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1 (1876)
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541
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Aurum oxydatum.

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man auf einen flachen Porzellanteller aus und trocknet ihn an einem lauwarmen,35° C. nicht überschreitenden, vor Licht geschützten Orte, bis das anhängendefreie Jod vollständig verflüchtigt ist. Ausbeute eirca 15,0. In den Wasch-wässern ist etwas Gold enthalten, und kann dasselbe durch Zink abgeschie-den werden.

Eigenschaften. Das Aurojodid ist ein citronengelbes Pulver, gewöhnlichwegen anhängenden freien Goldes oder freien Jods grünlich. In der Wärmezerfällt es in seine Bestandteile. Es ist in Wasser und Weingeist unlöslich.

Aufbewahrung und Anwendung sind dieselben, wie man unter Auro-Natriumchloratum angegeben findet. Ein obsoletes Präparat.

Aurum oxydatum.

J" Aurum oxydatum, Acidum auricum, Crocus Solis, Aurihydrat, Goldoxyd(AuO 3 ,10HO = 311 oder Au 2 0 3 + 10H 2 0 = 622).

Bereitung. 10,0 praecipitirtes Gold werden in 40,0 Königswassergelöst, und im Wasserbade bis zur Syrupdicke eingedampft, dann mit 600,0bis 700,0 destillirtem Wasser gelöst, die Lösung mit 50,055,0 ge-brannter Magnesia versetzt und eine» Tag an einem dunkeln Orte beiSeite gestellt. Den in einem genässten Filter gesammelten Niederschlag wäschtman mit einer circa 2,5procentigen reinen Salpetersäure (gemischt aus 40,0reiner Salpetersäure von 1,185 spec. Gew. und 360,0 destillirtem ammonfreienWasser), um die anhängende Magnesia zu beseitigen, zuletzt mit destillirtem(ammonfreiem!) Wasser ab und trocknet ihn auf flachen Tellern ausgebreitetan einem abgeschlossenen lauwarmen Orte, wo einige Schalen mit concentrirterSchwefelsäure aufgestellt sind, vor Licht geschützt. Ausbeute 16,0.

Eigenschaften. Das Goldoxyd ist ein Hydrat und bildet frisch gefällt eingelbes, in der Wärme braun werdendes Pulver, welches bei 100° sein Hydrat-wasser verliert und schwarz wird, sich auch im Licht zersetzt unter Ausschei-dung von metallischem Golde. Es ist löslich in Salzsäure, auch in concen-trirter Salpetersäure, unlöslich in verdünnter Salpetersäure.

Aufbewahrung. In der Reihe der stark wirkenden Arzneistoffe in kleinendicht geschlossenen Fläschchen vor Licht geschützt. Bei Verarbeitung zuPillen (im porcellanenen Mörser anzustossen!) benetzt man es vor dem Ver-reiben mit einigen Tropfen Wasser, weil ein gekauftes Präparat, wie die Er-fahrung gezeigt hat, zuweilen Knallgold (Ammonaurat) enthält.

Anwendung. Das Goldoxyd wurde wie das Goldchlorid als Antisyphili-ticum in Gebrauch gezogen, heute aber kaum noch beachtet. Die Dosis istderjenigen des Auro-Natrium chloratum gleich.