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1 (1876)
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983
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Cuprum sulfuricum ammcmiatum.

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in Holzgefässen aber im Keller. Seinen Platz hat er in der Reihe der starkwirkenden Arzneistoffe. In Form eines mittelfeinen Pulvers hält man ihn nurin geringer Menge vorräthig.

Anwendung. Kupfersulfat ist Adstringens und Causticum. Die in Wasserlösliehen Kupfersalze wirken auf die Schleimhäute adstringirend und fällen dieSchleimstoffe, sie coaguliren das Eiweiss des Blutes und der thierisehen Säfte.Daher wirkt das Kupfersalz adstringirend, blutstillend und ätzend. Innerlichgenommen wirken sie brechenerregend und nervenumstimmend. In starkenGaben wirken sie giftig und selbst tödtlich. Gegenmittel sind Eiweiss, Schwefel-eisen, Blutlaugensalz. Man giebt das schwefelsaure Kupferoxyd zu 0,0040,025 bei passiven Blutungen, Epilepsie, Veitstanz und anderen Nervenleiden,als Brechmittel zu 0,03 0,1 Gm. Die Pharmacopoea Germanica giebt alsstärkste Gabe 0,1, auf den Tag 0,4, als Brechmittel in gebrochener Gabe biszu 1,0 an. Aeusserlich wirkt es als Aetz- und blutstillendes Mittel. Es wirdvon dem gemeinen Mann zum Aetzen des sogenannten wilden Fleisches ge-braucht. Im Handverkauf ist es mit Vorsicht abzugeben. Der Verkaufan Landwirthe, welche in der Lösung des rohen Salzes die Saatkörner (zurVerhütung des Getreiderostes) einweichen, unterliegt keinem Bedenken (auf100 Kilog. Saatweizen genügen 100,0 Kupfervitriol und eine 8stiindige Mace-ration). Kupfervitriol schützt organische Stoffe vor Fäulniss und Verwesung.

C'nprnm sulfuricum in ba eil Iis, Kupfervitriolstifte. I. Frisch gepulverterKupfervitriol wird mit einigen Tropfen Wasser befeuchtet und in einerPorcellanschale unter Umrühren zum Schmelzen erhitzt, bis eine zähe Masseentstanden ist. Diese wird alsbald in circa 4 Mm. dicke Stäbe ausgerollt.Sie werden zum Aetzen gebraucht.

II. Man kann auch (nach C almberg ) 10 Th. Kupfervitriolkrystalleund 2 Th. Borax zu einem feinen Pulver mischen, mit Wasser zur Massemachen und in Stäbe ausrollen. Diese werden am lauwarmen Orte oberflächlichtrocken gemacht.

{ III. Cuprum sulfuricum ammoniatum, Ammonium cuprico sulfuricum,Cuprum ammoniacale, ammoniakalisehes Kupfcrsulfat, scliwefelfaures Kupferoxyd-Ammon.

Bereitung. 50 Th. Kupfersulfatkrystalle werden unter öfteremAgitiren in 150 Th. Aetzammon gelöst, wenn nöthig durch ein BäuschchenGlaswolle filtrirt und mit 300 Th. Weingeist gemischt. Den Niederschlagsammelt man in einem Filter und trocknet ihn ohne Anwendung von Wärmedurch Wälzen auf Fliesspapier. Ausbeute fast 48 Theile.

Eigenschaften. Das officinelle ammoniakalische Kupfersulfat bildet eindunkelblaues Krystallpulver von schwachem ammoniakalischem Gerüche, ähn-lichem, ekelhaft metallischem, ammoniakalischem Geschmacke und alkalischerReaction. Es ist in 1 1 / 2 Th. kaltem Wasser löslich, mit vielem Wasser scheidetsich daraus ein Salz von blassblauer Farbe ab, welches etwas weniger Ammonenthält. Längere Zeit der Luft ausgesetzt, verwittert es, besonders das grössereKrystalle bildende Präparat, es verliert einen Theil seines Ammon- und Wasser-gehalts und wird zuletzt zu einem bläulichgrünen Salzpulver, aus schwefel-saurem Ammon und viertelschwefelsaurem Kupferoxyd bestehend. DurchErhitzen verliert es Ammoniak und Wasser, so dass endlich bei 250° C.schwefelsaures Kupferoxyd zurückbleibt.