Aracliis. — Argento-Natrum hyposulfuroBum.
427
gestutzte, vertieft längsadrige, braunrothe Samen innen mit weissen Cotyledoneneinschliesst.
Oleum Aracliis, Erdnussöl , wird aus den von der braunrothen Hülle be-freiten Cotyledonen durch Auspressen bereitet. Diese enthalten bis zu 50Procent fettes Oel. Von der bei der Pressung angewendeten Wärme hängt dieQualität des Oeles ab. Das bei 20 bis 30° C. gepresste Oel ist von blass-gelblicher Farbe und von den Eigenschaften, dass es das Provenceröl sehrwohl ersetzt. In den Tropenländern verbraucht man es in Stelle des Man-delöls. Bei längerer Aufbewahrung bleicht es und wird zuletzt ganz farblosund auch ranzig. Durch heisse Pressung gewinnt man aus den Samen einbräunlichgelbes Oel, welches als Speiseöl und zur Seifenfabrikation ver-braucht wird. m
Eigenschaften. Die bessere Qualität des Erdnussöls ist ein blassgelblichesfettes Oel, fast von der Flüssigkeit des Provenceröls, von mildem öligem Ge-schmack und ohne Geruch. Das heissgepresste Oel ist gelber oder bräunlichvon Farbe und hat einen an Bohnen erinnernden Geschmack und nussartigen,an Hülsenfrüchte erinnernden Geruch. Spec. Gew. = 0,916 — 0,918. DurchSalpetrigsäure wird das bessere Oel in ein weissliches oder weissgelblichesEla'idin übergeführt. Der Erstarrungspunkt liegt zwischen —3 und —7° C.Nur durch diesen Erstarrungspunkt und die biassgelbe Farbe ist das kaltge-presste Arachisöl vom Provenceröl zu unterscheiden, vielleicht auch in derSchwefelsäureprobe der fetten Oele (vergl. unter Olea pinguia).
Aufbewahrung. Wie vom Provenceröl angegeben ist.
Argento-Natrum liyposulfurosum.
f Argeiito-Natrum liyposulfurosum, Argcntum natrico-subsulfurosuin, Hypo-sulfis Sodae et Argenti, Mron-Silberhvposulfit. (2 [Na0,S 2 0 2 ] + Ag0,S 2 0 2 + 2H0=340 oder [S 2 Na 2 0 3 ] 2 + S 2 Ag,0 3 + 2H 2 0 == 680.)
Darstellung. 10 Th. (durch Umkrystallisiren gereinigtes) Natronhypo-sulfit werden in 20 Th. kaltem destillirtem Wasser gelöst und derklaren (filtrirten) Lösung allmählig von einer kalten Lösung von 5 Th. Sil-bernitratin 15 Th. destillirtem Wasser zugetröpfelt, bis der jedesmal dadurchentstehende Niederschlag beim Agitiren nicht mehr in Lösung übergeht. Be-hufs Beseitigung dieser bleibenden Trübung giebt man noch einige Tropfender Natronhyposulfitlösung hinzu. Dann vermischt man das Ganze mit einemdoppelten Volum reinem Weingeist und stellt einige Stunden an einen schattigenOrt. Nach dieser Zeit giebt man die Krystalle in einen Trichter, dessen Aus-flussrohr mit einem lockeren Bäuschchen Glaswolle abgesperrt ist, wäscht dieKrystalle mit Weingeist ab, trocknet sie ohne Anwendung von Wärme durchgelindes Pressen zwischen Fliesspapier oder durch Wälzen auf Thonplattenund bewahrt sie vor Luft und Licht geschützt in kleinen Glasgefässen in derReihe , der starkwirkenden Arzneistoffe auf. Ausbeute 8 bis 8,5 Th.
Eigenschaften. Das Natron-Silberhyposulfit bildet sehr kleine, farblose,lamellenförmige, ziemlich lichtbeständige Krystalle, welche sich in Wasser