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1 (1876)
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Chelidonium. — Chenopodium.

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Milchsäfte, dessen Farbe es zum Theil bedingt, enthalten. Ch elidoxanthinist der gelbe Farbstoff des Schellkrautes. Es bildet eine gelbe, spröde, pul-verisirbare Masse von bitterem Geschmack. Es ist leicht löslich in kochendemWasser, und setzt sich daraus beim Erkalten in Form krystallinischer Rinnenab. In Aether ist es unlöslich, in wasserfreiem Weingeist wenig.löslich. Säurenund Alkalien ändern seine Farbe nicht. Tannin fällt es. Die Chelidonsäurebildet farblose seidenglänzende Nadeln und enthält dann 2 Aeq. Wasser.Die Chelidoninsäure ist sublimirbar. Polex, Probst, Lerch haben dieseStoffe gefunden und dargestellt.

Anwendung. Der frische Milchsaft des Schellkrautes ist ätzend und schmecktscharf und bitter. Er wirkt zu 4,0 — 6,0 heftig purgirend und harntreibend.Vom gemeinen Volke wird er zum Aetzen der Warzen auf der Haut ange-wendet. Gabe =1,0 —1,5—2,0 in Mischung mit anderen Kräutersäften. Manbereitet aus dem Safte ein Extract und eine Tinctur.

Extractum Chelidonii wird aus dem frischen Schellkraute wie dasExtractum Belladonnae (S. 580) bereitet. Ausbeute 2,5—3 Proc. Es ist dunkel-braun und in Wasser trübe löslich. Gabe 0,4 — 0,8 —1,5 drei- bis viermaltäglich, gewöhnlich in Pillen.

Tinetura Chelidonii ( Rademacher ). Frisches Schellkraut wird in einemsteinernen Mörser zerstossen, mit einem gleichen Gewicht Weingeist gemischtzwei Tage digerirt, dann filtrirt. Ein Ersatz dieser Tinktur ist eine filtrirteLösung von 3,0 Extractum Chelidonii in 20,0 Wasser und 77,0 Weingeist.

Diese Tinctur wurde von Rademacher bei Gallenfieber und Leberstockungenempfohlen. Gabe 15—-30 Tropfen drei- bis viermal täglich mit Wasser oderin einer Emulsion.

„ (2) Pilulae hepatariae.

(1) Mixtura antidiarrlioica Guttceit . ^ Gummi Ammoniaci 15,0

IV Tincturae Chelidonii Guttas 10 Extracti Chelidonii 10,0

Mucilaginis Tragacanthae 60,0. Saponis medicati 5,0

Spiritus Vini diluti q. s.M. D S. Zweistündlich einen Theelöffel M . f. pilulae ducentae (200).(bei Diarrhoe der Sauglinge). D S- Täglich zwei - bis dreimal 2-4

Pillen (bei chronischen Leberleiden).

Chenopodium.

Chenopodium ambrosio'ides Linn , wohlriechender Gänsefuss, MexikanischesTraubenkraut, eine einjährige, in Mexiko einheimische, im südlichen Deutsch-land und in den Ländern an der Nordsee verwilderte Chenopodee.

Herba Chenopodii ambrosio'idis (ambrosiaci), Herba Botrvos Mexicanae,Mexikani sches Tranbenkraut, Jesuiter Thee, Spanischer oder Mexikanischer TUee, dasgetrocknete blühende Kraut. Der aufrechte Stengel ist 50—90 Ctm. hoch,ästig, gefurcht. Die Blätter stehen wechselnd, sind nebenblattlos, circa 6—7Ctm. lang, circa 2 Ctm. breit, unbehaart, mattgrün oder hellgrün, lanzett-