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1 (1876)
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Ammonium sulfuratum sulfhydricum.

ist vortheilhaft. Ein Waschen des Schwefelwasserstoffgases ist nothwendig,denn leitet man das Gas direkt in die Vorlage, so wird meist auch etwasSchwefeleisen in selbige hinübergerissen. Die Operation ist an einem freienschattigen Orte oder unter einem gutziehenden Schornsteine vorzunehmen.

Fig. 61. Apparat zur Darstellung der Schwefelammoniumflüsßigkeit.

Hat das Schwefelammonium die Bestimmung, als Reagens verbraucht zuwerden, so wird der lOproc. Salmiakgeist mit einem gleichen Volum destil-lirtem Wasser verdünnt mit Schwefelwasserstoff gesättigt.

Aufbewahrung. Das Schwefelammonium wird wie das Schwefelwasser-stoffwasser, gesondert von den anderen Arzneistoffen und Reagentien, in nichtzu grossen, gut geschlossenen Flaschen, welche wiederum in einer Büchse ausBlech oder Holz stehen, aufbewahrt. Das Verschlussmaterial der Flaschendes officinellen .(aus lOproc. Aetzammon bereiteten) Schwefelammonium sindgut eingeriebene Glasstopfen. Die Fuge zwischen dem Flaschen-Halsrand undGlasstopfen wird mit Fliesspapier trocken gemacht und mit einem geschmol-zenen Gemisch aus 4 Paraffin und 1 weissem Wachs ausgefüllt. Die Flaschenmit dem verdünnten, als Reagens dienenden Schwefelammonium verschliesstman mit guten Korken.

Eigenschaften. Das Schwefelammonium bildet frisch bereitet eine farblose,nach einiger Zeit gelbliche bis gelbe, klare Flüssigkeit von stechendem hepa-tischem Geschmacke und jeinem stinkenden Gerüche, wie dieser aus einemGemisch von Ammon und Schwefelwasserstoff hervorgeht. Ihre Brauchbarkeitals Reagens und Arzneistoff ergiebt sich aus dem Verhalten gegen verdünnteSchwefelsäure und Bittersalzlösung. Mit ersterer versetzt muss eine Entwicke-