöhnlich mit dem verwelktenKelche gekrönt. Die am gekrümmtenf t|| Biüthenstiele herabhängenden Früchte sprin-

gen bei der Reife (im August) von selbst _ Jjf oder bei der leisesten Berührung ab und

zwar unter heftiger Entleerung und Aus-spritzung des samenhaltigen FruchtbreiesI ans dem dadurch verursachten Loche. Man

rV'S h bereitet aus dem von den Samen befreiten

Fruchtbreie ein Extract und das Elaterium.

Bestandtheile. Beacoxnot fand in demvon Samen und vom Eiweiss befreiten Frucht-brei 40 Proc. Bitterstoff (Elaterin), 25 Proc.verschiedene Kali- und Kalksalze. NachMarquakd soll der Bitterstoff mit demColocynthin identisch sein. Die völlig rei-fen Früchte enthalten sehr wenig Elaterin.Walz fand in dem Ecbalium Körper, welcheer mit Ecbalin oder Elaterinsäure, Hydro-elaterin, Elaterid, Prophetin bezeichnete.

Fig. "250. Frucht von Ecbalium Elateriumin dem Augenblicke des elastischen Auf-springens. a Frucht, b Stiel.

V Extractum Elaterii, Elaterium ni-gram, Elaterium, Elateriumevtract. Die frischen

Früchte werden contundirt und der ausge-presste, durch ein Haarsieb colirte Saft wirdin der Wärme des Dampfbades zu einemsteifen Extract abgedampft. Ausbeute circa 1,5 Proc. Ein dunkel grünlich-braunes, sehr bitteres, in Wasser trübe lösliches Extract. Es enthält 1520Proc. Elaterin.

Unter dem Namen Elaterium album, Elaterium Anglicum, brachteman vor circa 5 Decennien dasj in der Sonne getrocknete Satzmehl des Saftesund Breies der Früchte in den Handel, entweder in Form ungestalteter leichter,grünlich weisser, auf dem Bruche körniger Stückchen oder solcher, zu 2 Mm.dicker gekrümmter Täfelchen. Es erwies sich von sehr verschiedener Wirkungund wurde dann nicht mehr beachtet.

Anwendung. Das Elateriumextract ist ein Hydragogum und das heftigsteDrasticum. Man giebt es höchst selten und zwar als Reizmittel zu 0,0050,010,015, als Purgirmittel zu 0,0150,0250,05 zwei- bis dreimaltäglich. Grössere Gaben bewirken Erbrechen, Kolik und andere bedenklicheZustände. Die stärkste Einzelndosis ist zu 0,1, die stärkste Gesammtdosis aufden Tag zu 0,3 anzunehmen. Hauptsächlich hat es Anwendung bei Wasser-sucht, Gicht, Diabetes insipidus, hartnäckiger Obstruction gefunden.