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1 (1876)
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607
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Bismuthum.

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filtrirt, wird in eine filtrirte heisse Lösung von 45 Th. Ammoncarbonat in1000 Th. destillirtemWasser getröpfelt. In dem einen oder dem anderenFalle wird noch soviel Ammonearbonatlösung hinzugegeben, dass dasAmmon vorwaltet. Nach zweistündiger Digestion im Wasserbade wird zumErkalten bei Seite gestellt, der Niederschlag gesammelt, ausgewaschen und ingelinder Wärme getrocknet. Ausbeute circa 55 Th.

In Stelle der 100 Th. Wismuthnitrat können auch 250 Th. des officinellenWismuthsubnitrats genommen werden. Die Ausbeute beträgt dann über 210 Th.

Eigenschaften. Das Wismuthcarbonat bildet ein trocknes, schweres,weisses, geruch- und geschmackloses, aus äusserst kleinen mikroskopischenPrismen bestehendes Pulver. Es ist unlöslich in Wasser und Aetzkalilauge,braust beim Aufgiessen einer Säure auf und wird beim Erhitzen gelb.

Prüfung. Das Wismuthcarbonat wird in verdünnter Salpetersäure gelöstund wie Wismuthsubnitrat geprüft. Ein gelbes Präparat enthält SpurenEisen.

Anwendung. Das Wismuthcarbonat wurde von Hannos in den Arznei-schatz eingeführt und dem Wismuthsubnitrat wegen seiner Säure tilgenden undden Stuhlgang nicht hemmenden Wirkung vorgezogen. Er empfahl es besondersbei Gastralgien mit entzündlichem Zustande der Digestionsorgane, bei Erbrechenzahnender Kinder, Diarrhoe schwächlicher Kinder etc. Dosis 0,5 1,01,5zwei- bis dreimal täglich (nach jeder Mahlzeit), Dosis für Kinder 0,1 0,3 0,5 drei- bis viermal täglich. Ein Ersatz ex tempore wäre eine innigeMischung aus 1,1 Wismuthsubnitrat und 0,25 Natronbicarbonat für 1,0 Wis-muthcarbonat. Diese Mischung geschieht in einem lauwarmen Porcellanmörser,um eine Verdunstung etwa freiwerdender Feuchtigkeit zu befördern.

PastiIii Bismuthi earbonici, grammschwere Pastillen aus Cacaomassemit 0,25 Wismuthcarbonat.

Liquor Bismutiii et Ammoni citrici, Liquor Citratis Bismuthi et Ammoiii,Liquor Bismutiii Schatch , SciiATcu'sche Wisiiiutlilösnng.

Bereitung. 10,0 krystallisirtes Wismuthnitrat (oder 6,2 Wismuth-subnitrat) werden zu einem feinen Pulver zerrieben und in eine kalte Lösungvon 9,0 Citronensäur e in 18,0 destillirtes W asser eingetragen. Nachwiederholtem Umrühren wird nun so viel Aetzammonflüssigkeit dazugegeben, bis der anfangs entstandene Niederschlag wiederum in Lösung über-gegangen ist und sich die Flüssigkeit neutral oder höchst wenig alkalischerweist. Dann wird die Flüssigkeit mit destillirtem Wasser bis auf einGewicht von 100,0 verdünnt. Sie enthält 4,4 Procent Wismuthmetalloder 4,9 Proc. Wismuthoxyd gelöst. Man bereitet sie nur, wenn sie ver-langt wird.

Das Präparat der British Pharmacopoeia ist ein ähnliches und enthält4,38 Proc. Wismuthmetall. Die Vorschrift im Handbuch der Arzneiverordnungs-lehre von Waldenburg und Simon (8. Aufl.) ist eine ähnliche früher von Hagergegebene, welche ein Präparat mit '/g mehr Wismuth ausgiebt.

Wird die ammoniakalisch gehaltene Flüssigkeit bis zur Syrupdicke ein-gedampft, auf Glastafeln aufgestrichen und in lauwarmer Temperatur einge-trocknet, so erhält man das Bismutho-Ammonum citricum lamellatum,Ammonowismuthcitrat in Lamellen, von welchen 2 Th. circa zehn Theilender Lösung entsprechen.