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1 (1876)
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270
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Ammonium bromatum.

Oarbonei sulfuratiOlei Therebinthinae ana 5,0exactissime contritis. Tum inassa con-tundatur cum

Ammoniaci pulverati 60,0,ut fiat pasta -frigore rigida, lern caloredepsitieia.

II.

ly Emplastri Lithargyri compositi 100,0Cerae flavae 20,0Terebinthinae communis 10,0.Liquatis mixtisque admlaceAmmoniaci pulverati 50,0Carbonis ossium subtilissime pulve-rati 5,010,0.

Arcanum. Amerikanische Asthinapillen , vergoldete Pillen aus Ammoniak-gummi.

Ammonium bromatum.

Ammonium bromatum. Brom-Ammonium, Ammoniumbromid (NFDBr oderNH 4 Br = 98).

Darstellung. 100 Th. Kaliumbromid und 56 Th. höchst reines Am-monsulfat werden in einem erwärmten Glaskolben mit 350 Th. heissemdestillirtem Wasser übergössen, in Lösung gebracht. Nachdem die Flüs-sigkeit halb erkaltet ist, vermischt man sie mit einem anderthalbfachen Volum90procentigem Weingeist und stellt ein bis zwei Tage an einem kalten Ortebei Seite. Dann wird filtrirt, das abgeschiedene Kalisulfat mit einem kaltenGemisch aus 2 Volumen Weingeist und 3 Volumen destillirtem Wasserausgewaschen, von dem Filtrat der Weingeist abdestillirt oder abgedampft undder Rückstand nach Zusatz einer sehr kleinen Menge Aetzammon zur Kry-stallisation gebracht. Bei Bearbeitung kleiner Mengen dampft man das Filtratalsbald zur Trockne ein. Ausbeute gegen 80 Theile. Die krystallisirendenAmmoniumbromidlösungen effloresciren wie die Salmiaklösungen. Das in vor-stehender Weise bereitete Ammoniumbromid ist gewöhnlich nicht schön weissund enthält immer Spuren Ammonsulfat oder Kalisulfat. Das reinere Präparatgewinnt man durch Sublimation. In eine Retorte mit weitem Schnabel giebtman 100 Th. ausgetrocknetes gepulvertes Kaliumbromid gemischt mit 55 Th.getrocknetem gepulvertem Ammonsulfat, setzt die Retorte in ein Sandbad undüberschüttet sie mit Sand, so dass nur der Schnabel frei ist. Durch allmäliggesteigertes Erhitzen wird die Sublimation in Gang gebracht.

Eigenschaften. Das Ammoniumbromid bildet farblose säulenförmige Kry-stalle oder ein solches krystallinisches Pulver von salzigem Geschmack. Esist beim Erhitzen völlig flüchtig. Zu seiner Lösung bedarf es 2 Th. kaltesWasser und 150 Th. 90procentigen Weingeist. Aether löst es auch in höchstunbedeutender Menge, officineller Aether circa '/ 00 o-

Prüfung. Spuren fixen Kalisalzes, so wie Spuren Chlorammonium könnendie Güte des Präparats nicht beeinträchtigen. Enthält es Spuren Jodammo-nium, so werden sich diese durch die gelbe Farbe des Präparats zu erkennengeben. Im Uebrigen lässt sich die Prüfung auf Reinheit, wie unter Kaliumbromatum abgegeben ist, ausführen.

Aufbewahrung. In gut verstopftem Glase vor Sonnenlicht geschützt inder Reihe der starkwirkenden Arzneistoffe.