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1 (1876)
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536
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Aurum.

Aurum.

Aurum, Geld (Au = 197).

I. Aurum foliatum, Blattgold, wird zwischen Goldschlägerpapier ge-schichtet in den Handel gebracht. Das Goldschlägerpapier ist wie die Blättereines Buches zusammengeheftet. Ein Buch enthält circa 252 Blatt Gold,jedes Blatt circa 17 Quadrat-Ctm. gross.

Das Blattgold dient zum Vergolden der Pillen. Mittelst eines breitenMessers wird ein Blatt aufgenommen und auf die zu vergoldenden Pillen(10 Stück) in der Horn- oder Holzkapsel, wie eine solche beim Versilbern derPillen in Anwendung kommt (vergl. S. 434), gelegt, die Kapsel geschlossen etc.

Das Blattgold enthält meist etwas Silber, was seiner Verwendung nichtentgegen steht. Kupferhaltiges Gold soll man verwerfen.

Man verwechsele es nicht mit dem Goldschaum, Metallgold, welchesBlattmetall aus Tombäck, einer Legirung von Kupfer und Zink, dargestellt ist.

Prüfung. Man übergiesst ein Blättchen des Metalls mit circa 3 CC. reinerSalpetersäure, erwärmt einige Minuten, giesst die Flüssigkeit in ein Reagirglasklar ab und vermischt sie mit circa 5 CC. Aetzammonflüssigkeit. Es darfeine blaue Färbung nicht erfolgen (Kupfer). Tomback ist in Salpetersäureübrigens völlig löslich.

II. Aurum pulveratum, Aurum alcoholisatum, gepulvertes Gold. In einenporcellanenen Mörser giebt man mehrere Blätter Goldblatt und circa die20fache Menge gepulvertes Kalisulfat und zerreibt zu einem höchst feinenPulver, wäscht dann das Salz mit heissem Wasser weg und trocknet das zu-rückbleibende Goldpulver. Es ist obsolet. Die Anwendung ist dieselbe, wiedie des folgenden Präparats.

III. Aurum praeeipitatioue divisum, Aurum praeeipitatum purum, praeci-pitirtes Gold. Eine Goldchloridlösung, welche etwas freie Salzsäure enthält,wird mit soviel einer Ferrosulfatlösung versetzt, als dadurch ein Nieder-schlag hervorgebracht wird. Letzterer wird gesammelt, ausgewaschen undgetrocknet. Es bildet ein zimmtbraunes glanzloses Pulver, welches unter Druckund Reiben Metallglanz annimmt.

Anwendung. Die alchymistischen Anschauungen über die Wunder derGoldwirkung tauchten im Anfange dieses Jahrhunderts wieder auf und priesman das Goldpulver als das mächtigste Tonicum von hoher restaurirenderWirkung. Es fand innerliche Anwendung bei gesunkener Verdauungskraft undLebensthätigkeit, äusserlich und innerlich bei Syphilis, Skrofeln, Krebs, Uterin-blutungen, skrofulösen und syphilitischen Augenentzündungen, in Salbenformhinter den Ohren eingerieben zur Beseitigung der Geschwüre und Fleckender Hornhaut. Dosis: 0,02 0,04 0,06, in Einreibungen auf Zunge oderZahnfleisch zu 0,1-0,150,2 auf den Tag,

Im Allgemeinen halten die Aerzte das gepulverte und das praeeipitirteGold therapeutisch für identisch.

(1) Amalg-ama Auri.

fy- Hydrargyri 1,0

Auri puri praeeipitati 0,2.

Leni calore amalgama efficiatur.

iy Auri praeeipitati 0,05Hellis depurati 25,0.M. D. S. Morgens und Abends einenTheelöffel zu geben (für Kinder).

(2) Linctus auriferus Legrand.I.