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1 (1876)
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621
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Borax. 621

4,0 Glycerin, 70,0 destillirtes Wasser, mit Spuren Pomeranzenbliithen- und Petit-grainöl parfiimlrt. (2 Mark.) (Dr. Horn , Analyt.)

Odalin von Vogel in Berlin. Waschwasser gegen Sommersprossen, Leberflecke,spröde Haut etc., ist eine mit Rosenöl parfümirte, mit Anilinroth schwach tingirteLösung von wenig Borax in dünnem Glycerin. (100,0 = 0,75 Mark.) ( Hager,Analyt.)

Orientalische Schönheitsmilch. Weltberühmtes Scliönheits- uud Gesundlieits-Mittel gegen Mangel und Unvollkommenheiten der Haut und zur Erhaltung undVerschönerung derselben von Albin Müller in Brünn. Sie besteht aus 12,5 priipa-rirtem Talkstein, 10,0 Glycerin, 0,5 Borax, 12,0 Kau de Cologne mit Moschus,109,0 Wasser. Ein Flacon enthält 143,0 dieser röthlich weisslichen Flüssigkeit,und kostet nur 0,6 Mark. ( Hager , Analyt.)

Pulver gegen Schwaben, Motten und Mücken, von Ries - Guttmann , ist einGemisch des Insectenpulvers mit grob gestossenem Borax.

Victoria - Aeter - Water, Schönheitsmittel, besteht aus 3,0 Borax, 20 t 0 Glycerinund 100,0 Pomeranzenbliithenwasser. (2 Mark.) ( Schädler , Analyt.)

Tartarus boraxatus, Kali tartaricum boraxatum, CrernorTartarisolubilis., Tartarussolubilis, Boraxweinstein. Nach Pharmacopoea Germanica werden 100 Th. Borax in1000 Th. destillirtem Wasser gelöst, mit 250 Th. gepulvertem Wein-stein versetzt und in der Wärme des Dampfbades unter öfterem Umrührenbis zur Lösung des Weinsteins erhitzt. Die nach dem Erkalten filtrirte Flüs-sigkeit wird durch Abdampfen im Dampfbade in eine zähe, nach dem Erkaltenzerreibliche Masse verwandelt, nun in Bänder ausgezogen, in gelinder Wärmeausgetrocknet und gepulvert.

Bei der Darstellung des Boraxweinsteins ist in erster Linie die Anwen-dung aller metallenen Gerätlischaften auszuschliessen, in zweiter Linie erfordertdas Austrocknen der Masse eine besondere Sorgfalt. In derselben porcellanenenSehale, in welcher das Eindampfen geschah, kann man auch das Austrocknenvornehmen, indem man die weiche glasige Masse noch warm in recht dünneFlocken zerzupft, die Schale mit Papier bedeckt und im Trockenschrank beieiner Temperatur von ungefähr 40 bis 50° C. eine Woche stehen lässt. DieStücken werden dann sämmtlich zerbrochen, um die Ueberzeugung zu gewinnen,dass aueh innerhalb die glasige (amorphe) Form total geschwunden ist. Wäredies nicht der Fall, so lässt man noch einige Tage länger austrocknen. Miteinem scharfen eisernen Spatel lässt sich dann das an den WandungenSitzende leicht abstossen. Man zerreibt nun die Masse in einem warmen por-cellanenen Mörser und bringt das Pulver alsbald in starke Flaschen, welcheman dicht verkorkt und tectirt. So hält es sich gut trocken. Die noch gla-sigen Stücke zu Pulver zerrieben, sind gemeiniglich auch Ursache, dass dieMasse begieriger Feuchtigkeit anzieht und zu einer festen harten Masse zusammen-fliesst. Aus 100 Th. Borax und 250 Th. Weinstein erhält man fast 300 Th.Boraxweinstein.

In neuerer Zeit ist auch ein Tartarus boraxatus in lamellis in den Handelgebracht worden. Ein solches Präparat erhält man durch Austrocknen derauf Glasplatten ausgestrichenen concentrirten Lösung. Da PharmacopoeaGermanica nur ein in Pulver verwandeltes Präparat aufgenommen hat, sodürfte das lamellirte, trotz des schöneren Aussehens, nicht als das officinelleanzunehmen sein.

Eigenschaften. Der Boraxweinstein bildet, völlig ausgetrocknet und zer-rieben, ein amorphes weisses (nicht ganz ausgetrocknet ein gelblich weisses)