Angelica.
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C ortex Angusturae, €ortex Cuspariae, Angusturarinde , wurde 1788 zuerstnach England gebracht.
Die Angustura bildet flache oder rinnenförmige, selten zusammengerollte,5—15 Ctm. lange, 1,5 — 5 Ctm. breite, 1 — 3 Millim. dicke Stücke mit sichverdünnenden Seitenrändern. Ihre Farbe ist im Ganzen blassochergelb.Auf der Aussenfläehe ist sie matt, mehr oder weniger uneben zuweilen mitHachen Querrissen und Längsrunzeln bedeckt, oft mit kleinen Warzen besetzt,meist schmutzig gelb oder weisskleiig. Diese äussere Korkschicht lässt sichleicht mit dem Fingernagel kleiig abkratzen. Im Bruche, der eben ist, erkenntman zwei Schichten, die obere dünnere, leicht zerreibliehe, hell ochergelbe oderweissliche Korkschicht, durch eine dunkele Linie (Steinzellenschicht) von derunteren dichteren härteren gewöhnlich bräunlichen Rindenschicht getrennt. DieUnterfläche der Rinde ist bräunlich oder rötlilich gelb und ziemlich eben. Der
Der Geruch ist widrig aromatisch, der Geschmack gewürzhaft bitter, hinten-nach scharf. Der wässrige Aufguss ist lehmfarbig-gelb. In letzterem erzeugenLösungen des Ferrosulfats einen gelbweissen Niederschlag, Schwefelsäure undSilbernitrat Trübungen.
Verfälschung. Der Angustura hat man vor 60 Jahren einmal die giftigeBrucin-haltige Rinde von Strychnos nux vomiea Linn ., eines in Ostindien ein-heimischen Baumes, substituirt oder beigemischt. Diese letztere Rinde, Cor-tex Angusturae spurius, unterscheidet sich dadurch, dass ihre Seiten-ränder nicht dünner ablaufen, ihre Oberfläche aschgrau, mit grauweissenschwer abzureibenden Wärzchen besetzt ist und sie auch stellenweiseeine röthlichbraune Korkschicht durchblicken lässt. Die Zellengruppen mitKalkoxalat fehlen. Ihre Unterfläche ist eben, meist dunkeler oder schwärz-lich , fein längsstreifig. Auf dem Querschnitt mit Salpetersäure durchfeuchtet,färbt sie sich durchweg gesättigt roth, während unter denselben Umständenbei der echten Angusturarinde nur stellenweise eine _mässig rothe Färbunghervortritt. Der wässrige Aufguss der unechten Rinde wird von der Lösungdes Ferrosulfats schmutziggrün gefärbt und von Schwefelsäure und Silbernitratnicht getrübt.
Bestandteile. Die Angusturarinde enthält etwas aetherisches Oel, Harz-stoffe, bitteren Extraktivstoff, freie Weinsteinsäure und kleine Mengen schwefel-saurer, chlorwasserstoffsaurer, weinsteinsaurer Salze des Kalis und der Kalk-erde. Thompson fand neben dem bitteren Extraktivstoffe eine stickstoffhal-tige, dem Cinchonin verwandte Materie, Saladin hat dagegen einen krystal-
Fig. 98. Querschnitt der Angusturarinde Loupenbild. k Korkschicht, mMittelschicht, i Innenrinde oder Bast.
k
Querschnitt ist etwasglänzend mit derweisslichen Kork-schicht (^) und derdunkleren Bastschicht(i) mit dunkelen, durchhellere Markstrahlengetrennten Baststrali-len. Die zellige Schichtim) zwischen Bast-und Korkschicht istmit weissen Krystall-bündeln (von Kalk-oxalat) durchstreut.