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1 (1876)
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Asphaltum.

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Im Handel unterscheidet man einen Syrischen oder Levantischenund einen Amerikanischen Asphalt. Ersterer ist die bessere und reinereWaare und auch diejenige, welche von je her in den Apotheken gehaltenwurde. Er darf nicht mit dem künstlichen Asphalt, Theerpech oder Asp halt-pech verwechselt werden, welches durch Eindicken des Theeres der Gas-fabriken gewonnen wird. Letzterer liefert übrigens gute Lacke. *

Anwendung. Asphalt wurde früher zu Räucherungen gegen Rheuma, auchinnerlich als Krampf stillendes Mittel angewendet. Heute findet er (auch derkünstliche Asphalt) Anwendung zur Bereitung von Lacken und Firnissen, zurDarstellung des Aetzgrundes für Kupferstecher, auch als Lasurfarbe in derOelmalerei. Zur Asphaltpflasterung wendet man nur künstlichen Asphalt oderdie schlechteren Asphaltsorten an; auch zur Bereitung des Asphaltpapieres,welches zu wasserdichten Verpackungen dient, wird Asphaltpech genommen.

Oleum Asphalti aetlicreum, Oleum Asphalti rectificatum. Zur Bereitungdesselben werden 10 Th. Asphalt mit 15 Th. reinem, grobem und trocknemSande zu einem Pulver gemischt und aus einer gläsernen oder thönernenRetorte bis zur Trockne destillirt. Die zuerst übergehende wässrige Flüssigkeitwird beseitigt und das gesammelte Oel nochmals einer Destillation (Rectification)_unterworfen, so lange ein gelbliches Oel übergeht. Sobald Tropfen eines braunenOeles auftreten, wird die Destillation abgebrochen. Ausbeute beträgt circa30 Proc. des Asphalts.

Das gelbliche Asphaltöl wird sofort in kleine, circa 20 CC. fassendeFlaschen gefüllt, dieht verkorkt und an einem dunklen Orte aufbewahrt. Eswird mit der Zeit dunkler und braun.

Das Asphaltöl, welches einen unangenehmen brenzlich-bituminösen Geruchund einen dem Geruch entsprechenden Geschmack hat, wurde als Excitans beiLungenphthisis, bei langwierigen Geschwüren, eiternden Pocken innerlichzu 1015 Tropfen zwei- bis dreimal des Tages auf Zucker, in Pillen, Gela-tinekapseln gegeben. Aeusserlich versuchte man es als Einreibung bei Frost-beulen, Rheumatismus rein oder gemischt mit fetten Oelen, in Salben.

Mumia, Mnmia vera s. Aegyptiaca, Mumie, verdankte hauptsächlich ihremAsphalt- oder Bitumengehalt (bekanntlich verwendeten die alten Egypter bitu-minöse Harze zum Einbalsamiren der Todten) die Anwendung als Medicament.Sie wird noch hier und da in den Apotheken gefordert. Die Mumie, welche manim Handel antrifft, ist meist nur eine Imitation, bestehend aus harzartigenrothbraunen oder braunschwarzen Stücken, durchmischt mit einigen gebräuntenKnochenresten, kleinen Leinenstückchen. Man hält die Mumie in Stücken undgepulvert vorräthig.

Ein die Mumie ersetzendes Artefact ist ein durch Schmelzung bewirktesGemisch aus Asphaltpulver circa 100,0, Weihrauchpulver 40,0, Aloepulver10,0, Kolophon und Fichtenharz ana 20,0, brauner Ocker in geschlämmter undzerriebener Form 20,0.

(1) Asphaltlack.I.

Solutio decanthando depuretur.

iv Asphalti 100,0Baisami CopaivaeOlei Lini ana 5,0.

Wird Asphaltpech statt des Asphaltsgenommen, so nimmt man als Auflösungs-mittel Therpenthinöl.

vel q. s.

Liquando mixta digerendo solve inBenzini lithanthracini 150,0

II.

i<- Asphalti pulverati 100,0Elemi

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